Rückblicke 2009


Gehe zu: Samstag 26.12.2009: Neusser EV - DEG 1b 5:8
Gehe zu: Sonntag 13.12.2009: Neusser EV - Lippe Hockey Hamm 1:4
Gehe zu: Samstag 12.12.2009: ESV Bergisch Gladbach - Neusser EV 2:5
Gehe zu: Sonntag 06.12.2009: Neusser EV - Dinslakener Kobras 10:3
Gehe zu: Freitag 04.12.2009: EHC Neuwied - Neusser EV 3:4
Gehe zu: Sonntag 29.11.2009: ESC Moskitos Essen - Neusser EV 5:3
Gehe zu: Freitag 27.11.2009: Neusser EV - Young Lions Frankfurt 11:2
Gehe zu: Sonntag 22.11.2009: Neusser EV - EV Duisburg 4:7
Gehe zu: Freitag 20.11.2009: EHC Troisdorf - Neusser EV 2:3 n.P.
Gehe zu: Sonntag 15.11.2009: Königsborner JEC - Neusser EV 8:4
Gehe zu: Freitag 13.11.2009: Neusser EV - Ratinger Aliens 4:1
Gehe zu: Sonntag 08.11.2009: DEG 1b - Neusser EV 3:6
Gehe zu: Freitag 06.11.2009: Young Lions Frankfurt - Neusser EV 2:4
Gehe zu: Sonntag 01.11.2009: Lippe Hockey Hamm - Neusser EV 4:5 n.P.
Gehe zu: Freitag 30.10.2009: Neusser EV - ESV Bergisch Gladbach 11:1
Gehe zu: Sonntag 25.10.2009: Dinslakener Kobras - Neusser EV 0:5
Gehe zu: Freitag 23.10.2009: Neusser EV - EHC Neuwied 6:0
Gehe zu: Sonntag 18.10.2009: EV Duisburg - Neusser EV 4:2
Gehe zu: Freitag 16.10.2009: Neusser EV - EHC Troisdorf 15:1
Gehe zu: Sonntag 11.10.2009: Neusser EV - Königsborner JEC 3:2
Gehe zu: Freitag 09.10.2009: Ratinger Aliens - Neusser EV 5:3
Gehe zu: Sonntag 04.10.2009: Neusser EV - ESC Moskitos Essen 3:6

WZ-Live-Ticker

Neusser EV - DEG 1b 5:8 (4:1; 1:4; 0:3)

Ein Leckerbissen der etwas anderen Art wurde den Zuschauern im Südpark am zweiten Weihnachtstag präsentiert. Nach stürmischem Beginn und einer 4:0-Führung ließ der NEV die Gäste ins Spiel zurück finden, die anschließend ihre Stärken ausspielten.
Der Abend begann für den NEV äußerst erfreulich. Andi Schrills kehrte nach zweieinhalbmonatiger Verletzungspause wieder ins Team zurück und vertrat als Backup den erkrankten Dennis Uhlig. Auch seine Mannschaftskollegen ließen sich von vermeintlichen Festtagsbraten nichts anmerken und legten los wie die Feuerwehr. Mit großer Lauffreude und Engagement überrumpelten die Neusser ihre Gäste, die nach elf Minuten bereits mit 0:4 zurück lagen. Ärgerlicherweise kamen die Düsseldorfer erst durch Neusser Übermut ins Spiel, als man in Überzahl die Defensive entblößte und so den Anschlusstreffer kassierte. In der Folgezeit entwickelte sich eine Partie mit dem üblichen Derby-Charakter, beide Seiten kämpften mit Haken und Ösen, wobei es den Gästen immer besser gelang, dem NEV ihr Spiel aufzuzwingen. Als die Neusser den Auftakt zum zweiten Drittel verschliefen, war die Begegnung mit einem Düsseldorfer Doppelschlag innerhalb von 13 Sekunden wieder völlig offen. Weiterhin boten sich den Kontrahenten durch Lücken und Fehler in der Defensive gute Möglichkeiten, der nach dem dritten Tor eingewechselte DEG-Torhüter May erwies sich jedoch als starker Rückhalt seines Teams, das seinerseits mit mehr Durchschlagskraft agierte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich brachte Ronny Sassen den NEV zwar noch einmal in Führung, dies sollte jedoch der letzte Neusser Treffer an diesem Abend bleiben. Mit einem 5:5-Zwischenstand ging es in den letzten Abschnitt, in dem das Spiel zunächst hin und her wog. Beide Mannschaften präsentierten sich defensiv besser geordnet, so dass klar wurde, dass der nächste Treffer über Sieg oder Niederlage entscheiden könnte. Nach einem Neusser Pfostentreffer durch Evgenij Kozhevnikov profitierten die Gäste von ihren größeren Kraftreserven und legten mit einem weiteren Doppelschlag den Grundstein für den späteren Erfolg. Neuss zeigte sich zwar weiterhin bemüht, eine erneute Wende war in der Schlussphase jedoch nicht mehr möglich. Drei Minuten vor dem Ende besiegelte der Ex-Neusser Jannik Woidtke mit dem 5:8 den unter dem Strich verdienten Sieg der DEG, die damit den NEV in der Tabelle überholen konnte. Applaus ernteten jedoch beide Teams, die den Zuschauern wieder einmal ein sehr unterhaltsames Derby geboten hatten.

1. Drittel: 1:0 (0:20) Kozhevnikov (Ernst, Sassen); 2:0 (9:07, 5-4 ÜZ) Ernst (Kozhevnikov, Bongartz); 3:0 (9:44) Oltmanns 4:0 (10:42) Schlesiger (Brings); 4:1 (14:57) Maj (Bromé)
2. Drittel: 4:2 (20:45, 5-4 ÜZ) Schümann (T. Gries, Verelst); 4:3 (20:58) Maj (Moch, Böhm); 4:4 (28:20) Bromé; 5:4 (31:03, 4-4) Sassen (Ernst, Kozhevnikov); 5:5 (37:28) Schümann (Verelst)
3. Drittel: 5:6 (48:04) Schümann (Verelst); 5:7 (49:41) C. Gries (Pfennings, Arnold); 5:8 (57:13, 5-3 ÜZ) Woidtke  (T. Gries, Schümann)
Strafen: Neuss 14 - Düsseldorf: 16
Zuschauer: 502

Neusser EV - Hockey Lippe Hamm 1:4 (0:1; 1:2; 0:1)

Tja, das war leider nichts. Im ersten drittel ein sehr schönes Spiel, doch irgendwann verflachte die Partie immer mehr und leider konnten die Gäste die Punkte verdient mit auf die Heimreise nehmen. Bitter, neben Karl Jasik (Spieldauer) verletzte sich Sebastian Geisler bei einem Bandencheck. Gute Besserung von hier aus, hoffentlich nicht weiter schlimm.

