Ein Leckerbissen der etwas anderen Art wurde den Zuschauern im Südpark am zweiten Weihnachtstag präsentiert. Nach stürmischem Beginn und einer 4:0-Führung ließ der NEV die Gäste ins Spiel zurück finden, die anschließend ihre Stärken ausspielten.
Der Abend begann für den NEV äußerst erfreulich. Andi Schrills kehrte nach zweieinhalbmonatiger Verletzungspause wieder ins Team zurück und vertrat als Backup den erkrankten Dennis Uhlig. Auch seine Mannschaftskollegen ließen sich von vermeintlichen Festtagsbraten nichts anmerken und legten los wie die Feuerwehr. Mit großer Lauffreude und Engagement überrumpelten die Neusser ihre Gäste, die nach elf Minuten bereits mit 0:4 zurück lagen. Ärgerlicherweise kamen die Düsseldorfer erst durch Neusser Übermut ins Spiel, als man in Überzahl die Defensive entblößte und so den Anschlusstreffer kassierte. In der Folgezeit entwickelte sich eine Partie mit dem üblichen Derby-Charakter, beide Seiten kämpften mit Haken und Ösen, wobei es den Gästen immer besser gelang, dem NEV ihr Spiel aufzuzwingen. Als die Neusser den Auftakt zum zweiten Drittel verschliefen, war die Begegnung mit einem Düsseldorfer Doppelschlag innerhalb von 13 Sekunden wieder völlig offen. Weiterhin boten sich den Kontrahenten durch Lücken und Fehler in der Defensive gute Möglichkeiten, der nach dem dritten Tor eingewechselte DEG-Torhüter May erwies sich jedoch als starker Rückhalt seines Teams, das seinerseits mit mehr Durchschlagskraft agierte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich brachte Ronny Sassen den NEV zwar noch einmal in Führung, dies sollte jedoch der letzte Neusser Treffer an diesem Abend bleiben. Mit einem 5:5-Zwischenstand ging es in den letzten Abschnitt, in dem das Spiel zunächst hin und her wog. Beide Mannschaften präsentierten sich defensiv besser geordnet, so dass klar wurde, dass der nächste Treffer über Sieg oder Niederlage entscheiden könnte. Nach einem Neusser Pfostentreffer durch Evgenij Kozhevnikov profitierten die Gäste von ihren größeren Kraftreserven und legten mit einem weiteren Doppelschlag den Grundstein für den späteren Erfolg. Neuss zeigte sich zwar weiterhin bemüht, eine erneute Wende war in der Schlussphase jedoch nicht mehr möglich. Drei Minuten vor dem Ende besiegelte der Ex-Neusser Jannik Woidtke mit dem 5:8 den unter dem Strich verdienten Sieg der DEG, die damit den NEV in der Tabelle überholen konnte. Applaus ernteten jedoch beide Teams, die den Zuschauern wieder einmal ein sehr unterhaltsames Derby geboten hatten.
1. Drittel: 1:0 (0:20) Kozhevnikov (Ernst, Sassen); 2:0 (9:07, 5-4 ÜZ) Ernst (Kozhevnikov, Bongartz); 3:0 (9:44) Oltmanns 4:0 (10:42) Schlesiger (Brings);
4:1 (14:57) Maj (Bromé)
2. Drittel: 4:2 (20:45, 5-4 ÜZ) Schümann (T. Gries, Verelst); 4:3 (20:58) Maj (Moch, Böhm); 4:4 (28:20) Bromé; 5:4 (31:03, 4-4) Sassen (Ernst, Kozhevnikov); 5:5 (37:28) Schümann (Verelst)
3. Drittel: 5:6 (48:04) Schümann (Verelst); 5:7 (49:41) C. Gries (Pfennings, Arnold); 5:8 (57:13, 5-3 ÜZ) Woidtke (T. Gries, Schümann)
Strafen: Neuss 14 - Düsseldorf: 16
Zuschauer: 502
Tja, das war leider nichts. Im ersten drittel ein sehr schönes Spiel, doch irgendwann verflachte die Partie immer mehr und leider konnten die Gäste die Punkte verdient mit auf die Heimreise nehmen. Bitter, neben Karl Jasik (Spieldauer) verletzte sich Sebastian Geisler bei einem Bandencheck. Gute Besserung von hier aus, hoffentlich nicht weiter schlimm.
Es war nicht der Tag des NEV. Keine Punkte, ein Spiel Sperre für Karl Jasik und ein Sturz in die Bande, der für Sebastian Geisler übel hätte enden können. Dass der Verteidiger mit einer Gehirnerschütterung davon gekommen zu sein scheint, war die beste und wichtigste Nachricht des Abends.
Trainer Andrej Fuchs, der trotz einer Lungenentzündung an der Bande stand, konnte mit Ausnahme von Kevin Brings auf seinen kompletten Kader zuzüglich Mike Höfgen zurückgreifen. Im ersten Abschnitt entwickelte sich ein interessantes und abwechslungsreiches Spiel mit wechselnden Vorteilen. Begannen die zuvor spielfreien Gäste leicht überlegen, so hatte der NEV in der zweiten Drittelhälfte mehr Spielanteile. Nachdem Karl Jasik in der Schlussminute die bis dahin beste Chance vergab, schien alles auf ein torloses Auftaktdrittel hinaus zu laufen, ehe Marc Polter von einer Konfusion in der Neusser Hintermannschaft profitierte und doch noch den Führungstreffer für die Gäste erzielte. Die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, machte zu Beginn des zweiten Abschnitts dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatte und wurde verdientermaßen mit dem Ausgleich belohnt (Schrills, 22.). Drei Minuten später bedankte sich Milan Vanek jedoch für den ihm überlassenen Freiraum und schoss die Gäste erneut in Front. Es folgten auf beiden Seiten Chancen im Minutentakt, und nachdem es hüben wie drüben am Torgestänge klingelte, konnte mit Carsten Plate ein weiterer Routinier für die Young Stars auf 1:3 erhöhen, die sich aufgrund ihrer überragenden ersten Reihe als das effektivere Team erwiesen. Die Neusser waren zu diesem Zeitpunkt in Gedanken wohl noch nicht zurück auf dem Eis, nachdem kurz zuvor Sebastian Geisler bei einem Zweikampf zu Fall gekommen war und daraufhin kopfüber in die Bande krachte. Nach einigen Minuten Behandlung konnte der Verteidiger jedoch immerhin selbständig den Weg in die eigene Kabine antreten. Auch für den angeschlagenen Boris Fuchs war die Partie vorzeitig beendet, der lange Zeit auf die Zähne gebissen hatte, im letzten Abschnitt jedoch passen musste. In dem überließen die cleveren Gäste dem NEV das Spiel, der sich auch durchaus bemüht, aber ohne die nötige Durchschlagskraft zeigte. Als sich dann aber die günstige Gelegenheit einer doppelten Überzahl bot, schlug die Hammer Top-Formation erneut zu und machte damit alles klar. Dass anschließend auch noch Karl Jasik mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe in die Kabine geschickt wurde, passte zu einem Abend, an dem das Glück nicht auf Seiten des NEV war.
1. Drittel: 0:1 (19:32) Polter (Svejda, Vanek)
2. Drittel:
1:1 (21:30) H. Schrills (B. Fuchs, Oltmanns); 1:2 (25:19) Vanek (Polter, Plate); 1:3 (32:39, 4-4) Plate (Svejda, Vanek)
3. Drittel: 1:4 (55:01, 5-3 ÜZ) Jablonski (Svejda, Plate)
Strafen: Neuss 16 + 5 + Spieldauer Jasik - Hamm 18
Zuschauer: 178
In Bergisch Gladbach stellte der NEV die Weichen frühzeitig auf Sieg. Nach einem 4:0-Vorsprung ließ man es mit Blick auf die Sonntags-Begegnung dann ruhiger angehen.
Beim Duell mit dem Tabellen-Achten musste der NEV neben den beruflich verhinderten Karl Jasik und Sebastian Bongartz auch Kevin Brings ersetzen, der sich tags zuvor bei seinem Einsatz für die Junioren verletzt hatte. Dafür gab es sowohl auf dem Eis, als auch hinter der Bande neue Gesichter zu sehen: Andrej Fuchs fiel wegen einer Lungenentzündung aus und wurde durch Uwe Malz vertreten, der normalerweise gemeinsam mit Fuchs die Junioren trainiert. Darüber hinaus kam Mike Höfgen in der dritten Reihe zum Einsatz, der normalerweise für die zweite Mannschaft des NEV spielt, als aktueller Topsorer der Landesliga NRW aber nun auch die Chance bekommen soll, sich höherklassig zu bewähren. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der beide Mannschaften zu guten Möglichkeiten kamen, stellte Boris Fuchs wieder einmal unter Beweis, wie wichtig er auch mit 40 Jahren noch für sein Team ist. Sein Führungstreffer brach den Bann, von nun agierte Neuss drückend überlegen. Es folgte eine doppelte Premiere, denn auf Vorlage von Höfgen, der bei seinem ersten Einsatz direkt einen Scorerpunkt verbuchte, erzielte Niklas Hofmann seinen ersten Treffer für das Neusser Regionalliga-Team. Holger Schrills und Ronny Sassen mit einem Bilderbuch-Tor legten jeweils in Überzahl nach und sorgten so schon zur ersten Pause für klare Verhältnisse. Im zweiten Drittel schalteten die NEV-Cracks - wohl schon mit Blick auf das folgende Spiel gegen Hamm - einen Gang zurück, was die Gastgeber prompt nutzten. Mark Dunlop und Tim Krahforst verkürzten innerhalb von drei Minuten auf 2:4, so dass der NEV doch noch einmal gefordert wurde. Boris Fuchs gab mit seinem zweiten Treffer die richtige Antwort zum richtigen Zeitpunkt. Auch im letzten Abschnitt setzte Neuss die Priorität auf die Sicherung des komfortablen Vorsprungs, so dass sich der zur "Halbzeit" eingewechselte Dennis Uhlig einige Male auszeichnen konnte. Die letzten zwanzig Minuten blieben torlos, so dass der NEV die drei Punkte mit auf die Heimreise nehmen konnte. Einziger Wermutstropfen war der Ausfall von Christian Schlesiger, für den die übrigens sehr faire Partie nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Daniel Pering vorzeitig beendet war.
1. Drittel: 0:1 (8:26) B. Fuchs (H. Schrills, Sauer); 0:2 (12:28) Hofmann (Höfgen); 0:3 (14:56, 5-4 ÜZ) H. Schrills (Sassen, Geisler); 0:4 (19:33, 5-4 ÜZ) Sassen (Kozhvenikov, B. Fuchs)
2. Drittel: 1:4 (25:33) Dunlop (Krahforst, Funk); 2:4 (28:38) Krahforst (Klein); 2:5 (32:22) B. Fuchs (Oltmanns, Sauer)
Strafen: Bergisch Gladbach 12 - Neuss 2
Zuschauer: 83
Der NEV schließt das Wochenende mit optimaler Punkteausbeute ab. Gegen die Dinslakener Kobras fuhren die Neusser einen lockeren 10:3-Sieg ein und kletterten damit in der Tabelle auf Platz vier.