Es war nicht der Tag des NEV. Keine Punkte, ein Spiel Sperre für Karl Jasik und ein Sturz in die Bande, der für Sebastian Geisler übel hätte enden können. Dass der Verteidiger mit einer Gehirnerschütterung davon gekommen zu sein scheint, war die beste und wichtigste Nachricht des Abends.
Trainer Andrej Fuchs, der trotz einer Lungenentzündung an der Bande stand, konnte mit Ausnahme von Kevin Brings auf seinen kompletten Kader zuzüglich Mike Höfgen zurückgreifen. Im ersten Abschnitt entwickelte sich ein interessantes und abwechslungsreiches Spiel mit wechselnden Vorteilen. Begannen die zuvor spielfreien Gäste leicht überlegen, so hatte der NEV in der zweiten Drittelhälfte mehr Spielanteile. Nachdem Karl Jasik in der Schlussminute die bis dahin beste Chance vergab, schien alles auf ein torloses Auftaktdrittel hinaus zu laufen, ehe Marc Polter von einer Konfusion in der Neusser Hintermannschaft profitierte und doch noch den Führungstreffer für die Gäste erzielte. Die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, machte zu Beginn des zweiten Abschnitts dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatte und wurde verdientermaßen mit dem Ausgleich belohnt (Schrills, 22.). Drei Minuten später bedankte sich Milan Vanek jedoch für den ihm überlassenen Freiraum und schoss die Gäste erneut in Front. Es folgten auf beiden Seiten Chancen im Minutentakt, und nachdem es hüben wie drüben am Torgestänge klingelte, konnte mit Carsten Plate ein weiterer Routinier für die Young Stars auf 1:3 erhöhen, die sich aufgrund ihrer überragenden ersten Reihe als das effektivere Team erwiesen. Die Neusser waren zu diesem Zeitpunkt in Gedanken wohl noch nicht zurück auf dem Eis, nachdem kurz zuvor Sebastian Geisler bei einem Zweikampf zu Fall gekommen war und daraufhin kopfüber in die Bande krachte. Nach einigen Minuten Behandlung konnte der Verteidiger jedoch immerhin selbständig den Weg in die eigene Kabine antreten. Auch für den angeschlagenen Boris Fuchs war die Partie vorzeitig beendet, der lange Zeit auf die Zähne gebissen hatte, im letzten Abschnitt jedoch passen musste. In dem überließen die cleveren Gäste dem NEV das Spiel, der sich auch durchaus bemüht, aber ohne die nötige Durchschlagskraft zeigte. Als sich dann aber die günstige Gelegenheit einer doppelten Überzahl bot, schlug die Hammer Top-Formation erneut zu und machte damit alles klar. Dass anschließend auch noch Karl Jasik mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe in die Kabine geschickt wurde, passte zu einem Abend, an dem das Glück nicht auf Seiten des NEV war.

1. Drittel: 0:1 (19:32) Polter (Svejda, Vanek)
2. Drittel: 1:1 (21:30) H. Schrills (B. Fuchs, Oltmanns); 1:2 (25:19) Vanek (Polter, Plate); 1:3 (32:39, 4-4) Plate (Svejda, Vanek)
3. Drittel: 1:4  (55:01, 5-3 ÜZ) Jablonski (Svejda, Plate)
Strafen: Neuss 16 + 5 + Spieldauer Jasik - Hamm 18
Zuschauer: 178

ESV Bergisch Gladbach - Neusser EV  2:5 (0:4; 2:1; 0:0)

In Bergisch Gladbach stellte der NEV die Weichen frühzeitig auf Sieg. Nach einem 4:0-Vorsprung ließ man es mit Blick auf die Sonntags-Begegnung dann ruhiger angehen.
Beim Duell mit dem Tabellen-Achten musste der NEV neben den beruflich verhinderten Karl Jasik und Sebastian Bongartz auch Kevin Brings ersetzen, der sich tags zuvor bei seinem Einsatz für die Junioren verletzt hatte. Dafür gab es sowohl auf dem Eis, als auch hinter der Bande neue Gesichter zu sehen: Andrej Fuchs fiel wegen einer Lungenentzündung aus und wurde durch Uwe Malz vertreten, der normalerweise gemeinsam mit Fuchs die Junioren trainiert. Darüber hinaus kam Mike Höfgen in der dritten Reihe zum Einsatz, der normalerweise für die zweite Mannschaft des NEV spielt, als aktueller Topsorer der Landesliga NRW aber nun auch die Chance bekommen soll, sich höherklassig zu bewähren. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der beide Mannschaften zu guten Möglichkeiten kamen, stellte Boris Fuchs wieder einmal unter Beweis, wie wichtig er auch mit 40 Jahren noch für sein Team ist. Sein Führungstreffer brach den Bann, von nun agierte Neuss drückend überlegen. Es folgte eine doppelte Premiere, denn auf Vorlage von Höfgen, der bei seinem ersten Einsatz direkt einen Scorerpunkt verbuchte, erzielte Niklas Hofmann seinen ersten Treffer für das Neusser Regionalliga-Team. Holger Schrills und Ronny Sassen mit einem Bilderbuch-Tor legten jeweils in Überzahl nach und sorgten so schon zur ersten Pause für klare Verhältnisse. Im zweiten Drittel schalteten die NEV-Cracks - wohl schon mit Blick auf das folgende Spiel gegen Hamm - einen Gang zurück, was die Gastgeber prompt nutzten. Mark Dunlop und Tim Krahforst verkürzten innerhalb von drei Minuten auf 2:4, so dass der NEV doch noch einmal gefordert wurde. Boris Fuchs gab mit seinem zweiten Treffer die richtige Antwort zum richtigen Zeitpunkt. Auch im letzten Abschnitt setzte Neuss die Priorität auf die Sicherung des komfortablen Vorsprungs, so dass sich der zur "Halbzeit" eingewechselte Dennis Uhlig einige Male auszeichnen konnte. Die letzten zwanzig Minuten blieben torlos, so dass der NEV die drei Punkte mit auf die Heimreise nehmen konnte. Einziger Wermutstropfen war der Ausfall von Christian Schlesiger, für den die übrigens sehr faire Partie nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Daniel Pering vorzeitig beendet war.

1. Drittel: 0:1 (8:26) B. Fuchs (H. Schrills, Sauer); 0:2 (12:28) Hofmann (Höfgen); 0:3 (14:56, 5-4 ÜZ) H. Schrills (Sassen, Geisler); 0:4 (19:33, 5-4 ÜZ) Sassen (Kozhvenikov, B. Fuchs)
2. Drittel: 1:4 (25:33) Dunlop (Krahforst, Funk); 2:4 (28:38) Krahforst (Klein); 2:5 (32:22) B. Fuchs (Oltmanns, Sauer)
Strafen: Bergisch Gladbach 12 - Neuss 2
Zuschauer: 83

Neusser EV - Dinslakener Kobras 10:3 (2:1; 4:0; 4:2)

Der NEV schließt das Wochenende mit optimaler Punkteausbeute ab. Gegen die Dinslakener Kobras fuhren die Neusser einen lockeren 10:3-Sieg ein und kletterten damit in der Tabelle auf Platz vier.
Während NEV-Coach Andrej Fuchs mit Ausnahme des beruflich verhinderten Karl Jasik der gesamte Kader zuzüglich drei Junioren zur Verfügung stand, konnten die Gäste keine drei kompletten Reihen aufbieten. Im ersten Drittel sollte sich dies noch nicht allzu sehr bemerkbar machen, auch wenn die Neusser das Spiel von Anfang an kontrollierten. Defensiv wie offensiv gingen die Mannen um Kapitän Ronny Sassen konzentriert zur Sache, eine 2:0-Führung nach zehn Minuten war die logische Folge. Zunächst hatte Sven Ernst im Nachschuss den Führungstreffer markiert, ehe Holger Schrills eine schnelle Kombination erfolgreich abschloss. Die Kobras präsentierten sich bemüht, aber relativ harmlos, so dass deren Anschlusstreffer durch Marcel Schmitz’ “Bauerntrick” eher überraschend fiel (18.). Noch klarer sollten sich die Kräfteverhältnisse im zweiten Abschnitt darstellen, in dem die Neusser die frühzeitige Entscheidung suchten. Ronny Sassen erhöhte auf 3:1 und Holger Schrills ließ den hundertsten Treffer dieser Saison folgen (25.). Dinslakens Trainer Dmitry Tsvetkov nahm daraufhin eine Auszeit, sein Team konnte anschließend jedoch nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Neuss dominierte die faire Begegnung, die Hauptschiedsrichter Starke keinerlei Mühe bereitete, sehr deutlich. Nach dem 5:1 durch Boris Fuchs’ Schlagschuss wechselten die Gäste ihren Torhüter, Eugen Michel rückte für Dennis Rudolph zwischen die Pfosten, musste aber nur zwei Minuten später ebenfalls hinter sich greifen. Im letzten Drittel durften auch die Youngster Fuchs und Link ran, die neben dem als Mittelstürmer Doppelschichten fahrenden Evgenij Kozhevnikov eine vierte Sturmreihe bildeten. Die nächsten Torerfolge durfte jedoch die dritte Formation bejubeln, die durch einen Doppelschlag von Kevin Brings auf 8:1 erhöhte. Zweistellig oder nicht, diese Frage stellte sich nun und sollte durch Sven Sauer und Ronny Sassen zugunsten des weiterhin entschlossen agierenden NEV entschieden werden. Eine unangenehme Aufgabe hatte hingegen der lange Zeit nicht mehr beschäftigte Dennis Uhlig, der noch zwei Gegentreffer in Kauf nehmen musste. Dank des sicheren Sieges beendeten die Neusser das Wochenende mit der maximalen Punkteausbeute und überholten in der Tabelle die Lokalrivalen aus Ratingen und Düsseldorf.

1. Drittel: 1:0 (7:57) Ernst (Sassen); 2:0 (10:07) H. Schrills (Oltmanns, B. Fuchs); 2:1 (17:53) M. Schmitz
2. Drittel: 3:1 (23:26) Sassen (Ernst, Kozhevnikov); 4:1 (24:20) H. Schrills (Oltmanns, B. Fuchs); 5:1 (36:31) B. Fuchs (Oltmanns); 6:1 (38:33) Kozhevnikov (Bongartz)
3. Drittel: 7:1 (43:16) Brings (Schlesiger); 8:1 (48:11) Brings (Schröder, Schlesiger); 8:2 (48:51) Musga (Pleger); 9:2 (55:02) Sauer (Oltmanns); 10:2 (57:15, 5-4 ÜZ) Sassen (Hellmann); 10:3 (59:18) Pleger (Musga, Klein)
Strafen: Neuss 4 - Dinslaken 16
Zuschauer: 168

EHC Neuwied - Neusser EV 3:4 (1:1; 0:3; 2:0)

In einer Partie mit kuriosem Verlauf sicherte sich der NEV die erhofften drei Punkte. Während sich die Gastgeber im Vergleich zum Hinspiel deutlich stärker präsentierten, machten es die Neusser zum Ende hin unnötig spannend.
Beschränkte sich der EHC Neuwied bei der 6:0-Hinspielniederlage in Neuss noch überwiegend auf die Defensive, so trat er im Rückspiel deutlich mutiger auf. Wie ein Tabellenvorletzter präsentierten sich die Bären nun wirklich nicht, auch wenn der NEV im ersten Abschnitt das bessere Team war, das es nur nicht verstand, seine Chancen zu nutzen. Immer wieder stand der starke EHC-Torhüter Alexander Neurath dem Neusser Führungstreffer im Wege, und so kam es schon überraschend, dass Daniel Walther nach 13 Minuten zum 1:0 für die Gastgeber traf. Die Mannschaft von Trainer Andrej Fuchs, die diesmal ohne Karl Jasik und Sebastian Bongartz auskommen musste, steckte den Rückschlag gut weg, brauchte aber bis zur Schlussminute des ersten Abschnitts, um durch Kai Oltmanns den überfälligen Ausgleich zu erzielen. Zu Beginn des mittleren Drittels schienen beide Mannschaften die Rollen tauschen zu wollen, denn nun drückte der Aufsteiger, so dass Carsten Solbach im NEV-Gehäuse mehrfach sein Können unter Beweis stellen musste. Ebenso überraschend wie zuvor der Neuwieder Führungstreffer fiel dementsprechend das 2:1 für Neuss, für das sich Holger Schrills mit einem schönen Alleingang verantwortlich zeichnete. Als dann auch noch Sven Ernst nach einem Unterzahlkonter über Evgenij Kozhevnikov den dritten Treffer nachlegte, schienen die Neusser die Partie unter Kontrolle zu bekommen. Nachdem Boris Fuchs auch noch den Neuwieder Torhüter mit einem Schuss aus extrem spitzem Winkel überraschen konnte, ging es mit einem beruhigenden 4:1-Vorsprung in die letzten zwanzig Minuten. In denen plätscherte das Spiel lange Zeit vor sich hin, da der NEV den Vorsprung nur verwaltete und die sich gelegentlich bietenden Möglichkeiten zum Ausbau fahrlässig ausließ. Auch die recht passiven Gastgeber schienen nicht mehr so recht an eine Aufholjagd zu glauben, bis Dennis Kobe nach 57 Minuten plötzlich ein Doppelschlag gegen den zwischenzeitlich eingewechselten Dennis Uhlig gelang. Auf einmal drohte es noch einmal richtig spannend zu werden, zumal Neuss die letzten beiden Minuten in Unterzahl überstehen musste. Andrej Fuchs rüttelte seine zu leichtsinnig agierenden Jungs während einer Auszeit jedoch wach, so dass diese keine echte Torchance mehr zuließen und den Sieg sicher über die Zeit retteten.

1. Drittel: 1:0 (13:33) Walther (Czaika, Royle); 1:1 (19:26, 5-4 ÜZ) Oltmanns
2. Drittel: 1:2 (27:44) Schrills (Oltmanns); 1:3 (29:20, 4-5 UZ) Ernst (Kozhevnikov); 1:4 (37:26) B. Fuchs
3. Drittel: 2:4 (57:29) Kobe (Grundl); 2:4 (57:41) Kobe (Morys, Grundl)
Strafen: Neuwied 12 + 10 Royle - Neuss 10 + 10 Sauer
Zuschauer: 439

ESC Moskitos Essen - Neusser EV 5:3 (3:1; 1:1; 1:1)

Tja, da war mehr drin. Doch es fehlte ein wenig Glück und u.a. natürlich ein Holger Schrills in Topform. So konnten die Hausherren einen knappen aber hoch verdienten Sieg einfahren. Das einzige richtige Ärgernis dieses Abends war allerdings Schiedsrichterin Frau Hertrich! Peinlich peinlich. Mit großem Abstand schlechteste Person auf dem Eis! Da fehlte es nicht nur an Überblick und Schnelligkeit, nein gravierender war die offensichtliche Regelunkundigkeit in einigen Situationen. Da haben wir dann zusammen mit den Moskitos Fans oft einfach die Köpfe geschüttelt. Sorry, aber die hat in der Herren Regionalliga absolut nichts zu suchen! Versteht mich nicht falsch, sie trifft keinerlei Schuld an der Niederlage, das wäre wahrscheinlich eh so gekommen, auch wenn die beiden Strafen die zum 2:1 und 3:1 führten wohl eher keine waren. Aber das geht gar nicht! Pfui!

1. Drittel: 1:0 (5:26, Pen.) Petrozza; 1:1 (7:58) Oltmanns (Sauer, Bongartz); 2:1 (16:20, 5-3 ÜZ) Inman (Grein, Kohmann); 3:1 (16:52, 5-4 ÜZ) Höveler (Miettinen, Kastner)
2. Drittel: 4:1 (34:39) Brinkmann (Grein, Petrozza); 4:2 (37:46, 5-4 ÜZ) Geisler (B. Fuchs, Oltmanns)
3. Drittel: 5:2 (52:44) Petrozza (Brinkmann, Grein); 5:3 (56:08, 4-5 UZ) Jasik (Kozhevnikov)
Strafen: Essen 16 - Neuss 22
Zuschauer: 748

Neusser EV - Young Lions Frankfurt 11:2 (3:0; 2:0; 6:2)