Während NEV-Coach Andrej Fuchs mit Ausnahme des beruflich verhinderten Karl Jasik der gesamte Kader zuzüglich drei Junioren zur Verfügung stand, konnten die Gäste keine drei kompletten Reihen aufbieten. Im ersten Drittel sollte sich dies noch nicht allzu sehr bemerkbar machen, auch wenn die Neusser das Spiel von Anfang an kontrollierten. Defensiv wie offensiv gingen die Mannen um Kapitän Ronny Sassen konzentriert zur Sache, eine 2:0-Führung nach zehn Minuten war die logische Folge. Zunächst hatte Sven Ernst im Nachschuss den Führungstreffer markiert, ehe Holger Schrills eine schnelle Kombination erfolgreich abschloss. Die Kobras präsentierten sich bemüht, aber relativ harmlos, so dass deren Anschlusstreffer durch Marcel Schmitz’ “Bauerntrick” eher überraschend fiel (18.). Noch klarer sollten sich die Kräfteverhältnisse im zweiten Abschnitt darstellen, in dem die Neusser die frühzeitige Entscheidung suchten. Ronny Sassen erhöhte auf 3:1 und Holger Schrills ließ den hundertsten Treffer dieser Saison folgen (25.). Dinslakens Trainer Dmitry Tsvetkov nahm daraufhin eine Auszeit, sein Team konnte anschließend jedoch nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Neuss dominierte die faire Begegnung, die Hauptschiedsrichter Starke keinerlei Mühe bereitete, sehr deutlich. Nach dem 5:1 durch Boris Fuchs’ Schlagschuss wechselten die Gäste ihren Torhüter, Eugen Michel rückte für Dennis Rudolph zwischen die Pfosten, musste aber nur zwei Minuten später ebenfalls hinter sich greifen. Im letzten Drittel durften auch die Youngster Fuchs und Link ran, die neben dem als Mittelstürmer Doppelschichten fahrenden Evgenij Kozhevnikov eine vierte Sturmreihe bildeten. Die nächsten Torerfolge durfte jedoch die dritte Formation bejubeln, die durch einen Doppelschlag von Kevin Brings auf 8:1 erhöhte. Zweistellig oder nicht, diese Frage stellte sich nun und sollte durch Sven Sauer und Ronny Sassen zugunsten des weiterhin entschlossen agierenden NEV entschieden werden. Eine unangenehme Aufgabe hatte hingegen der lange Zeit nicht mehr beschäftigte Dennis Uhlig, der noch zwei Gegentreffer in Kauf nehmen musste. Dank des sicheren Sieges beendeten die Neusser das Wochenende mit der maximalen Punkteausbeute und überholten in der Tabelle die Lokalrivalen aus Ratingen und Düsseldorf.
1. Drittel:
1:0 (7:57) Ernst (Sassen);
2:0 (10:07) H. Schrills (Oltmanns, B. Fuchs);
2:1 (17:53) M. Schmitz
2. Drittel:
3:1 (23:26) Sassen (Ernst, Kozhevnikov);
4:1 (24:20) H. Schrills (Oltmanns, B. Fuchs);
5:1 (36:31) B. Fuchs (Oltmanns);
6:1 (38:33) Kozhevnikov (Bongartz)
3. Drittel:
7:1 (43:16) Brings (Schlesiger);
8:1 (48:11) Brings (Schröder, Schlesiger);
8:2 (48:51) Musga (Pleger);
9:2 (55:02) Sauer (Oltmanns);
10:2 (57:15, 5-4 ÜZ) Sassen (Hellmann);
10:3 (59:18) Pleger (Musga, Klein)
Strafen:
Neuss 4 -
Dinslaken 16
Zuschauer: 168
In einer
Partie mit kuriosem Verlauf sicherte sich der NEV die erhofften drei Punkte. Während
sich die Gastgeber im Vergleich zum Hinspiel deutlich stärker präsentierten, machten
es die Neusser zum Ende hin unnötig spannend.
Beschränkte sich der EHC Neuwied
bei der 6:0-Hinspielniederlage in Neuss noch überwiegend auf die Defensive, so
trat er im Rückspiel deutlich mutiger auf. Wie ein Tabellenvorletzter präsentierten
sich die Bären nun wirklich nicht, auch wenn der NEV im ersten Abschnitt das bessere
Team war, das es nur nicht verstand, seine Chancen zu nutzen. Immer wieder stand
der starke EHC-Torhüter Alexander Neurath dem Neusser Führungstreffer im Wege,
und so kam es schon überraschend, dass Daniel Walther nach 13 Minuten zum 1:0
für die Gastgeber traf. Die Mannschaft von Trainer Andrej Fuchs, die diesmal ohne
Karl Jasik und Sebastian Bongartz auskommen musste, steckte den Rückschlag gut
weg, brauchte aber bis zur Schlussminute des ersten Abschnitts, um durch Kai Oltmanns
den überfälligen Ausgleich zu erzielen. Zu Beginn des mittleren Drittels schienen
beide Mannschaften die Rollen tauschen zu wollen, denn nun drückte der Aufsteiger,
so dass Carsten Solbach im NEV-Gehäuse mehrfach sein Können unter Beweis stellen
musste. Ebenso überraschend wie zuvor der Neuwieder Führungstreffer fiel dementsprechend
das 2:1 für Neuss, für das sich Holger Schrills mit einem schönen Alleingang verantwortlich
zeichnete. Als dann auch noch Sven Ernst nach einem Unterzahlkonter über Evgenij
Kozhevnikov den dritten Treffer nachlegte, schienen die Neusser die Partie unter
Kontrolle zu bekommen. Nachdem Boris Fuchs auch noch den Neuwieder Torhüter mit
einem Schuss aus extrem spitzem Winkel überraschen konnte, ging es mit einem beruhigenden
4:1-Vorsprung in die letzten zwanzig Minuten. In denen plätscherte das Spiel lange
Zeit vor sich hin, da der NEV den Vorsprung nur verwaltete und die sich gelegentlich
bietenden Möglichkeiten zum Ausbau fahrlässig ausließ. Auch die recht passiven
Gastgeber schienen nicht mehr so recht an eine Aufholjagd zu glauben, bis Dennis
Kobe nach 57 Minuten plötzlich ein Doppelschlag gegen den zwischenzeitlich eingewechselten
Dennis Uhlig gelang. Auf einmal drohte es noch einmal richtig spannend zu werden,
zumal Neuss die letzten beiden Minuten in Unterzahl überstehen musste. Andrej
Fuchs rüttelte seine zu leichtsinnig agierenden Jungs während einer Auszeit jedoch
wach, so dass diese keine echte Torchance mehr zuließen und den Sieg sicher über
die Zeit retteten.
1. Drittel: 1:0 (13:33) Walther (Czaika, Royle);
1:1 (19:26, 5-4 ÜZ) Oltmanns
2. Drittel: 1:2 (27:44) Schrills (Oltmanns);
1:3 (29:20, 4-5 UZ) Ernst (Kozhevnikov); 1:4 (37:26) B. Fuchs
3. Drittel: 2:4
(57:29) Kobe (Grundl); 2:4 (57:41) Kobe (Morys, Grundl)
Strafen: Neuwied 12
+ 10 Royle - Neuss 10 + 10 Sauer
Zuschauer: 439
Tja, da war mehr drin. Doch es fehlte ein wenig Glück und u.a. natürlich ein Holger Schrills in Topform. So konnten die Hausherren einen knappen aber hoch verdienten Sieg einfahren. Das einzige richtige Ärgernis dieses Abends war allerdings Schiedsrichterin Frau Hertrich! Peinlich peinlich. Mit großem Abstand schlechteste Person auf dem Eis! Da fehlte es nicht nur an Überblick und Schnelligkeit, nein gravierender war die offensichtliche Regelunkundigkeit in einigen Situationen. Da haben wir dann zusammen mit den Moskitos Fans oft einfach die Köpfe geschüttelt. Sorry, aber die hat in der Herren Regionalliga absolut nichts zu suchen! Versteht mich nicht falsch, sie trifft keinerlei Schuld an der Niederlage, das wäre wahrscheinlich eh so gekommen, auch wenn die beiden Strafen die zum 2:1 und 3:1 führten wohl eher keine waren. Aber das geht gar nicht! Pfui!
1. Drittel: 1:0 (5:26, Pen.) Petrozza; 1:1
(7:58) Oltmanns (Sauer, Bongartz); 2:1 (16:20, 5-3 ÜZ) Inman (Grein, Kohmann);
3:1 (16:52, 5-4 ÜZ) Höveler (Miettinen, Kastner)
2. Drittel: 4:1
(34:39) Brinkmann (Grein, Petrozza); 4:2 (37:46, 5-4 ÜZ) Geisler (B. Fuchs,
Oltmanns)
3. Drittel: 5:2 (52:44) Petrozza (Brinkmann, Grein); 5:3 (56:08,
4-5 UZ) Jasik (Kozhevnikov)
Strafen: Essen 16 - Neuss 22
Zuschauer: 748
Das war ein äußerst schwacher Gegner, der im Neusser Südpark seine
Visitenkarten abgegeben hat. Doch da der NEV neben Holger Schrills (Verdacht auf
Schweinegrippe) auch in den ersten beiden Dritteln auf Sven Ernst verzichten mußte,
tat man sich nicht gerade leicht. Sven verletzte sich beim Aufwärmen am Kinn
und mußte im Krankenhaus genäht werden, konnte aber im letzten Drittel
wieder ins Spielgeschehen eingreifen und gar -wie vorausgesagt- das zehnte Tor
in der Partie erzielen...
Den Torreigen eröffnete aber Ronny Sassen mit
einem wunderschönen Rückhandtreffer in der vierten Minute, ein genial
schönes Tor! Zehn Minuten später traf Bongartz, auf klasse Zuspiel von
Boris Fuchs (machte mehrere solcher Zuspiele an diesem Abend) in leere Gehäuse.
nach 16:44 war es dann Sebastian Geisler mit seinem ersten Saisontreffer (Überzahl)
der den ersten Pausenstand herstellte.
Das zweite Drittel plätscherte
dann eher so vor sich hin und so kann/will ich nur von den Toren berichten. Erst
traf Jasik und dann Kozhevnikov.