Das war ein äußerst schwacher Gegner, der im Neusser Südpark seine Visitenkarten abgegeben hat. Doch da der NEV neben Holger Schrills (Verdacht auf Schweinegrippe) auch in den ersten beiden Dritteln auf Sven Ernst verzichten mußte, tat man sich nicht gerade leicht. Sven verletzte sich beim Aufwärmen am Kinn und mußte im Krankenhaus genäht werden, konnte aber im letzten Drittel wieder ins Spielgeschehen eingreifen und gar -wie vorausgesagt- das zehnte Tor in der Partie erzielen...
Den Torreigen eröffnete aber Ronny Sassen mit einem wunderschönen Rückhandtreffer in der vierten Minute, ein genial schönes Tor! Zehn Minuten später traf Bongartz, auf klasse Zuspiel von Boris Fuchs (machte mehrere solcher Zuspiele an diesem Abend) in leere Gehäuse. nach 16:44 war es dann Sebastian Geisler mit seinem ersten Saisontreffer (Überzahl) der den ersten Pausenstand herstellte.
Das zweite Drittel plätscherte dann eher so vor sich hin und so kann/will ich nur von den Toren berichten. Erst traf Jasik und dann Kozhevnikov.
In den letzten 20 Minuten war dann mehr Pfeffer drin und die Partie wurde schlagartig unterhaltsamer. Mit einem Doppelschlag erhöhten die Neusser in der 45. Minute (Jasik und Sauer) auf 7:0, ehe es in der 50. und 51. Spielminute so richtig zur Sache ging. Tore im Sekundentakt!! Erst traf Bongartz in kürzester Zeit doppelt, ehe die Young Lions zwei Treffer zum zwischenzeitlichen 9:2 nachlegten. Da war mal richtig was los. Sven Ernst machte es dann zweistellig :-) und Niklas Hellmann setzte den Schlußpunkt zum 11:2 Endstand. Nicht geglänzt, aber locker flockig den schwächsten Gegner in der Vorrunde vorgeführt.
Mal sehen was uns am Sonntag am West Bahnhof in Essen erwartet.

1. Drittel: 1:0 (3:50) Sassen (Brings); 2:0 (13:10) Bongartz (B. Fuchs, Sauer); 3:0 (16:44, 4-5 ÜZ) Geisler (Sassen, Kozehvnikov)
2. Drittel: 4:0 (20:54) Jasik (Kozehvnikov, Solbach); 5:0 (37:25) Kozhevnikov (B. Fuchs, Oltmanns)
3. Drittel: 6:0 (43:56) Jasik (Ernst, Kozehevnikov); 7:0 (44:29) Sauer (B. Fuchs, Bongartz); 8:0 (49:35, 4-4) Bongartz (B. Fuchs); 9:0 (50:05, 4-4) Bongartz (B. Fuchs); 9:1 (50:22, 4-4) Peters (Martin Oertel, Matthias Oertel); 9:2 (50:52, 5-4 ÜZ) Peters (Pöpel, Martin Oertel); 10:2 (51:28) Ernst (Kozhevnikov, Hellmann); 11:2 (58:47) Hellmann (Kozehvnikov, Sassen)
Strafen: Neuss 16 - Frankfurt 10
Zuschauer: 183

Neusser EV - EV Duisburg 4:7 (1:3; 1:2; 2:2)

So schwer hatte sich das die Profitruppe aus Duisburg sicherlich nicht vorgestellt. Auch die Fans waren da wohl ein wenig überfordert. So gab es von Seiten der Duisburger leider nur Gesang gegen einzelne Neusser Spieler oder den NEV, aber fast keine Anfeuerung der eigenen Mannschaft, sieht man von den Feierlichkeiten nach dem Spiel einmal ab. Traurig, traurig! Genauso wie der Ausraster von Sebastian Odenthal. Ich habe ja nichts gegen eine ordentliche Schlägerei, aber so was?? NEIN DANKE! PFUI! Das will ich, und alle um mich herum stimmte dem zu, nicht in Neuss sehen!

Deutlich verstärkt präsentierte sich der NEV im Duell mit dem hochkarätig besetzten EV Duisburg. Wie schon im Hinspiel erreichten die Fuchs-Schützlinge gegen den haushohen Favoriten ein achtbares Ergebnis. Während bei den Gästen erneut die Top-Sturmreihe brillierte, glänzte NEV-Routinier Boris Fuchs mit einem Hattrick.
Nachdem die Neusser zuletzt in Unna und Troisdorf nicht überzeugen konnten, zeigten sie im Duell mit dem EV Duisburg wieder ihr wahres Gesicht. Bestärkt durch den frühen Führungstreffer von Sebastian Bongartz versteckten sie sich gegen den mit zahlreichen (Ex-)Profis besetzten Gegner nicht und kamen mit gefährlichen Kontern zu guten Chancen, die jedoch nicht zu weiteren Toren genutzt werden konnten. Auch die Gäste bewiesen frühzeitig ihre Klasse und rückten mit drei Toren innerhalb von vier Minuten die Verhältnisse gerade. Die Füchse, die in den letzten vier Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse aktiv waren, glänzten immer wieder mit schnellem und sicherem Kombinationsspiel, wobei deren Paradereihe erwartungsgemäß überragte. Während der NEV das erste Drittel noch relativ offen gestalten konnte, erhöhten die Gäste das Tempo zu Beginn des mittleren Abschnitts noch einmal, so dass der erneut sehr gut aufgelegte Carsten Solbach alle Hände voll zu tun hatte, nicht mehr als den vierten Gegentreffer durch Franz-David Fritzmeier zuzulassen. Mitten in die Duisburger Drangphase hinein platzte dann ein Distanzschuss von Boris Fuchs, der überraschend hinter EVD-Torhüter Lüttges einschlug (33.). Auch wenn Duisburgs Finne Jäske umgehend den alten Abstand wieder herstellte, gelang es dem NEV in der Folgezeit wieder öfter, eigene Akzente zu setzen. Als Boris Fuchs zu Beginn des letzten Abschnitts gar auf 3:5 verkürzte, schien kurzzeitig sogar eine Überraschung möglich. Dann aber bekamen sich Sebastian Odenthal und Miikka Jäske in die Haare, was den Wedau-Städtern eine fünfminütige Überzahl bescherte. Die Gelegenheit ließ sich das Duisburger “Star-Ensemble” nicht entgehen, das vor ca. 250 mitgereisten Fans mit zwei weiteren Toren den Sieg sicher stellte. Der Schlusspunkt blieb aber den vorbildlich kämpfenden Neussern vorbehalten, die durch Fuchs’ dritten Treffer an diesem Abend noch einmal verkürzen konnten. Am Ende der über die gesamte Spieldauer interessanten Partie wurden beide Mannschaften mit Applaus in die Kabinen verabschiedet, was den Leistungen der Akteure auch gerecht wurde. Die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen wurde mit einem akzeptablen Ergebnis für ihre zufrieden stellende Leistung belohnt.

1. Drittel: 1:0 (0:57) Bongartz (Hellmann, Jasik); 1:1 (9:39) Kujala (Jäske, Fritzmeier); 1:2 (13:05, 4-3 ÜZ) Kujala (Liesegang, Jäske); 1:3 (13:45, 4-4) Schöbel (Liesegang, Panek)
2. Drittel: 1:4 (23:55) Fritzmeier (Jäske, Hirsch); 2:4 (32:26) B. Fuchs; 2:5 (33:38) Jäske (Bovenschen)
3. Drittel: 3:5 (41:33) B. Fuchs (Oltmanns, H. Schrills); 3:6 (51:34, 5-4 ÜZ) Kujala (Panek, Jäske); 3:7 (54:13, 5-4 ÜZ) Liesegang (Tegkaev, Schöbel); 4:7 (56:39) B. Fuchs (H. Schrills, Oltmanns)
Strafen: Neuss 14 + 5 + Matchstrafe Odenthal - Duisburg 10 + 5 + Spieldauer Schafranski + 10 Bovenschen
Zuschauer: 532

EHC Troisdorf - Neusser EV 2:3 n.P. (2:1; 0:0; 0:1; 0:1)