In den letzten 20 Minuten war dann mehr Pfeffer
drin und die Partie wurde schlagartig unterhaltsamer. Mit einem Doppelschlag erhöhten
die Neusser in der 45. Minute (Jasik und Sauer) auf 7:0, ehe es in der 50. und
51. Spielminute so richtig zur Sache ging. Tore im Sekundentakt!! Erst traf Bongartz
in kürzester Zeit doppelt, ehe die Young Lions zwei Treffer zum zwischenzeitlichen
9:2 nachlegten. Da war mal richtig was los. Sven Ernst machte es dann zweistellig
:-) und Niklas Hellmann setzte den Schlußpunkt zum 11:2 Endstand. Nicht
geglänzt, aber locker flockig den schwächsten Gegner in der Vorrunde
vorgeführt.
Mal sehen was uns am Sonntag am West Bahnhof in Essen erwartet.
1.
Drittel: 1:0 (3:50) Sassen (Brings); 2:0 (13:10) Bongartz (B. Fuchs, Sauer); 3:0
(16:44, 4-5 ÜZ) Geisler (Sassen, Kozehvnikov)
2. Drittel: 4:0 (20:54)
Jasik (Kozehvnikov, Solbach); 5:0 (37:25) Kozhevnikov (B. Fuchs, Oltmanns)
3.
Drittel: 6:0 (43:56) Jasik (Ernst, Kozehevnikov); 7:0 (44:29) Sauer (B. Fuchs,
Bongartz); 8:0 (49:35, 4-4) Bongartz (B. Fuchs); 9:0 (50:05, 4-4) Bongartz (B.
Fuchs); 9:1 (50:22, 4-4) Peters (Martin Oertel, Matthias Oertel); 9:2 (50:52,
5-4 ÜZ) Peters (Pöpel, Martin Oertel); 10:2 (51:28) Ernst (Kozhevnikov,
Hellmann); 11:2 (58:47) Hellmann (Kozehvnikov, Sassen)
Strafen: Neuss 16 -
Frankfurt 10
Zuschauer: 183
So schwer hatte sich das die Profitruppe aus Duisburg sicherlich nicht vorgestellt. Auch die Fans waren da wohl ein wenig überfordert. So gab es von Seiten der Duisburger leider nur Gesang gegen einzelne Neusser Spieler oder den NEV, aber fast keine Anfeuerung der eigenen Mannschaft, sieht man von den Feierlichkeiten nach dem Spiel einmal ab. Traurig, traurig! Genauso wie der Ausraster von Sebastian Odenthal. Ich habe ja nichts gegen eine ordentliche Schlägerei, aber so was?? NEIN DANKE! PFUI! Das will ich, und alle um mich herum stimmte dem zu, nicht in Neuss sehen!
Deutlich verstärkt präsentierte sich der
NEV im Duell mit dem hochkarätig besetzten EV Duisburg. Wie schon im Hinspiel
erreichten die Fuchs-Schützlinge gegen den haushohen Favoriten ein achtbares Ergebnis.
Während bei den Gästen erneut die Top-Sturmreihe brillierte, glänzte NEV-Routinier
Boris Fuchs mit einem Hattrick.
Nachdem die Neusser zuletzt in Unna und Troisdorf
nicht überzeugen konnten, zeigten sie im Duell mit dem EV Duisburg wieder ihr
wahres Gesicht. Bestärkt durch den frühen Führungstreffer von Sebastian Bongartz
versteckten sie sich gegen den mit zahlreichen (Ex-)Profis besetzten Gegner nicht
und kamen mit gefährlichen Kontern zu guten Chancen, die jedoch nicht zu weiteren
Toren genutzt werden konnten. Auch die Gäste bewiesen frühzeitig ihre Klasse und
rückten mit drei Toren innerhalb von vier Minuten die Verhältnisse gerade. Die
Füchse, die in den letzten vier Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse aktiv
waren, glänzten immer wieder mit schnellem und sicherem Kombinationsspiel, wobei
deren Paradereihe erwartungsgemäß überragte. Während der NEV das erste Drittel
noch relativ offen gestalten konnte, erhöhten die Gäste das Tempo zu Beginn des
mittleren Abschnitts noch einmal, so dass der erneut sehr gut aufgelegte Carsten
Solbach alle Hände voll zu tun hatte, nicht mehr als den vierten Gegentreffer
durch Franz-David Fritzmeier zuzulassen. Mitten in die Duisburger Drangphase hinein
platzte dann ein Distanzschuss von Boris Fuchs, der überraschend hinter EVD-Torhüter
Lüttges einschlug (33.). Auch wenn Duisburgs Finne Jäske umgehend den alten Abstand
wieder herstellte, gelang es dem NEV in der Folgezeit wieder öfter, eigene Akzente
zu setzen. Als Boris Fuchs zu Beginn des letzten Abschnitts gar auf 3:5 verkürzte,
schien kurzzeitig sogar eine Überraschung möglich. Dann aber bekamen sich Sebastian
Odenthal und Miikka Jäske in die Haare, was den Wedau-Städtern eine fünfminütige
Überzahl bescherte. Die Gelegenheit ließ sich das Duisburger “Star-Ensemble” nicht
entgehen, das vor ca. 250 mitgereisten Fans mit zwei weiteren Toren den Sieg sicher
stellte. Der Schlusspunkt blieb aber den vorbildlich kämpfenden Neussern vorbehalten,
die durch Fuchs’ dritten Treffer an diesem Abend noch einmal verkürzen konnten.
Am Ende der über die gesamte Spieldauer interessanten Partie wurden beide Mannschaften
mit Applaus in die Kabinen verabschiedet, was den Leistungen der Akteure auch
gerecht wurde. Die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen wurde mit einem akzeptablen
Ergebnis für ihre zufrieden stellende Leistung belohnt.
1. Drittel:
1:0 (0:57) Bongartz (Hellmann, Jasik); 1:1 (9:39) Kujala (Jäske, Fritzmeier);
1:2 (13:05, 4-3 ÜZ) Kujala (Liesegang, Jäske); 1:3 (13:45, 4-4) Schöbel
(Liesegang, Panek)
2. Drittel: 1:4 (23:55) Fritzmeier (Jäske, Hirsch);
2:4 (32:26) B. Fuchs; 2:5 (33:38) Jäske (Bovenschen)
3. Drittel: 3:5 (41:33)
B. Fuchs (Oltmanns, H. Schrills); 3:6 (51:34, 5-4 ÜZ) Kujala (Panek, Jäske);
3:7 (54:13, 5-4 ÜZ) Liesegang (Tegkaev, Schöbel); 4:7 (56:39) B. Fuchs
(H. Schrills, Oltmanns)
Strafen: Neuss 14 + 5 + Matchstrafe Odenthal - Duisburg
10 + 5 + Spieldauer Schafranski + 10 Bovenschen
Zuschauer: 532
Schwerer als erwartet tat sich der NEV mit dem Tabellenvorletzten aus Troisdorf.
Wie schon in Unna blieben die Neusser vieles schuldig und konnten am Ende froh
sein, immerhin zwei Zähler mit auf die Heimreise nehmen zu dürfen.
Neben
den zuletzt gesperrten Ronny Sassen und Evgenij Kozhevnikov standen NEV-Coach
Andrej Fuchs auch Sebastian Bongartz und Frederic Hellmann nach überwundenen
Verletzungen zur Verfügung, so dass sich die personelle Situation im Vergleich
zur Niederlage in Königsborn deutlich gebessert hatte. Ein Lattenschuss von
Karl Jasik (2.) ließ dann auch früh darauf hoffen, dass man die erhoffte
maximale Punkteausbeute einfahren würde. In einer nicht gerade hochklassigen,
aber unterhaltsamen Partie kamen aber spätestens mit dem Troisdorfer Führungstreffer
nach fünf Minuten erste Zweifel daran auf, dass es sich lediglich um eine
Pflichtaufgabe handeln würde. Auf Seiten der Gastgeber erinnerte wenig an
die derbe 15:1-Schlappe im Hinspiel, darüber hinaus agierte Neuss insbesondere
in der Defensive zu unorganisiert, so dass Torhüter Carsten Solbach schon
früh versuchen musste, seine Vorderleute zu konzentrierterem Vorgehen zu
animieren. Kai Oltmanns' Treffer nach 17 Minuten war jedoch nicht die Einleitung
der Wende, da Troisdorf kurz darauf eine weitere Konfusion in der Neusser Hintermannschaft
mit dem 2:1 bestrafte. Im zweiten Drittel schienen die Neusser den Kampf annehmen
zu wollen und übernahmen gegen sich "einigelnde" Gastgeber die
Initiative. Trotz allen Engagements fehlte es allerdings an Kreativität und
Durchschlagskraft, so dass spätestens beim überzeugenden EHC-Torhüter
Kühlem Endstation war. Selbst eine siebenminütige Überzahl in der
zweiten Drittelhälfte verstrich ohne Erfolg, nachdem Sven Ernst als Folge
eines Bandenchecks mit dem Verdacht einer Jochbeinverletzung ins Krankenhaus gefahren
werden musste. Erst zu Beginn des letzten Abschnitts erlöste Sebastian Bongartz
die mitgereisten Fans mit dem Ausgleichstreffer, woraufhin die "Dynamite"
ihren massiven Abwehrriegel lockerten und sich infolge dessen auf beiden Seiten
noch einige gute Gelegenheiten ergaben. Ausnutzen konnte diese jedoch keiner der
beiden Kontrahenten, so dass es nach der Schlusssirene zwangsläufig ins Penaltyschießen
ging. In diesem sicherte Carsten Solbach seinem Team mit drei Paraden den Zusatzzähler,
während einzig Evgenij Kozhevnikov seinen Versuch erfolgreich abschloss.
Dennoch sollte man die Partie schnell abhaken und sich auf die kommenden Aufgaben
konzentrieren...
1. Drittel: 1:0 (5:41) Kaltenborn (Koslowski); 1:1
(15:27) Oltmanns (B. Fuchs, Sauer); 2:1 (16:46) Koslowski (Tokarev, Kaltenborn)
2.
Drittel: Fehlanzeige
3. Drittel: 2:2 (40:38) Bongartz (Kozhevnikov); 2:3 (60:00,
GWS) Kozhevnikov
Strafen: Troisdorf 10 + 5 + Spieldauer Mels - Neuss 8
Zuschauer:
90
Oh weh, das war leider nichts! Die Ausfälle konnten in keinster Weise kompensiert werden und einige Spieler hatten, um es nett auszudrücken, nicht gerade einen guten Tag erwischt... Tja, so nah liegt Freud und Leid manchmal zusammen, nun heißt es den Mund abwischen und am kommenden Wochenende drei Punkte aus Trostlos zu entführen und eventuell den Füchsen aus Duisburg ein Pünktchen zu klauen....
Unter keinem guten Stern stand die Partie in Unna. Beim durch zahlreiche Ausfälle
und das schwere Freitagsspiel geschwächten NEV lief wenig zusammen, während die
gut aufgelegten Gastgeber die günstige Gelegenheit nutzten, die Neusser Siegesserie
zu beenden.