Schwerer als erwartet tat sich der NEV mit dem Tabellenvorletzten aus Troisdorf. Wie schon in Unna blieben die Neusser vieles schuldig und konnten am Ende froh sein, immerhin zwei Zähler mit auf die Heimreise nehmen zu dürfen.
Neben den zuletzt gesperrten Ronny Sassen und Evgenij Kozhevnikov standen NEV-Coach Andrej Fuchs auch Sebastian Bongartz und Frederic Hellmann nach überwundenen Verletzungen zur Verfügung, so dass sich die personelle Situation im Vergleich zur Niederlage in Königsborn deutlich gebessert hatte. Ein Lattenschuss von Karl Jasik (2.) ließ dann auch früh darauf hoffen, dass man die erhoffte maximale Punkteausbeute einfahren würde. In einer nicht gerade hochklassigen, aber unterhaltsamen Partie kamen aber spätestens mit dem Troisdorfer Führungstreffer nach fünf Minuten erste Zweifel daran auf, dass es sich lediglich um eine Pflichtaufgabe handeln würde. Auf Seiten der Gastgeber erinnerte wenig an die derbe 15:1-Schlappe im Hinspiel, darüber hinaus agierte Neuss insbesondere in der Defensive zu unorganisiert, so dass Torhüter Carsten Solbach schon früh versuchen musste, seine Vorderleute zu konzentrierterem Vorgehen zu animieren. Kai Oltmanns' Treffer nach 17 Minuten war jedoch nicht die Einleitung der Wende, da Troisdorf kurz darauf eine weitere Konfusion in der Neusser Hintermannschaft mit dem 2:1 bestrafte. Im zweiten Drittel schienen die Neusser den Kampf annehmen zu wollen und übernahmen gegen sich "einigelnde" Gastgeber die Initiative. Trotz allen Engagements fehlte es allerdings an Kreativität und Durchschlagskraft, so dass spätestens beim überzeugenden EHC-Torhüter Kühlem Endstation war. Selbst eine siebenminütige Überzahl in der zweiten Drittelhälfte verstrich ohne Erfolg, nachdem Sven Ernst als Folge eines Bandenchecks mit dem Verdacht einer Jochbeinverletzung ins Krankenhaus gefahren werden musste. Erst zu Beginn des letzten Abschnitts erlöste Sebastian Bongartz die mitgereisten Fans mit dem Ausgleichstreffer, woraufhin die "Dynamite" ihren massiven Abwehrriegel lockerten und sich infolge dessen auf beiden Seiten noch einige gute Gelegenheiten ergaben. Ausnutzen konnte diese jedoch keiner der beiden Kontrahenten, so dass es nach der Schlusssirene zwangsläufig ins Penaltyschießen ging. In diesem sicherte Carsten Solbach seinem Team mit drei Paraden den Zusatzzähler, während einzig Evgenij Kozhevnikov seinen Versuch erfolgreich abschloss. Dennoch sollte man die Partie schnell abhaken und sich auf die kommenden Aufgaben konzentrieren...

1. Drittel: 1:0 (5:41) Kaltenborn (Koslowski); 1:1 (15:27) Oltmanns (B. Fuchs, Sauer); 2:1 (16:46) Koslowski (Tokarev, Kaltenborn)
2. Drittel: Fehlanzeige
3. Drittel: 2:2 (40:38) Bongartz (Kozhevnikov); 2:3 (60:00, GWS) Kozhevnikov
Strafen: Troisdorf 10 + 5 + Spieldauer Mels - Neuss 8
Zuschauer: 90

Königsborner JEC - Neusser EV 8:4 (2:2; 2:0; 4:2)

Oh weh, das war leider nichts! Die Ausfälle konnten in keinster Weise kompensiert werden und einige Spieler hatten, um es nett auszudrücken, nicht gerade einen guten Tag erwischt... Tja, so nah liegt Freud und Leid manchmal zusammen, nun heißt es den Mund abwischen und am kommenden Wochenende drei Punkte aus Trostlos zu entführen und eventuell den Füchsen aus Duisburg ein Pünktchen zu klauen....

Unter keinem guten Stern stand die Partie in Unna. Beim durch zahlreiche Ausfälle und das schwere Freitagsspiel geschwächten NEV lief wenig zusammen, während die gut aufgelegten Gastgeber die günstige Gelegenheit nutzten, die Neusser Siegesserie zu beenden.
Dass der NEV beim Königsborner JEC vor einer sehr schweren Aufgabe stehen würde, war nach der Partie gegen Ratingen klar. Zum einen hatte das Derby viel Kraft gekostet, darüber hinaus wurde die Liste der Ausfälle durch drei gesperrte Spieler ergänzt. Zwar stellten sich die angeschlagenen Lukas Hoffmann und Christian Schlesiger in den Dienst der Mannschaft, drei Reihen konnte NEV-Trainer Andrej Fuchs aber nur aufbieten, weil sich einige Juniorenspieler mit auf die Reise gemacht hatten. Die Gastgeber schienen sich mit der personellen Situation des NEV vertraut gemacht zu haben und legten los wie die Feuerwehr. Dennis Uhlig stand frühzeitig im Mittelpunkt des Geschehens und verhinderte im ersten Abschnitt einen deutlichen Rückstand. Zwar musste der Neusser Schlussmann zweimal hinter sich greifen, der NEV konnte jedoch dank der Erfahrung von Boris Fuchs ausgleichen, so dass es beim Stand von 2:2 in die Kabinen ging. Auch im zweiten Abschnitt waren die “Bulldogs” das spielbestimmende Team, während der NEV kraft- und ideenlos wirkte und eigene Aktionen weiterhin oft schon an Fehlern im Spielaufbau scheiterten. Nach 28 Minuten profitierten auch die Gastgeber von der Routine ihres ältesten Akteurs, Igor Cillik, der mit einer Direktabnahme den erneuten Führungstreffer markierte. Als Tim Linke kurz darauf auf 4:2 erhöhte, deutete sich an, dass die sieben Spiele andauernde Siegesserie des NEV reißen würde. Mit guten Vorsätzen in das letzte Drittel gestartet, folgte prompt die kalte Dusche, erneut stand Cillik goldrichtig und legte den fünften Treffer nach. Zwar bäumte sich der NEV, der nach Gilbert Schröders Disziplinarstrafe nur noch drei etablierte Verteidiger aufbieten konnte, noch einmal auf, Pierre Kracht beseitigte jedoch mit einem Doppelschlag die letzten Zweifel am Sieg der Gastgeber. Andrej Fuchs erlöste daraufhin seinen Torhüter, der sich zunehmend von der Nervosität seiner Vorderleute hatte anstecken lassen. Der für Uhlig zwischen die Pfosten gerückte Carsten Solbach musste fünf Minuten vor dem Ende noch einen Treffer der die Freiräume nutzenden Unnaer “schlucken”. Immerhin gelang dem mit elf U23-Spielern angetretenen NEV in der Schlussphase noch ein wenig Ergebniskosmetik, der sich mit den tollen Vorstellungen der letzten Wochen eine “Auszeit” verdient hatte.

1. Drittel: 1:0 (4:42) Bitter; 1:1 (9:32, 5-4 ÜZ) B. Fuchs (H. Schrills); 2:1 (14:28, 5-4 ÜZ) Rademacher (Bitter, Furda); 2:2 (18:07, 5-3 ÜZ) B. Fuchs (Sauer)
2. Drittel: 3:2 (28:47) Cillik (Kracht, Czernohous); 4:2 (30:56) Linke (A. Kuchnia, Cillik)
3. Drittel: 5:2 (42:03) Cillik (Furda); 6:2 (48:52) Kracht (Rademacher); 7:2 (50:17, 5-4 ÜZ) Kracht; 8:2 (55:03) Furda (Rademacher); 8:3 (58:25, 5-3 ÜZ) Jasik; 8:4 (58:58, 5-3 ÜZ) H. Schrills (B. Fuchs, Sauer)
Strafen: Königsborn 24 + 10 Kracht - Neuss 12 + 10 Schröder
Zuschauer: 131

Neusser EV - Ratinger Aliens 4:1 (1:0; 2:1; 1:0)

JAAAAHHH! Einfach nur geil! Danke, danke danke! Das war einfach nur TOP! Bitte mehr davon, in jeglicher Hinsicht! Wer das verpasst hat, der hat 20 Jahre Revival des Eishockeys in Neuss verpasst!!!