Dass der NEV beim Königsborner JEC vor einer sehr schweren Aufgabe
stehen würde, war nach der Partie gegen Ratingen klar. Zum einen hatte das Derby
viel Kraft gekostet, darüber hinaus wurde die Liste der Ausfälle durch drei gesperrte
Spieler ergänzt. Zwar stellten sich die angeschlagenen Lukas Hoffmann und Christian
Schlesiger in den Dienst der Mannschaft, drei Reihen konnte NEV-Trainer Andrej
Fuchs aber nur aufbieten, weil sich einige Juniorenspieler mit auf die Reise gemacht
hatten. Die Gastgeber schienen sich mit der personellen Situation des NEV vertraut
gemacht zu haben und legten los wie die Feuerwehr. Dennis Uhlig stand frühzeitig
im Mittelpunkt des Geschehens und verhinderte im ersten Abschnitt einen deutlichen
Rückstand. Zwar musste der Neusser Schlussmann zweimal hinter sich greifen, der
NEV konnte jedoch dank der Erfahrung von Boris Fuchs ausgleichen, so dass es beim
Stand von 2:2 in die Kabinen ging. Auch im zweiten Abschnitt waren die “Bulldogs”
das spielbestimmende Team, während der NEV kraft- und ideenlos wirkte und eigene
Aktionen weiterhin oft schon an Fehlern im Spielaufbau scheiterten. Nach 28 Minuten
profitierten auch die Gastgeber von der Routine ihres ältesten Akteurs, Igor Cillik,
der mit einer Direktabnahme den erneuten Führungstreffer markierte. Als Tim Linke
kurz darauf auf 4:2 erhöhte, deutete sich an, dass die sieben Spiele andauernde
Siegesserie des NEV reißen würde. Mit guten Vorsätzen in das letzte Drittel gestartet,
folgte prompt die kalte Dusche, erneut stand Cillik goldrichtig und legte den
fünften Treffer nach. Zwar bäumte sich der NEV, der nach Gilbert Schröders Disziplinarstrafe
nur noch drei etablierte Verteidiger aufbieten konnte, noch einmal auf, Pierre
Kracht beseitigte jedoch mit einem Doppelschlag die letzten Zweifel am Sieg der
Gastgeber. Andrej Fuchs erlöste daraufhin seinen Torhüter, der sich zunehmend
von der Nervosität seiner Vorderleute hatte anstecken lassen. Der für Uhlig zwischen
die Pfosten gerückte Carsten Solbach musste fünf Minuten vor dem Ende noch einen
Treffer der die Freiräume nutzenden Unnaer “schlucken”. Immerhin gelang dem mit
elf U23-Spielern angetretenen NEV in der Schlussphase noch ein wenig Ergebniskosmetik,
der sich mit den tollen Vorstellungen der letzten Wochen eine “Auszeit” verdient
hatte.
1. Drittel: 1:0 (4:42) Bitter; 1:1 (9:32, 5-4 ÜZ)
B. Fuchs (H. Schrills); 2:1 (14:28, 5-4 ÜZ) Rademacher (Bitter, Furda); 2:2
(18:07, 5-3 ÜZ) B. Fuchs (Sauer)
2. Drittel: 3:2 (28:47) Cillik (Kracht,
Czernohous); 4:2 (30:56) Linke (A. Kuchnia, Cillik)
3. Drittel: 5:2 (42:03)
Cillik (Furda); 6:2 (48:52) Kracht (Rademacher); 7:2 (50:17, 5-4 ÜZ) Kracht;
8:2 (55:03) Furda (Rademacher); 8:3 (58:25, 5-3 ÜZ) Jasik; 8:4 (58:58, 5-3
ÜZ) H. Schrills (B. Fuchs, Sauer)
Strafen: Königsborn 24 + 10 Kracht
- Neuss 12 + 10 Schröder
Zuschauer: 131
JAAAAHHH! Einfach nur geil! Danke, danke danke! Das war einfach nur TOP! Bitte mehr davon, in jeglicher Hinsicht! Wer das verpasst hat, der hat 20 Jahre Revival des Eishockeys in Neuss verpasst!!!
Der Höhenflug des NEV
hält weiter an. Mit einem beeindruckenden Derby-Sieg über die Ratinger
Ice Aliens sammelten die Neusser "Big Points" und festigten damit ihre
Position in der Spitzengruppe. In einer ruppigen Partie mit insgesamt 188 Strafminuten
setzten sich die Gastgeber mit 4:1 durch und wurden für ihre überragende
kämpferische Leistung in der Schlussphase mit stehenden Ovationen gefeiert.
Die
Partie hätte für den NEV gar nicht besser beginnen können. Gerade
einmal 41 Sekunden waren gespielt, da stocherte Evgenij Kozhevnikov die Scheibe
nach einem versuchten "Bauerntrick" von Karl Jasik über die Linie.
In der Folgezeit entwickelte sich eine schnelle und unterhaltsame Partie mit zahlreichen
Torszenen auf beiden Seiten. Frühzeitig kam es aber auch schon zu etlichen
Nickligkeiten und Provokationen auf dem Eis, die jedoch nicht bestraft wurden,
was noch im ersten Abschnitt Folgen haben sollte. Zunächst gerieten Tim Neuber
und Sebastian Odenthal aneinander, kurz darauf auch Sven Sauer und Malte Bergstermann,
was bei den jeweils Letztgenannten nach Faustschlägen zum Spielausschluss
führte. Hatten die Gäste im ersten Drittel gegen die gezielt konternden
Neusser noch ein leichtes spielerisches Übergewicht, so verlief die Partie
im mittleren Abschnitt offen - und für den NEV wieder sehr positiv. Eine
gelungene Kombination der "Fleißarbeiter" in Reihen des NEV schloss
Kevin Brings nach 24 Minuten unhaltbar zum 2:0 ab. Es schien also alles nach Plan
zu laufen für den NEV, ehe es zum nächsten Zwischenfall kam. Lukas Heise
attackierte hinterrücks den zum Wechsel fahrenden Evgenij Kozhevnikov, woraufhin
es vor der Neusser Mannschaftsbank zu weiteren, größeren Handgreiflichkeiten
kam. Schiedsrichter Györgicze schickte daraufhin insgesamt vier Spieler in
die Kabine, was zumindest den Vorteil hatte, dass sich beide Seiten anschließend
vorwiegend auf den Sport konzentrierten. Nachdem auch Holger Schrills mit einem
"halben Bauerntrick" gegen Aliens-Torhüter Jakob punkten konnte,
zeichnete sich der Ex-Neusser Lingemann kurz darauf für den Anschlusstreffer
verantwortlich. Das letzte Drittel begann mit zwei dicken Chancen für den
NEV, die ungenutzt blieben, ehe die torgefährlichste Sturmreihe mit einem
sehenswerten Angriff die Weichen auf "Sieg" stellte (Oltmanns, 46.).
Auch wenn sich die Neusser Reihen zwischenzeitlich aufgrund der Strafen und krankheits-
bzw. verletzungsbedingter Ausfälle von Lukas Hoffmann, Frederic Hellmann
und Sebastian Bongartz stark gelichtet hatten, wurde die Schlussphase, gestützt
auf einen erneut sehr stark agierenden Carsten Solbach, ohne weitere Gegentreffer
überstanden. Dank des siebten Sieges in Folge haben die Neusser nun den dritten
Tabellenplatz erklommen.
1. Drittel: 1:0 (0:41) Kozhevnikov (Jasik)
2.
Drittel: 2:0 (24:33) Brings (Hofmann, Ernst); 3:0 (36:57) H. Schrills (B. Fuchs);
3:1 (38:38, 5-4 ÜZ) Lingemann (Wagner)
3. Drittel: 4:1 (45:58) Oltmanns
(H. Schrills, B. Fuchs)
Strafen: Neuss 16 + 5 + Spieldauer Odenthal + 5 + Spieldauer
Sassen + 5 + Spieldauer Kozhevnikov - Ratingen 12 + 5 + Spieldauer Bergstermann
+ 5 + Spieldauer Heise + 5 + Spieldauer Fischbach + 10 Louven
Zuschauer: 408
Endlich
hat es geklappt! Fast zwei Jahre lang versuchte der NEV erfolglos, den Nachbarn
von der anderen Rheinseite zu besiegen - nun war es soweit. In einer spannenden,
schnellen und kampfbetonten Partie setzten sich die Neusser mit 6:3 durch und
drangen damit in die Spitzengruppe der Regionalliga ein.
Nachdem die Neusser
die letzten sechs Punktspielduelle gegen die DEG verloren hatten, war schon zu
Beginn spürbar, dass sie das Ende der Negativserie herbei führen wollten. Die
Anfangsphase gehörte klar den hochmotivierten Fuchs-Schützlingen, die durch ein
schönes Solo von Christian Schlesiger in Führung gingen. Zwar kamen die Gastgeber
nach zwei Neusser Pfostentreffern etwas besser ins Spiel, nach 13 Minuten war
es dann aber Kai Oltmanns, der ein perfekt getimetes Schrills-Zuspiel zum 0:2
verwertete. Die Hoffnungen der 150 mitgereisten Fans erhielten einen Dämpfer,
als Marvin Moch vom Bullykreis den Anschlusstreffer markierte, ehe Marco Böhm
in der ersten Minute des Mittelabschnitts der Ausgleich gelang. Den Rückschlag
steckten die NEV-Cracks jedoch gut weg und gingen nach 27 Minuten erneut in Führung,
als sich Kai Oltmanns für die Vorarbeit zum ersten Treffer revanchierte und für
Holger Schrills auflegte - 2:3. Die Gastgeber, die aufgrund der spielfreien DNL-Mannschaft
personell aus dem Vollen schöpfen konnten, verstärkten in der Folgezeit den Druck,
während Neuss mit Kontern ebenfalls gefährlich blieb. Genau zum richtigen Zeitpunkt
sorgte Ronny Sassen für ein Ausrufezeichen, der die Scheibe kurz vor der zweiten
Pause ins Düsseldorfer Gehäuse hämmerte. Die letzten 20 Minuten sollten angesichts
massiver Düsseldorfer Belagerung zu einer Abwehrschlacht werden, in der Carsten
Solbach seine Mannschaft lange Zeit vor dem 3:4 bewahrte. Vier Minuten vor dem
Ende markierte Manuel Strodel dann aber doch den Anschlusstreffer, so dass es
noch einmal richtig eng wurde. Als Sebastian Odenthal dann auch noch auf die Strafbank
geschickt wurde, musste ernsthaft um die Belohnung für den aufopferungsvollen
Kampf gebangt werden. Düsseldorf warf alles nach vorne, Sebastian Geisler bewahrte
jedoch kühlen Kopf und spielte zu Boris Fuchs, der beim folgenden Alleingang seine
ganze Routine in die Wagschale warf und Christoph Oster zur Vorentscheidung überwand.
Sebastian Bongartz beseitigte kurz darauf die letzten Zweifel und leitete damit
größere Feierlichkeiten auf dem Eis und auf den Rängen ein. Dank des sechsten
Sieges in Folge rücken die Neusser in der Tabelle gleich um zwei Plätze nach vorne
und erwarten am Freitag die punktgleichen Ratinger Ice Aliens zum nächsten Derby.
1.
Drittel: 0:1 (6:03) Schlesiger (Bongartz); 0:2 (13:33) Oltmanns (H. Schrills);
1:2 (17:39) Moch
2. Drittel: 2:2 (20:43, 5-4 ÜZ) Böhm (Moch, Maj); 2:3 (27:25,
4-4) H. Schrills (Oltmanns); 2:4 (39:18, 5-4 ÜZ) Sassen (Schröder, Bongartz)
3.
Drittel: 3:4 (55:53) Strodel (Ruser, C. Gries); 3:5 (58:08, 4-5 UZ) B. Fuchs;
3:6 (58:30, 4-5 UZ) Bongartz (Schröder, Kozhevnikov)
Strafen: Düsseldorf 16
+ 10 Woidtke - Neuss 22
Zuschauer: 457
Pflichtaufgabe
gelöst, nicht mehr und nicht weniger - so lässt sich der gestrige Arbeitssieg
des NEV in Frankfurt bilanzieren. Auch wenn die Mannschaft von Trainer Andrej
Fuchs aufgrund zahlreicher Umstellungen spielerisch nicht glänzen konnte,
sicherte sie sich trotzdem relativ souverän die eingeplanten drei Zähler.
Erwartungsgemäß
wurde NEV-Coach Andrej Fuchs beim Gastspiel in Frankfurt zu erheblichen Umstellungen
gezwungen. Mit Kai Oltmanns, Sebastian Bongartz, Sebastian Odenthal (berufliche
Gründe), Sven Ernst (Sperre) und Frederic Hellmann (verletzt) mussten fünf
Akteure ersetzt werden, so dass keine eingespielte Formation aufgeboten werden
konnte. Glücklicherweise konnte Karl Jasik kurzfristig doch noch mitreisen,
so dass auch dank der Junioren Caroppo, Leuffen und Fuchs drei Reihen ins Rennen
geschickt wurden. Obwohl es logischerweise an der Feinabstimmung haperte, bestimmten
die Neusser gegen den Stammverein des Frankfurter DEL-Teams von Anfang an das
Geschehen und hätten eigentlich nach dem ersten Abschnitt schon deutlich
führen müssen. Lions-Torhüter Paton und einige Schwächen im
Abschluss sorgten jedoch dafür, dass es nach 20 Minuten torlos in die Kabinen
ging. Im zweiten Abschnitt platzte dann jedoch der Knoten, mit jeweils einem Unter-
und Überzahltreffer wurde die überfällige Führung heraus geschossen,
die aber kurioserweise zur Folge hatte, dass die Gastgeber nun besser ins Spiel
kamen. Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken vernachlässigten die NEV-Cracks
nun ihre defensiven Aufgaben, so dass Frankfurt innerhalb kürzester Zeit
zu mehreren gefährlichen Kontern kam, bei denen sich Carsten Solbach jedoch
als sicherer Rückhalt präsentierte. Nachdem der Neusser Torhüter
in der 39. Minute einen Penalty entschärfen konnte, schien zu Beginn des
letzten Abschnitts alles nach Plan zu laufen, als der im Sturm eingesetzte Ronny
Sassen auf 3:0 erhöhte. Eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Alexander
Fuchs (Bandencheck) und die damit verbundene fünfminütige Überzahl
brachte die Hessen jedoch noch einmal ins Spiel zurück, zumal kurz darauf
auch Fuchs' Onkel Boris auf die Strafbank geschickt wurde. Frankfurt nutzte die
sich bietende Gelegenheit zum Anschlusstreffer, den die Neusser eine Minute später
aber mit einem schönen Unterzahltor durch Karl Jasik vorentscheidend konterten.
Auch wenn die Gastgeber noch einmal verkürzen konnten, geriet der Neusser
Sieg in der Schlussphase nicht mehr in Gefahr. Nun gilt die Konzentration dem
folgenden Derby in Düsseldorf, für das deutlich bessere personelle Voraussetzungen
erwartet werden dürfen.
1. Drittel: Fehlanzeige
2.
Drittel: 0:1 (23:33, 4-5 UZ) Jasik (Schröder, Kozhevnikov); 0:2 (31:20, 5-4
ÜZ) Schlesiger (Sauer, Brings)
3. Drittel: 0:3 (42:35) Sassen (Kozhevnikov,
Al. Fuchs); 1:3 (48:25, 5-3 ÜZ) Gabler (Mar. Oertel, Pöpel); 1:4 (49:48,
4-5 UZ) Jasik (Solbach); 2:4 (51:02, 5-4 ÜZ) Mar. Oertel (Schwarzer, Peters)
Strafen:
Frankfurt 10 - Neuss 14 + 5 + Spieldauer Alexander Fuchs + 10 Jasik
Zuschauer:
134
Mit einem
überraschenden Auswärtssieg schafft der NEV den Anschluss an die Spitzengruppe.
Bei Lippe Hockey Hamm, das im bisherigen Saisonverlauf erst ein Spiel verloren
hatte, sicherten sich die Neusser im Penaltyschießen den ersten Erfolg über eines
der Spitzenteams.
Obwohl die vor der Saison erheblich verstärkten Gastgeber
als Favorit in die Partie gingen, versteckte sich der NEV beim Tabellenzweiten
nicht. Der vermeintliche Führungstreffer durch Karl Jasik, dem wegen Torraumabseits
die Anerkennung verwehrt wurde, hätte durchaus den Spielanteilen entsprochen (10.).
Auch der Rückschlag durch den Treffer zum 1:0 (Pietzko, 15.) wurde gut verkraftet,
Hamms Torhüter Kornewald präsentierte sich jedoch in sehr guter Verfassung und
verhinderte mehrfach den möglichen Ausgleich. Zu Beginn des zweiten Abschnitts
platzte dann aber endlich der Knoten, innerhalb von 69 Sekunden drehten Lukas
Hoffmann und Karl Jasik die Partie. Um so ärgerlicher, dass man kurz darauf in
Überzahl die Scheibe verlor und Hamms Johannhardt dies eiskalt ausnutzte (27.).
Neuss verlor plötzlich völlig den Faden und die Gastgeber zeigten, warum sie in
dieser Saison zu den absoluten Spitzenteams zählen. Mirko Reinke und Jiri Svejda
sorgten in der Druckphase der Young Stars für die erneute Wende der Begegnung.
Um sein Team wachzurütteln, reagierte Andrej Fuchs mit einem Torhüterwechsel und
beorderte Dennis Uhlig zwischen die Pfosten. Eine Maßnahme, die ihre Wirkung nicht
verfehlen sollte, denn seine Schützlinge fanden in der Folgezeit mehr und mehr
ins Spiel zurück und wurden in Person von Holger Schrills mit dem wichtigen Unterzahltreffer
zum 4:3 belohnt (40.). Auch im letzten Abschnitt der kampfbetonten Begegnung schenkten
sich beide Teams nichts. Der NEV drängte auf den Ausgleich, schien sich aber am
massiven Abwehr-Bollwerk die Zähne auszubeißen. Fünf Minuten vor der Schlusssirene
belohnte Sebastian Bongartz aber dann doch noch die Neusser Bemühungen mit dem
4:4, das eine verdiente Punkteteilung zum Ende der regulären Spielzeit zur Folge
hatte. So ging es für beide Mannschaften zum ersten Mal ins Penaltyschießen, und
auch dort sollten die Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Sehenswerte Soli, aber
auch starke Torhüteraktionen sorgten dafür, dass die Entscheidung erst nach dem
zwölften Schützen fiel. Nachdem Evgenij Kozhevnikov souverän verwandelt hatte,
traf Milan Vanek anschließend nur den Pfosten, so dass Neuss den Zusatzzähler
für sich verbuchte. Ein wichtiger Sieg, der zeigte, dass man gegen die Top-Teams
nicht nur mithalten, sondern auch punkten kann.
1. Drittel: 1:0 (14:23)
Pietzko (Plate)
2. Drittel: 1:1 (23:35) Hoffmann (H. Schrills, B. Fuchs) 1:2
(24:44) Jasik (Bongartz) 2:2 (26:17, 4-5 UZ) Johannhardt (Vanek) 3:2 (28:58, 5-4
ÜZ) Reinke (Jablonski, Svejda) 4:2 (31:33) Svejda (Reinke, Vanek) 4:3 (39:58,
4-5 UZ) H. Schrills
3. Drittel: 4:4 (54:48) Bongartz (Hoffmann, Kozhevnikov)
Penaltyschießen:
4:5 Kozhevnikov
Strafen: Hamm 24 + 5 + Spieldauer Feske + 10 Vanek + 10 Svejda
- Neuss 18 + 5 + Spieldauer Ernst + 10 Oltmanns
Zuschauer: 250
Ein Sieg hat man ja erhofft und vielleicht gar erwartet, aber daß dieser
so hoch und souverän zustande kommt, das war dann schon eher überraschend!
Gegen viele ehemalige Neusser Spieler, und seien wir ehrlich, kaum einer trauert
ihnen (allen) hinterher, war es leichter als erwartet. In der achten Spielminute
konnte Karl Jasik in Überzahl einen Konter mustergültig abschließen
und so die Weichen auf Sieg stellen. Es dauerte allerdings bis zur 14. Minute,
erst da konnten die Mannen um Trainer Andrej Fuchs nachlegen. Eine tolle Kombination
zwischen Schlesiger und Hatterscheid konnte letzterer problemlos einschieben!
Nur eine Minute später dann das 3:0 in Überzahl, Kai Oltmanns sah den
vortrefflich freigelaufenen Sven Sauer, der keine Mühe hatte den Puck in
die Maschen zu schießen. Ein weiterer Doppelschlag in der 18. und 19. Minuten
brachte den NEV endgültig auf die Siegerstraße. Zuerst bediente Sebastian
Bongartz Sven Ernst, und kurz darauf das wohl frechste Tor seit langem. Kai Oltmanns
steht mit dem Rücken 2-3 Meter vorm Tor und bringt die Scheibe einfach mal
mit der Rückhand Richtung Gehäuse. Felkel im Kasten der Gäste rechnet
natürlich nicht mit so einer dreisten Aktion und sieht bei diesem Gegentreffer
mehr als nur alt aus... So ging es mit einem 5:0 in die Drittelpause. Danach nahm
Felkel auf der Bank Platz und der Ex-Neusser Marco Ohmann nahm seine Position
zwischen den Pfosten ein.