Der Höhenflug des NEV hält weiter an. Mit einem beeindruckenden Derby-Sieg über die Ratinger Ice Aliens sammelten die Neusser "Big Points" und festigten damit ihre Position in der Spitzengruppe. In einer ruppigen Partie mit insgesamt 188 Strafminuten setzten sich die Gastgeber mit 4:1 durch und wurden für ihre überragende kämpferische Leistung in der Schlussphase mit stehenden Ovationen gefeiert.
Die Partie hätte für den NEV gar nicht besser beginnen können. Gerade einmal 41 Sekunden waren gespielt, da stocherte Evgenij Kozhevnikov die Scheibe nach einem versuchten "Bauerntrick" von Karl Jasik über die Linie. In der Folgezeit entwickelte sich eine schnelle und unterhaltsame Partie mit zahlreichen Torszenen auf beiden Seiten. Frühzeitig kam es aber auch schon zu etlichen Nickligkeiten und Provokationen auf dem Eis, die jedoch nicht bestraft wurden, was noch im ersten Abschnitt Folgen haben sollte. Zunächst gerieten Tim Neuber und Sebastian Odenthal aneinander, kurz darauf auch Sven Sauer und Malte Bergstermann, was bei den jeweils Letztgenannten nach Faustschlägen zum Spielausschluss führte. Hatten die Gäste im ersten Drittel gegen die gezielt konternden Neusser noch ein leichtes spielerisches Übergewicht, so verlief die Partie im mittleren Abschnitt offen - und für den NEV wieder sehr positiv. Eine gelungene Kombination der "Fleißarbeiter" in Reihen des NEV schloss Kevin Brings nach 24 Minuten unhaltbar zum 2:0 ab. Es schien also alles nach Plan zu laufen für den NEV, ehe es zum nächsten Zwischenfall kam. Lukas Heise attackierte hinterrücks den zum Wechsel fahrenden Evgenij Kozhevnikov, woraufhin es vor der Neusser Mannschaftsbank zu weiteren, größeren Handgreiflichkeiten kam. Schiedsrichter Györgicze schickte daraufhin insgesamt vier Spieler in die Kabine, was zumindest den Vorteil hatte, dass sich beide Seiten anschließend vorwiegend auf den Sport konzentrierten. Nachdem auch Holger Schrills mit einem "halben Bauerntrick" gegen Aliens-Torhüter Jakob punkten konnte, zeichnete sich der Ex-Neusser Lingemann kurz darauf für den Anschlusstreffer verantwortlich. Das letzte Drittel begann mit zwei dicken Chancen für den NEV, die ungenutzt blieben, ehe die torgefährlichste Sturmreihe mit einem sehenswerten Angriff die Weichen auf "Sieg" stellte (Oltmanns, 46.). Auch wenn sich die Neusser Reihen zwischenzeitlich aufgrund der Strafen und krankheits- bzw. verletzungsbedingter Ausfälle von Lukas Hoffmann, Frederic Hellmann und Sebastian Bongartz stark gelichtet hatten, wurde die Schlussphase, gestützt auf einen erneut sehr stark agierenden Carsten Solbach, ohne weitere Gegentreffer überstanden. Dank des siebten Sieges in Folge haben die Neusser nun den dritten Tabellenplatz erklommen.

1. Drittel: 1:0 (0:41) Kozhevnikov (Jasik)
2. Drittel: 2:0 (24:33) Brings (Hofmann, Ernst); 3:0 (36:57) H. Schrills (B. Fuchs); 3:1 (38:38, 5-4 ÜZ) Lingemann (Wagner)
3. Drittel: 4:1 (45:58) Oltmanns (H. Schrills, B. Fuchs)
Strafen: Neuss 16 + 5 + Spieldauer Odenthal + 5 + Spieldauer Sassen + 5 + Spieldauer Kozhevnikov - Ratingen 12 + 5 + Spieldauer Bergstermann + 5 + Spieldauer Heise + 5 + Spieldauer Fischbach + 10 Louven
Zuschauer: 408

DEG 1b - Neusser EV 3:6 (1:2; 1:2; 1:2)

Endlich hat es geklappt! Fast zwei Jahre lang versuchte der NEV erfolglos, den Nachbarn von der anderen Rheinseite zu besiegen - nun war es soweit. In einer spannenden, schnellen und kampfbetonten Partie setzten sich die Neusser mit 6:3 durch und drangen damit in die Spitzengruppe der Regionalliga ein.
Nachdem die Neusser die letzten sechs Punktspielduelle gegen die DEG verloren hatten, war schon zu Beginn spürbar, dass sie das Ende der Negativserie herbei führen wollten. Die Anfangsphase gehörte klar den hochmotivierten Fuchs-Schützlingen, die durch ein schönes Solo von Christian Schlesiger in Führung gingen. Zwar kamen die Gastgeber nach zwei Neusser Pfostentreffern etwas besser ins Spiel, nach 13 Minuten war es dann aber Kai Oltmanns, der ein perfekt getimetes Schrills-Zuspiel zum 0:2 verwertete. Die Hoffnungen der 150 mitgereisten Fans erhielten einen Dämpfer, als Marvin Moch vom Bullykreis den Anschlusstreffer markierte, ehe Marco Böhm in der ersten Minute des Mittelabschnitts der Ausgleich gelang. Den Rückschlag steckten die NEV-Cracks jedoch gut weg und gingen nach 27 Minuten erneut in Führung, als sich Kai Oltmanns für die Vorarbeit zum ersten Treffer revanchierte und für Holger Schrills auflegte - 2:3. Die Gastgeber, die aufgrund der spielfreien DNL-Mannschaft personell aus dem Vollen schöpfen konnten, verstärkten in der Folgezeit den Druck, während Neuss mit Kontern ebenfalls gefährlich blieb. Genau zum richtigen Zeitpunkt sorgte Ronny Sassen für ein Ausrufezeichen, der die Scheibe kurz vor der zweiten Pause ins Düsseldorfer Gehäuse hämmerte. Die letzten 20 Minuten sollten angesichts massiver Düsseldorfer Belagerung zu einer Abwehrschlacht werden, in der Carsten Solbach seine Mannschaft lange Zeit vor dem 3:4 bewahrte. Vier Minuten vor dem Ende markierte Manuel Strodel dann aber doch den Anschlusstreffer, so dass es noch einmal richtig eng wurde. Als Sebastian Odenthal dann auch noch auf die Strafbank geschickt wurde, musste ernsthaft um die Belohnung für den aufopferungsvollen Kampf gebangt werden. Düsseldorf warf alles nach vorne, Sebastian Geisler bewahrte jedoch kühlen Kopf und spielte zu Boris Fuchs, der beim folgenden Alleingang seine ganze Routine in die Wagschale warf und Christoph Oster zur Vorentscheidung überwand. Sebastian Bongartz beseitigte kurz darauf die letzten Zweifel und leitete damit größere Feierlichkeiten auf dem Eis und auf den Rängen ein. Dank des sechsten Sieges in Folge rücken die Neusser in der Tabelle gleich um zwei Plätze nach vorne und erwarten am Freitag die punktgleichen Ratinger Ice Aliens zum nächsten Derby.

1. Drittel: 0:1 (6:03) Schlesiger (Bongartz); 0:2 (13:33) Oltmanns (H. Schrills); 1:2 (17:39) Moch
2. Drittel: 2:2 (20:43, 5-4 ÜZ) Böhm (Moch, Maj); 2:3 (27:25, 4-4) H. Schrills (Oltmanns); 2:4 (39:18, 5-4 ÜZ) Sassen (Schröder, Bongartz)
3. Drittel: 3:4 (55:53) Strodel (Ruser, C. Gries); 3:5 (58:08, 4-5 UZ) B. Fuchs; 3:6 (58:30, 4-5 UZ) Bongartz (Schröder, Kozhevnikov)
Strafen: Düsseldorf 16 + 10 Woidtke - Neuss 22
Zuschauer: 457

Young Lions Frankfurt - Neusser EV 2:4 (0:0; 0:2; 2:2)

Pflichtaufgabe gelöst, nicht mehr und nicht weniger - so lässt sich der gestrige Arbeitssieg des NEV in Frankfurt bilanzieren. Auch wenn die Mannschaft von Trainer Andrej Fuchs aufgrund zahlreicher Umstellungen spielerisch nicht glänzen konnte, sicherte sie sich trotzdem relativ souverän die eingeplanten drei Zähler.
Erwartungsgemäß wurde NEV-Coach Andrej Fuchs beim Gastspiel in Frankfurt zu erheblichen Umstellungen gezwungen. Mit Kai Oltmanns, Sebastian Bongartz, Sebastian Odenthal (berufliche Gründe), Sven Ernst (Sperre) und Frederic Hellmann (verletzt) mussten fünf Akteure ersetzt werden, so dass keine eingespielte Formation aufgeboten werden konnte. Glücklicherweise konnte Karl Jasik kurzfristig doch noch mitreisen, so dass auch dank der Junioren Caroppo, Leuffen und Fuchs drei Reihen ins Rennen geschickt wurden. Obwohl es logischerweise an der Feinabstimmung haperte, bestimmten die Neusser gegen den Stammverein des Frankfurter DEL-Teams von Anfang an das Geschehen und hätten eigentlich nach dem ersten Abschnitt schon deutlich führen müssen. Lions-Torhüter Paton und einige Schwächen im Abschluss sorgten jedoch dafür, dass es nach 20 Minuten torlos in die Kabinen ging. Im zweiten Abschnitt platzte dann jedoch der Knoten, mit jeweils einem Unter- und Überzahltreffer wurde die überfällige Führung heraus geschossen, die aber kurioserweise zur Folge hatte, dass die Gastgeber nun besser ins Spiel kamen. Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken vernachlässigten die NEV-Cracks nun ihre defensiven Aufgaben, so dass Frankfurt innerhalb kürzester Zeit zu mehreren gefährlichen Kontern kam, bei denen sich Carsten Solbach jedoch als sicherer Rückhalt präsentierte. Nachdem der Neusser Torhüter in der 39. Minute einen Penalty entschärfen konnte, schien zu Beginn des letzten Abschnitts alles nach Plan zu laufen, als der im Sturm eingesetzte Ronny Sassen auf 3:0 erhöhte. Eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Alexander Fuchs (Bandencheck) und die damit verbundene fünfminütige Überzahl brachte die Hessen jedoch noch einmal ins Spiel zurück, zumal kurz darauf auch Fuchs' Onkel Boris auf die Strafbank geschickt wurde. Frankfurt nutzte die sich bietende Gelegenheit zum Anschlusstreffer, den die Neusser eine Minute später aber mit einem schönen Unterzahltor durch Karl Jasik vorentscheidend konterten. Auch wenn die Gastgeber noch einmal verkürzen konnten, geriet der Neusser Sieg in der Schlussphase nicht mehr in Gefahr. Nun gilt die Konzentration dem folgenden Derby in Düsseldorf, für das deutlich bessere personelle Voraussetzungen erwartet werden dürfen.

1. Drittel: Fehlanzeige
2. Drittel: 0:1 (23:33, 4-5 UZ) Jasik (Schröder, Kozhevnikov); 0:2 (31:20, 5-4 ÜZ) Schlesiger (Sauer, Brings)
3. Drittel: 0:3 (42:35) Sassen (Kozhevnikov, Al. Fuchs); 1:3 (48:25, 5-3 ÜZ) Gabler (Mar. Oertel, Pöpel); 1:4 (49:48, 4-5 UZ) Jasik (Solbach); 2:4 (51:02, 5-4 ÜZ) Mar. Oertel (Schwarzer, Peters)
Strafen: Frankfurt 10 - Neuss 14 + 5 + Spieldauer Alexander Fuchs + 10 Jasik
Zuschauer: 134

Lippe Hockey Hamm - Neusser EV 4:5 n.P. (1:0; 3:3; 0:1; 0:1)

Mit einem überraschenden Auswärtssieg schafft der NEV den Anschluss an die Spitzengruppe. Bei Lippe Hockey Hamm, das im bisherigen Saisonverlauf erst ein Spiel verloren hatte, sicherten sich die Neusser im Penaltyschießen den ersten Erfolg über eines der Spitzenteams.
Obwohl die vor der Saison erheblich verstärkten Gastgeber als Favorit in die Partie gingen, versteckte sich der NEV beim Tabellenzweiten nicht. Der vermeintliche Führungstreffer durch Karl Jasik, dem wegen Torraumabseits die Anerkennung verwehrt wurde, hätte durchaus den Spielanteilen entsprochen (10.). Auch der Rückschlag durch den Treffer zum 1:0 (Pietzko, 15.) wurde gut verkraftet, Hamms Torhüter Kornewald präsentierte sich jedoch in sehr guter Verfassung und verhinderte mehrfach den möglichen Ausgleich. Zu Beginn des zweiten Abschnitts platzte dann aber endlich der Knoten, innerhalb von 69 Sekunden drehten Lukas Hoffmann und Karl Jasik die Partie. Um so ärgerlicher, dass man kurz darauf in Überzahl die Scheibe verlor und Hamms Johannhardt dies eiskalt ausnutzte (27.). Neuss verlor plötzlich völlig den Faden und die Gastgeber zeigten, warum sie in dieser Saison zu den absoluten Spitzenteams zählen. Mirko Reinke und Jiri Svejda sorgten in der Druckphase der Young Stars für die erneute Wende der Begegnung. Um sein Team wachzurütteln, reagierte Andrej Fuchs mit einem Torhüterwechsel und beorderte Dennis Uhlig zwischen die Pfosten. Eine Maßnahme, die ihre Wirkung nicht verfehlen sollte, denn seine Schützlinge fanden in der Folgezeit mehr und mehr ins Spiel zurück und wurden in Person von Holger Schrills mit dem wichtigen Unterzahltreffer zum 4:3 belohnt (40.). Auch im letzten Abschnitt der kampfbetonten Begegnung schenkten sich beide Teams nichts. Der NEV drängte auf den Ausgleich, schien sich aber am massiven Abwehr-Bollwerk die Zähne auszubeißen. Fünf Minuten vor der Schlusssirene belohnte Sebastian Bongartz aber dann doch noch die Neusser Bemühungen mit dem 4:4, das eine verdiente Punkteteilung zum Ende der regulären Spielzeit zur Folge hatte. So ging es für beide Mannschaften zum ersten Mal ins Penaltyschießen, und auch dort sollten die Zuschauer auf ihre Kosten kommen. Sehenswerte Soli, aber auch starke Torhüteraktionen sorgten dafür, dass die Entscheidung erst nach dem zwölften Schützen fiel. Nachdem Evgenij Kozhevnikov souverän verwandelt hatte, traf Milan Vanek anschließend nur den Pfosten, so dass Neuss den Zusatzzähler für sich verbuchte. Ein wichtiger Sieg, der zeigte, dass man gegen die Top-Teams nicht nur mithalten, sondern auch punkten kann.