Dieser machte es auf jeden Fall eine Ecke besser
und verhinderte mit seinen Paraden in den folgenden 20 Minuten ein Debakel für
die Realstars. Zwar wurde es am Ende zweistellig, aber es hätte auch noch
viel viel höher ausgehen können... Doch der Reihe nach: Es brauchte
bis zur 28. Spielminute ehe es Boris Fuchs schaffte den Puck mit einem Schlenzer
in den Winkel zu bugsieren, ein (weiteres) Sahne-Tor an diesem Abend. Drei Zeigerumdrehungen
später war es erneut Holger Schrills, der das Ergebnis auf 7:0 (31.) hochschraubte.
Zwar ging diesem Treffer ein klares Foulspiel eines Neusser Spielers voran, doch
der nicht wirklich überzeugende Schiedsrichter Lindlar ließ einfach
weiterspielen...
Im Schlußabschnitt machte Carsten Solbach für Dennis
Uhlig Platz. Dieser dürfte sich bei Ronny Sassen bedanken, der bei einem
Wechsel gleich dreimal nach vorne stürmte und jedes Mal beim Konter hinten
fehlte. beim dritten Mal wurde dies zum 1:7 ausgenutzt. Doch drei Tore in zwei
Minuten machten diese Unachtsamkeit schnell vergessen, Christian Schlesiger (48.
Ü) und Sebastian Bongartz, nach einer klaren Abseitsstellung eines Neusser
Spielers, brachten eine 9:1-Führung. Sicherlich hätte der Linesman das
letzte Tor mit einem Pfiff verhindern müssen, aber warum mußten gleich
fünf Bergisch-Gladbacher Spieler (inkl. Torwart Ohmann) aufhören zu
spielen? So etwas bekommt man doch schon als Bambini eingetrichtert; erst aufhören
zu spielen, wenn ein Schiedsrichter abpfeift... Wenig später der bereits
angekündigte dritte Treffer, einen schönen Pass von Boris Fuchs verwandelte
Holger Schrills zum 10:1! Den Schlußpunkt setzte Karl Jasik mit einem weiteren
erfolgreichen Alleingang. Ein klares Ergebnis, wenn auch ein wenig zu niedrig,
wenn man die vielen vergebenen Chancen und die guten Paraden von Marco Ohmann
betrachtet! Danke, das war mal wieder klasse! Nun heißt es am Sonntag in
Hamm zu Punkten, um diesen Sieg zu vergolden :-)
1. Drittel: 1:0
(7:01, 5-4 ÜZ) Jasik (Hellmann); 2:0 (13:51) Hatterscheid (Schlesiger); 3:0
(15:29, 5-4 ÜZ) Sauer (Oltmanns, B. Fuchs); 4:0 (17:59) Ernst (Bongartz,
Schlesiger); 5:0 (18:45) Oltmanns (H. Schrills, B. Fuchs)
2. Drittel: 6:0 (27:08,
5-4 ÜZ) B. Fuchs (H. Schrills, Sauer); 7:0 (30:01) H. Schrills (Oltmanns,
Sauer)
3. Drittel: 7:1 (42:01) Zeh; 8:1 (47:28, 5-4 ÜZ) Schlesiger; 9:1
(47:44, 5-4 ÜZ) Bongartz; 10:1 (49:34) H. Schrills (B. Fuchs); 11:1 (53:27)
Jasik (Sauer, Oltmanns)
Strafen: Neuss 14 + 10 Sassen - Bergisch Gladbach 22
+ 10 Dunlop
Zuschauer: 179
Das war sicherlich kein Eishockey Hochgenuss, aber man konnte recht souverän die Punkte aus Dinkslaken mitnehmen und so den sechsten Tabellenplatz festigen. Zwar mußte man bis zum Beginn des letzten Drittel befürchten, daß die Gastgeber vielleicht doch noch ins Spiel finden würden, schließlich haben sie die DEG mit 6:4 geschlagen, aber nach den Toren von Evgenij Kozhevnikov und Holger Schrills (in Unterzahl) war diese Gefahr dann aber gebannt. Holger legte noch einen weiteren Treffer nach und nun mußte nur noch die Null gehalten werden. Dennis Uhlig mußte dafür ein paar Mal all sein Können in die Waagschale werfen und hat sich so seinen Shut-Out redlich verdient. Klasse Jungs!
Der NEV blickt auf ein
Wochenende mit maximaler Punkteausbeute und ohne Gegentor zurück. Wie bereits
am Freitag fuhren die Fuchs-Schützlinge auch in Dinslaken einen sicheren Sieg
ein.
Ähnlich wie zwei Tage zuvor der EHC Neuwied bevorzugten zu Beginn der
Partie auch die Dinslakener Kobras eine eher defensive Grundeinstellung, so dass
es erneut am NEV lag, das Spielgeschehen zu diktieren. Die Fuchs-Schützlinge nahmen
ihre Rolle an, bissen sich aber zunächst an der massiven Deckung um den gut aufgelegten
Torhüter Dennis Rudolph die Zähne aus. So dauerte es bis zur 16. Spielminute,
ehe Sebastian Bongartz einen schnellen Angriff mit einem Schuss in die lange Ecke
erfolgreich abschloss. Auch im zweiten Abschnitt waren die Neusser das aktivere
Team, obwohl die Partie auf eher mäßigem Niveau dahin plätscherte. Nachdem der
Pfosten einem Ausbau der Führung im Wege stand (Schröder, 31.), konnte Sven Ernst
kurz darauf doch noch den erleichternden zweiten Treffer markieren. Zwar hatten
die Gastgeber zwischenzeitlich auch ihre offensiven Bemühungen verstärkt, spätestens
beim sicheren Dennis Uhlig im NEV-Gehäuse war jedoch Endstation. So gingen die
Neusser mit einem komfortablen Vorsprung in die zweite Pause. Nach Wiederaufnahme
des Spiels erstickte Evgenij Kozhevnikov die Hoffnungen der Kobras auf eine Aufholjagd
im Keim, als er bei einem Gegenzug den gegnerischen Torhüter souverän ausspielte
und zum 0:3 einschob (42.). Schien die Partie damit bereits entschieden, so beseitigte
Holger Schrills zwei Minuten später und auf kuriose Weise die letzten Zweifel
am Neusser Sieg. Bei einem Unterzahlkonter überraschte er Dennis Rudolph, den
er an der Bande stehend anschoss und von dem die Scheibe daraufhin ins Tor abprallte.
Der Torjäger sollte sich auch für den Endstand verantwortlich zeichnen, als er
nach einem Fuchs-Zuspiel den Puck mühelos ins halbleere Gehäuse versenkte (56.).
Spannender wurde es auf der Gegenseite, wo sich für Dennis Uhlig die Frage stellte:
Shut-out oder nicht? Nachdem der 19-Jährige zuvor zwei gute Möglichkeiten von
Pierre Klein gekonnt entschärfte, sicherte er sich eine halbe Minute vor der Schlusssirene
mit einer letzten Parade gegen Kobras-Routinier Jan-Anton Baron die weiße Weste.
Die Vorlage zum dritten Treffer rundete den gelungenen Abend für den Neusser Schlussmann
ab, der nach der Partie von den mitgereisten Fans ebenso gefeiert wurde, wie Geburtstagskind
Karl Jasik, dem ein Geschenk in Form eines Torerfolgs diesmal jedoch verwehrt
blieb.
1. Drittel: 0:1 (15:56) Bongartz (Hoffmann, Ernst)
2.
Drittel: 0:2 (34:32) Ernst (Bongartz)
3. Drittel: 0:3 (41:37) Kozhevnikov (Sassen);
0:4 (43:55,4-5 UZ) H. Schrills (Uhlig); 0:5 (55:35) H. Schrills (B. Fuchs)
Strafen:
Dinslaken 10 - Neuss 10 + 10 Bongartz
Zuschauer: 150
Dank eines
souveränen Sieges über den EHC Neuwied klettert der NEV auf den fünften
Tabellenplatz der Regionalliga NRW. Gegen den Aufsteiger zeigten die Neusser eine
konzentrierte Leistung und hatten die Begegnung jederzeit im Griff.
Obwohl
NEV-Trainer Andrej Fuchs auf die beruflich verhinderten Daniel Pering, Sebastian
Bongartz und Sebastian Odenthal verzichten musste, agierte sein Team gegen den
Aufsteiger von Anfang an spielbestimmend. Frühzeitig erarbeitete man sich
mit schnellen Kombinationen gute Chancen, doch der starke Neuwieder Torhüter
Siekmann hielt seinen Kasten lange Zeit sauber. Dennoch schien es nur eine Frage
der Zeit, bis das Abwehrbollwerk der Gäste geknackt würde, zumal der
Schlussmann bei Pfostenschüssen von Daniel Hatterscheid und Sven Sauer mit
dem Glück im Bunde war. So lag es erneut am Neusser "Torschützen
vom Dienst", Holger Schrills, den Bann zu brechen, was diesem nach knapp
16 Minuten nach guter Vorarbeit von Kai Oltmanns gelang. Als Kevin Brings nur
eine Zeigerumdrehung später einen Abpraller zum 2:0 verwertete, war der standesgemäße
und dem Spielverlauf entsprechende Vorsprung perfekt. Auch im zweiten Abschnitt
dominierten die Gastgeber, die durch Karl Jasik auf 3:0 erhöhten (24.). Der
Stürmer hatte nach einem Sauer-Schuss den Puck unhaltbar für den Neuwieder
Torsteher abgefälscht. Obwohl die Neusser anschließend nicht mehr ganz
so zielstrebig agierten, hatten sie die "Bären" mit einer konzentrierten
Defensivleistung gut unter Kontrolle und ließen nur selten gefährliche
Situationen zu. Als der schön frei gespielte Boris Fuchs die Scheibe nach
37 Minuten in den Winkel wuchtete, war schon relativ klar, dass die Quirinusstädter
das unter dem Strich beidseitig sehr fair geführte Spiel nicht mehr aus der
Hand geben würden. Nachdem im letzten Abschnitt auch Frederic Hellmann die
Beschaffenheit des Neuwieder Torgestänges prüfte, legte der zuvor im
Abschluss glücklose Daniel Hatterscheid sein Schusspech ab und erhöhte
auf 5:0 (48.). Für den Endstand zeichnete sich dann erneut Karl Jasik verantwortlich,
der aus kurzer Distanz seinen zweiten Treffer an diesem Abend markierte. Grund
zum Feiern hatte aber nicht nur der Doppeltorschütze, sondern auch Torhüter
Carsten Solbach, der seinen ersten Shut-out der Saison einfuhr. Zwar wurde der
Neusser Schlussmann gegen die defensiv eingestellten Gäste relativ wenig
gefordert, wenn dies aber der Fall war, machte er deren Chancen souverän
zunichte.
1. Drittel: 1:0 (15:49, 5-4 ÜZ) H. Schrills (Oltmanns);
2:0 (16:56) Brings (Hofmann, Schlesiger)
2. Drittel: 3:0 (23:41) Jasik (Sauer,
Oltmanns); 4:0 (36:49) B. Fuchs (Sauer, Oltmanns)
3. Drittel: 5:0 (47:50, 5-4
ÜZ) Hatterscheid (Sassen, Jasik); 6:0 (54:07) Jasik (Sassen, Kozhevnikov)
Strafen:
Neuss 8 - Neuwied 10
Zuschauer: 218
Klasse Leistung gegen eine starke Truppe aus Duisburg. Gut gekämpft, ein Bisschen Glück und einen stark haltenden Dennis Uhlig. Da haben wir uns richtig gut verkauft und gut aus der Affaire gezogen, mehr war da allerdings nicht drin. Holger hat da weiter gemacht, wo er am Freitag aufgehört hat und beide Neusser Treffer erzielt. Das zweite gar in Unterzahl, ein Konter genial in den Winkel gezimmert! Wow! Das macht Freude und nun heißt es am Freitag die Leistung zu bestätigen und gegen Neuwied Punkte einfahren...
Zogen sich
die Neusser bereits gegen die Moskitos Essen achtbar aus der Affäre, so erreichten
die Schützlinge von Trainer Andrej Fuchs auch gegen den zweiten Liga-Favoriten
ein akzeptables Ergebnis. Während Holger Schrills erneut doppelt traf, zeichnete
sich auf Seiten des EV Duisburg vor allem dessen Paradereihe für den 4:2-Sieg
verantwortlich.
Obwohl Carsten Solbach wieder mit an Bord war, vertraute Trainer
Andrej Fuchs gegen das letztjährige DEL-Team erneut auf Dennis Uhlig, da erstgenannter
in dieser Woche nicht trainieren konnte. Erwartungsgemäß stand der Neusser Torhüter
frühzeitig im Mittelpunkt, da die Gastgeber druckvoll begannen, sich an den konzentriert
verteidigenden NEV-Cracks anfänglich jedoch die Zähne ausbissen. Die Quirinusstädter
setzten auf Konter und wurden nach einem Lattentreffer von Evgenij Kozhevnikov
(1.) in der siebten Minute durch den Führungstreffer belohnt, den Holger Schrills
bei einem Zwei-auf-eins-Gegenzug erzielte. Lange konnten sich die Neusser jedoch
nicht darüber freuen, denn nur zwei Zeigerumdrehungen später rutschte Dennis Uhlig
ein Distanzschuss von Udo Schafranski durch die Schoner. Ärgerlich, dass die Neusser
kurz vor dem Drittelende in der Vorwärtsbewegung den Puck verloren, was Duisburgs
erste Sturmformation sieben Sekunden vor der Pausensirene mit dem 2:1 bestrafte.
Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie zunächst etwas, ehe die Duisburger
Paradereihe, die ohne ein Mitwirken des EVD wohl kaum in der Regionalliga auflaufen
würde, zwei weitere Ausrufezeichen setzte. Der Finne Miika Jäske setzte nach einem
gewonnenen Bully einen Abpraller in die Maschen (33.), ehe sein eingebürgerter
Landsmann Kujala eine sehenswerte Überzahl-Kombination erfolgreich abschloss (39.).
Den Schlusspunkt des zweiten Drittels setzte jedoch Holger Schrills, der seine
derzeitige Top-Form bei einem Unterzahlkonter unter Beweis stellte, den der 23-Jährige
mit einem Schuss unter die Latte zum 4:2 verwertete. Zu Beginn des Schlussabschnitts
wog das Spiel zunächst hin und her, beide Seiten konnten ihre Möglichkeiten aber
nicht in weitere Tore ummünzen. Die weiterhin aufopferungsvoll kämpfenden Neusser
verließ jedoch so langsam die Kraft, so dass deren Schlussoffensive ausblieb.
Statt dessen verhinderte der unter dem Strich sehr stark haltende Dennis Uhlig
mit mehreren Glanzparaden eine höhere Niederlage, für die sich der NEV nicht schämen
muss. Gegen das “Star-Ensemble” der Füchse war man zwar letztendlich erwartungsgemäß
ohne Siegchance, zeigte aber erneut eine zufrieden stellende Leistung. Die Punkte
müssen gegen andere Gegner geholt werden.
1. Drittel: 0:1 (6:49)
H. Schrills 1:1; (8:32) Schafranski (Gerike, Breitkreuz); 2:1 (19:53) Fritzmeier
(Kujala, Jäske)
2. Drittel: 3:1 (32:41) Jäske (Hrstka, Fritzmeier) 4:1 (38:15,
4-4) Kujala (Jäske, Fritzmeier) 4:2 (39:39, 4-5 UZ) H. Schrills (Oltmanns)
3.
Drittel: Fehlanzeige
Strafen: Duisburg 8 - Neuss 12
Zuschauer: 1.400 (lach,
das waren eher 1.900-2.000)
Was für
ein geiles Spiel! Ein Holger Schrills der den Gegner mit siebten Treffern fast
im Alleingang abgeschossen hat. Nein, die ganze Mannschaft hat ein tolles Spiel
gemacht und den Gegner meist schon in der neutralen Zone gestoppt! Dann ein Tor
schöner als das andere, wer das verpasst hat sollte sich mal gepflegt in
den Hintern beißen!!
Bereits nach 57 Sekunden klingelte es im Kasten
von Tim Kühlem. Holger zum Ersten... Der zweite Streich ließ nicht
lange auf sich warten, nach 5 Minuten das 2:0 unserer Nummer 71. Eine Minute später
durfte Neuzugang Sebastian Odenthal, als Stürmer eingesetzt, seinen ersten
Treffer für seine neue Mannschaft bejubeln, ihm gelang in Überzahl das
frühe 3:0. Keine zwei Zeigerumdrehungen später war es erneut Holger
Schrills (4:0 Überzahl), der den Gegner früh zur Verzweifelung trieb!
Das war zuviel für Kühlem, der seinen Kasten zugunsten von Nils Isselhorst
räumte. Der zeigte im Laufe der Partie eine bessere Leistung als sein Vorgänger,
war aber oft einfach chancenlos. So ging das Torschießen munter weiter,
Boris Fuchs und erneut Holger Schrills trafen für Neuss, während Dennis
Uhlig auch einmal hinter sich greifen mußte. Er vertrat den verhinderten
Carsten Solbach prächtig und konnte ein paar richtig gefährliche Schüsse
entschärfen, auch wenn es im Großen und Ganzen recht ruhig vor seinem
Kasten war.
Im zweiten Spielabschnitt wieder nur der NEV! Einen genialen Pass
von Fuchs schloß Kai Oltmanns mustergültig ab (23.), ehe Holger in
der 27. in Überzahl die Führung auf 8:1ausbaute. Sassen sorgte in Überzahl
für den neunten Treffer (33.) ehe ein Doppelschlag in der 35. Minute (Holger
und Sebastian Bongartz) es zweistellig werden ließ.
Im Schlußdrittel
traf zunächst Daniel Pering (43.), ehe erneut Kai Oltmanns (45.) eine schöne
Kombination zum 13:1 abschloss. Jetzt wurden die Gäste noch einmal wach,
allerdings fielen sie zunehmend durch eine unsaubere Spielweise auf denn durch
Eishockey... Aber die Neusser ließen sich das nicht gefallen und so kamen
auch die Gäste zu einigen Überzahlspielen, Diese nutzten die Neusser
zu zwei Unterzahltreffern in Folge!! Erst war es Karl Jasik, der einen tollen
Alleingang klasse abschloß, ehe es dem Spieler des Abends vergönnt
war den Schlußpunkt zu setzen. Mit einem genialen Treffer unter die Latte,
seinem neuten Scorerpunkt an diesem Abend, besiegelte er den 15:1-Sieg gegen eine
völlig überforderte Mannschaft aus Triosdorf. Mit dieser Torflut hätte
sicher keiner gerechnet, aber in der Endabrechnung spiegelt das Ergebnis den Spielverlauf
wider!
Hut ab! Klasse, das hat richtig Spaß gemacht!!! Danke Jungs!
1. Drittel: 1:0 (0:57) H. Schrills (Sauer,
B. Fuchs); 2:0 (4:57) H. Schrills (Oltmanns, B. Fuchs); 3:0 (5:49, 5-4 ÜZ)
Odenthal (Hoffmann, Hatterscheid); 4:0 (7:27, 5-4 ÜZ) H. Schrills (B. Fuchs,
Sauer); 5:0 (11:39) B. Fuchs (Oltmanns, H. Schrills); 5:1 (14:30) Warda (Czaika,
K. Kühlem); 6:1 (19:39) H. Schrills (Oltmanns, Pering)
2. Drittel: 7:1
(22:04, 5-4 ÜZ) Oltmanns (H. Schrills, B. Fuchs); 8:1 (26:41, 5-4 ÜZ)
H. Schrills (Hatterscheid, Pering); 9:1 (32:49, 5-4 ÜZ) Sassen (Jasik, Kozhevnikov);
10:1 (34:00) H. Schrills (Sauer); 11:1 (34:47) Bongartz (Hatterscheid, Odenthal)
3.
Drittel: 12:1 (42:21, 5-4 ÜZ) Pering (B. Fuchs); 13:1 (44:17, 5-4 ÜZ)
Oltmanns (Jasik, Sassen); 14:1 (47:26, 4-5 UZ) Jasik; 15:1 (53:54, 4-5 UZ) H.
Schrills (B. Fuchs)
Strafen: Neuss 12 + 10 Brings - Troisdorf 22
Zuschauer:
180
Aua aua aua... Man war das übelst! Drei Punkte! Das war dann auch schon fast das ganze Positive an diesem Eishockey-Abend... Das erste Tor von Holger war absolut sehenswert, aber ansonsten war das nicht viel... Weder von unserer Seite noch von den Gästen. Und der Schiedsrichter... Nee, da fehlen mir die Superlativen so unterirdisch war das wieder einmal.
Mit einem Arbeitssieg über den Königsborner JEC verbuchte der NEV die ersten Punkte der noch jungen Regionalliga-Saison. Gegen die kampfstarken Gäste bestimmten die Neusser zwar über weite Strecken das Spiel, verpassten aber durch eine zu hohe Fehlerquote und schwache Chancenverwertung eine frühere Entscheidung.
Dank der Verstärkung aus dem Juniorenkader standen Trainer Andrej Fuchs gegen die Gäste aus Unna vier komplette Reihen zur Verfügung, von denen allerdings nur drei eingesetzt wurden. Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte Partie mit zahlreichen Checks und Strafzeiten, so dass sich beide Teams abwechselnd in Über- und Unterzahlsituationen versuchen durften. Der NEV machte dabei den besseren Eindruck und ging nach einem abgeblockten Pering-Schuss, den Holger Schrills im Fallen verwertete, mit 1:0 in Führung. Nur zwei Minuten später war der Torjäger erneut zur Stelle, als er nach einer sehenswerten Unterzahl-Kombination mit Karl Jasik die Scheibe nur noch über die Linie drücken musste (17.). Es lief also alles plangemäß für den NEV, der auch im zweiten Abschnitt das bessere Team war, beim Abschluss aber nicht entschlossen genug agierte. Effektiver spielten die Gäste, die von der steigenden Neusser Fehlerquote profitierten und nach 28 Minuten durch Nikolas Bitter den Anschlusstreffer markierten. Zwar überraschte Evgenij Kozhevnikov Unnas ansonsten guten Torhüter Kuchnia mit einem Flachschuss zum 3:1, die Bulldogs gaben durch einen trockenen Schuss aus der Halbdistanz jedoch die prompte Antwort (32.). Während der NEV nach einem Stocktreffer ins Gesicht auf Karl Jasik verzichten musste, verflachte die Begegnung in der Folgezeit. Zwar ließen die Neusser ihren Gegner nur selten zu gefährlichen Aktionen kommen, auf der anderen Seite fehlte bei den eigenen Versuchen die Durchschlagskraft. Auch wenn man nicht das Gefühl hatte, das Spiel könnte kippen, sorgte der hauchdünne Vorsprung wiederum auch nicht dafür, dass Ordnung in die Spielzüge der NEV-Cracks kam. Im letzten Drittel versuchten sich diese erfolglos an der Vorentscheidung, wobei sich Jasiks Rückkehr zehn Minuten vor dem Ende belebend auf das verkrampft wirkende Offensivspiel auswirkte. Als Christian Schlesiger in der 56. Minute auf die Strafbank geschickt wurde, musste man kurzzeitig noch einmal um den Erfolg bangen, eine Mischung aus gutem Penalty-killing der Neusser und mangelnder Kreativität der Gäste sorgte jedoch dafür, dass die Gelegenheit zum Ausgleich ungenutzt verstrich. So blieb es beim knappen, aber verdienten Sieg des NEV, der damit die wichtigen ersten Punkte auf der Habenseite verbuchte.
1. Drittel: 1:0 (14:38, 5-4 ÜZ) H. Schrills (Pering,
B. Fuchs); 2:0 (16:29, 4-5 UZ) H. Schrills (Jasik)
2. Drittel: 2:1 (28:41)
Bitter (Kracht, Czernohous); 3:1 (30:20) Kozhevnikov (Brings); 3:2 (31:07) A.
Kuchnia (Rangen)
Strafen: Neuss 18 - Königsborn 18
Zuschauer: 185
Auch bei der Auswärtspremiere zeigte der NEV eine zufrieden stellende Vorstellung. Gegen die Ratinger Ice Aliens befanden sich die Fuchs-Schützlinge Mitte des zweiten Drittels auf Punktekurs, agierten dann aber defensiv zu nachlässig. Die gezeigte Leistung stimmt dennoch zuversichtlich, nach Beseitigung des Trainingsrückstands die zum Ziel gesetzten Tabellenregionen anpeilen zu können. Beim Derby musste der NEV gleich auf vier Spieler verzichten. Während Holger Schrills aus beruflichen Gründen fehlte, mussten Daniel Pering und Niklas Hofmann krankheitsbedingt passen. Darüber hinaus hatte sich Andi Schrills im Training eine Verletzung des Innenbands zugezogen, die einen längerfristigen Ausfall befürchten lässt. Dennoch konnte Andrej Fuchs drei komplette Reihen und mit seinem Sohn Alexander einen zehnten Stürmer aufbieten. Gegen die Ratinger entwickelte sich von Anfang an ein schnelles und unterhaltsames Spiel ohne viele Unterbrechungen. Die Gastgeber erarbeiteten sich leichte spielerische Vorteile und hatten auch ein Chancen-Plus, der NEV konterte jedoch gefährlich. Es sah dennoch nach einem torlosen Auftaktdrittel aus, als Kai Oltmanns sechs Sekunden vor der Pausensirene in Unterzahl die Scheibe eroberte und einen Bilderbuch-Konter einleitete, den Sebastian Bongartz in der Schlusssekunde mit einem wuchtigen Distanzschuss erfolgreich abschloss. Es sollte noch besser kommen, als Sven Ernst nach Wiederaufnahme des Spiels einfach mal kurz hinter der blauen Linie abzog und die Scheibe im Ratinger Gehäuse landete. Zwar verkürzte Benjamin Hanke umgehend auf 1:2, Kevin Brings stellte nach einem Bongartz-Alleingang jedoch mit einem verwerteten Abpraller den alten Abstand wieder her (27.). Anstatt mit dem beruhigenden Vorsprung im Rücken das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, machten die Neusser in der Folgezeit den Fehler, den offenen Schlagabtausch fortzusetzen. Davon profitierten nun die Gastgeber, die innerhalb von zweieinhalb Minuten zum Ausgleich kamen und den daraus resultierenden Rückenwind zur erstmaligen Führung nutzten (Neuber, 37.). Beim Stand von 4:3 ging es erneut in die Kabinen, ehe beide Mannschaften im letzten Abschnitt defensiv wieder geordneter agierten. Das Spiel wog hin und her und sollte in der 52. Minute zugunsten der Außerirdischen entschieden werden. Nachdem er zuvor recht ausgeglichen gepfiffen hatte, schickte Schiedsrichter Schummers innerhalb von 29 Sekunden zwei Neusser mit zumindest zweifelhaften Strafen vom Eis, was die Gastgeber clever ausnutzten. Auch wenn der glückliche Sieg der Ratinger aufgrund der größeren Spielanteile in Ordnung ging, wusste die Neusser Mannschaft erneut zu überzeugen.
1. Drittel: 0:1 (19:59, 4-5
UZ) Bongartz (Sauer)
2. Drittel: 0:2 (23:05) Ernst (Hellmann, Kozhevnikov);
1:2 (25:32) Hanke (Bergstermann, Görge); 1:3 (26:36) Brings (Bongartz); 2:3
(26:56) Fischbach (Neuber); 3:3 (29:19) Haßelberg (Musga, Schmitz); 4:3
(36:58) Neuber (Fischbach)
3. Drittel: 5:3 (52:43, 5-3 ÜZ) Fischbach (Büermann,
Neuber)
Strafen: Ratingen 10 - Neuss 16 + 10 Bongartz
Zuschauer: 683
Also ich denke mit Rob Campbell und vor allem Hinten mit einem starken Joe Cappelano wäre mindestens ein Punkt sicher gewesen... Dennoch eine gute Leistung, wenn man bedenkt, daß unsere Truppe ja weiterhin viel weniger Eis hat, als die anderen Mannschaften!
Trotz der Auftaktniederlage
kann man auf Neusser Seite mit dem Start in die Meisterschaft durchaus zufrieden
sein. Gegen den haushohen Favoriten aus Essen zeigte der NEV eine überzeugende
Vorstellung, die mit etwas mehr Glück durchaus auch durch Punkte hätte belohnt
werden können. Nach 0:3-Rückstand und anschließender Aufholjagd setzten sich die
effektiver agierenden Gäste jedoch aufgrund der individuellen Klasse ihrer Ausnahmespieler
doch noch durch.
Pünktlich zum Meisterschaftsauftakt konnte Trainer Andrej
Fuchs auf seinen kompletten Mannschaftskader zurückgreifen. Gegen einen der beiden
Liga-Topfavoriten musste sein Team jedoch einen frühen Rückschlag verkraften,
denn bereits nach zwei Minuten nutzten die Gäste eine doppelte Überzahl zum Führungstreffer
durch David Inman. In der Folgezeit entwickelte sich ein schnelles und intensiv
geführtes Spiel, das die Neusser - etwas überraschend - durchaus offen gestalten
konnten. So ergab sich gleich mehrfach die Möglichkeit zum Ausgleich, den die
NEV-Fans nach acht Minuten auch bejubelten, ehe das unter dem Strich schwache
Schiedsrichtergespann Sven Ernsts Treffer nachträglich aberkannte. Um so ernüchternder,
dass die Essener nach einem folgenden Pfostentreffer von Sebastian Bongartz ihren
Vorsprung durch Marc Höveler ausbauen konnten, was nicht dem Spielverlauf entsprach
(14.). Machte die schlechte Chancenverwertung dem NEV bis dahin zu schaffen, schien
für die deutlich effektiver agierenden Moskitos im zweiten Abschnitt alles plangemäß
zur verlaufen. Nach dem zweiten Tor durch Essens kanadischen Verteidiger Inman
nahm die Partie allerdings nicht den erwarteten Verlauf. Der wie schon in der
Vorbereitung mit einer starken Leistung überzeugende Karl Jasik markierte nach
36 Minuten den überfälligen Anschlusstreffer, ehe Boris Fuchs in der Schlussminute
des Mitteldrittels seine Routine ausspielte und auf 2:3 verkürzte. Als Sebastian
Bongartz nach schöner Vorarbeit von Jasik gar den Ausgleich markierte (46.), schien
für die weiter stürmenden NEV-Cracks eine Überraschung möglich, doch die Ausnahmekönner
in Reihen der Gäste konterten clever. Antti-Jussi Miettinen und David Inman rückten
mit einem Doppelschlag die Verhältnisse gerade, ehe Frank Petrozza die letzten
Neusser Hoffnungen zunichte machte (57.). Die Enttäuschung hielt sich nach dem
Spiel dennoch in Grenzen, da der NEV eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt
hatte und insbesondere kämpferisch vollauf zu überzeugen wusste. Dass man diesmal
in den entscheidenden Situationen nicht das Glück auf seiner Seite hatte, sollte
sich im weiteren Saisonverlauf ausgleichen, für den der mutige Auftritt gegen
den hochkarätig besetzten Gegner optimistisch stimmt.
1. Drittel:
0:1 (2:08, 5-3 ÜZ) Inman (Kohmann, Grein); 0:2 (13:40) Höveler (Ackers,
Miettinen)
2. Drittel: 0:3 (28:25, 5-4 ÜZ) Inman; 1:3 (36:24, 5-4 ÜZ)
Jasik (Sassen); 2:3 (39:13, 5-4 ÜZ) B. Fuchs
3. Drittel: 3:3 (45:49, 5-4
ÜZ) Bongartz (Jasik, Kozhevnikov); 3:4 (49:58) Miettinen; 3:5 (51:00) Inman
(Kruminsch, Miettinen); 3:6 (56:08) Petrozza (Kohmann)
Strafen: Neuss 16 -
Essen 26 + 10 Schmitt
Zuschauer: 330