1. Drittel: 1:0 (14:23) Pietzko (Plate)
2. Drittel: 1:1 (23:35) Hoffmann (H. Schrills, B. Fuchs) 1:2 (24:44) Jasik (Bongartz) 2:2 (26:17, 4-5 UZ) Johannhardt (Vanek) 3:2 (28:58, 5-4 ÜZ) Reinke (Jablonski, Svejda) 4:2 (31:33) Svejda (Reinke, Vanek) 4:3 (39:58, 4-5 UZ) H. Schrills
3. Drittel: 4:4 (54:48) Bongartz (Hoffmann, Kozhevnikov)
Penaltyschießen: 4:5 Kozhevnikov
Strafen: Hamm 24 + 5 + Spieldauer Feske + 10 Vanek + 10 Svejda - Neuss 18 + 5 + Spieldauer Ernst + 10 Oltmanns
Zuschauer: 250

Neusser EV - ESV Bergisch Gladbach 11:1 (5:0; 2:0; 4:1)

Ein Sieg hat man ja erhofft und vielleicht gar erwartet, aber daß dieser so hoch und souverän zustande kommt, das war dann schon eher überraschend! Gegen viele ehemalige Neusser Spieler, und seien wir ehrlich, kaum einer trauert ihnen (allen) hinterher, war es leichter als erwartet. In der achten Spielminute konnte Karl Jasik in Überzahl einen Konter mustergültig abschließen und so die Weichen auf Sieg stellen. Es dauerte allerdings bis zur 14. Minute, erst da konnten die Mannen um Trainer Andrej Fuchs nachlegen. Eine tolle Kombination zwischen Schlesiger und Hatterscheid konnte letzterer problemlos einschieben! Nur eine Minute später dann das 3:0 in Überzahl, Kai Oltmanns sah den vortrefflich freigelaufenen Sven Sauer, der keine Mühe hatte den Puck in die Maschen zu schießen. Ein weiterer Doppelschlag in der 18. und 19. Minuten brachte den NEV endgültig auf die Siegerstraße. Zuerst bediente Sebastian Bongartz Sven Ernst, und kurz darauf das wohl frechste Tor seit langem. Kai Oltmanns steht mit dem Rücken 2-3 Meter vorm Tor und bringt die Scheibe einfach mal mit der Rückhand Richtung Gehäuse. Felkel im Kasten der Gäste rechnet natürlich nicht mit so einer dreisten Aktion und sieht bei diesem Gegentreffer mehr als nur alt aus... So ging es mit einem 5:0 in die Drittelpause. Danach nahm Felkel auf der Bank Platz und der Ex-Neusser Marco Ohmann nahm seine Position zwischen den Pfosten ein.
Dieser machte es auf jeden Fall eine Ecke besser und verhinderte mit seinen Paraden in den folgenden 20 Minuten ein Debakel für die Realstars. Zwar wurde es am Ende zweistellig, aber es hätte auch noch viel viel höher ausgehen können... Doch der Reihe nach: Es brauchte bis zur 28. Spielminute ehe es Boris Fuchs schaffte den Puck mit einem Schlenzer in den Winkel zu bugsieren, ein (weiteres) Sahne-Tor an diesem Abend. Drei Zeigerumdrehungen später war es erneut Holger Schrills, der das Ergebnis auf 7:0 (31.) hochschraubte. Zwar ging diesem Treffer ein klares Foulspiel eines Neusser Spielers voran, doch der nicht wirklich überzeugende Schiedsrichter Lindlar ließ einfach weiterspielen...
Im Schlußabschnitt machte Carsten Solbach für Dennis Uhlig Platz. Dieser dürfte sich bei Ronny Sassen bedanken, der bei einem Wechsel gleich dreimal nach vorne stürmte und jedes Mal beim Konter hinten fehlte. beim dritten Mal wurde dies zum 1:7 ausgenutzt. Doch drei Tore in zwei Minuten machten diese Unachtsamkeit schnell vergessen, Christian Schlesiger (48. Ü) und Sebastian Bongartz, nach einer klaren Abseitsstellung eines Neusser Spielers, brachten eine 9:1-Führung. Sicherlich hätte der Linesman das letzte Tor mit einem Pfiff verhindern müssen, aber warum mußten gleich fünf Bergisch-Gladbacher Spieler (inkl. Torwart Ohmann) aufhören zu spielen? So etwas bekommt man doch schon als Bambini eingetrichtert; erst aufhören zu spielen, wenn ein Schiedsrichter abpfeift... Wenig später der bereits angekündigte dritte Treffer, einen schönen Pass von Boris Fuchs verwandelte Holger Schrills zum 10:1! Den Schlußpunkt setzte Karl Jasik mit einem weiteren erfolgreichen Alleingang. Ein klares Ergebnis, wenn auch ein wenig zu niedrig, wenn man die vielen vergebenen Chancen und die guten Paraden von Marco Ohmann betrachtet! Danke, das war mal wieder klasse! Nun heißt es am Sonntag in Hamm zu Punkten, um diesen Sieg zu vergolden :-)

1. Drittel: 1:0 (7:01, 5-4 ÜZ) Jasik (Hellmann); 2:0 (13:51) Hatterscheid (Schlesiger); 3:0 (15:29, 5-4 ÜZ) Sauer (Oltmanns, B. Fuchs); 4:0 (17:59) Ernst (Bongartz, Schlesiger); 5:0 (18:45) Oltmanns (H. Schrills, B. Fuchs)
2. Drittel: 6:0 (27:08, 5-4 ÜZ) B. Fuchs (H. Schrills, Sauer); 7:0 (30:01) H. Schrills (Oltmanns, Sauer)
3. Drittel: 7:1 (42:01) Zeh; 8:1 (47:28, 5-4 ÜZ) Schlesiger; 9:1 (47:44, 5-4 ÜZ) Bongartz; 10:1 (49:34) H. Schrills (B. Fuchs); 11:1 (53:27) Jasik (Sauer, Oltmanns)
Strafen: Neuss 14 + 10 Sassen - Bergisch Gladbach 22 + 10 Dunlop
Zuschauer: 179

Dinslakener Kobras - Neusser EV 0:5 (0:1; 0:2; 0:3)

Das war sicherlich kein Eishockey Hochgenuss, aber man konnte recht souverän die Punkte aus Dinkslaken mitnehmen und so den sechsten Tabellenplatz festigen. Zwar mußte man bis zum Beginn des letzten Drittel befürchten, daß die Gastgeber vielleicht doch noch ins Spiel finden würden, schließlich haben sie die DEG mit 6:4 geschlagen, aber nach den Toren von Evgenij Kozhevnikov und Holger Schrills (in Unterzahl) war diese Gefahr dann aber gebannt. Holger legte noch einen weiteren Treffer nach und nun mußte “nur” noch die Null gehalten werden. Dennis Uhlig mußte dafür ein paar Mal all sein Können in die Waagschale werfen und hat sich so seinen Shut-Out redlich verdient. Klasse Jungs!

Der NEV blickt auf ein Wochenende mit maximaler Punkteausbeute und ohne Gegentor zurück. Wie bereits am Freitag fuhren die Fuchs-Schützlinge auch in Dinslaken einen sicheren Sieg ein.
Ähnlich wie zwei Tage zuvor der EHC Neuwied bevorzugten zu Beginn der Partie auch die Dinslakener Kobras eine eher defensive Grundeinstellung, so dass es erneut am NEV lag, das Spielgeschehen zu diktieren. Die Fuchs-Schützlinge nahmen ihre Rolle an, bissen sich aber zunächst an der massiven Deckung um den gut aufgelegten Torhüter Dennis Rudolph die Zähne aus. So dauerte es bis zur 16. Spielminute, ehe Sebastian Bongartz einen schnellen Angriff mit einem Schuss in die lange Ecke erfolgreich abschloss. Auch im zweiten Abschnitt waren die Neusser das aktivere Team, obwohl die Partie auf eher mäßigem Niveau dahin plätscherte. Nachdem der Pfosten einem Ausbau der Führung im Wege stand (Schröder, 31.), konnte Sven Ernst kurz darauf doch noch den erleichternden zweiten Treffer markieren. Zwar hatten die Gastgeber zwischenzeitlich auch ihre offensiven Bemühungen verstärkt, spätestens beim sicheren Dennis Uhlig im NEV-Gehäuse war jedoch Endstation. So gingen die Neusser mit einem komfortablen Vorsprung in die zweite Pause. Nach Wiederaufnahme des Spiels erstickte Evgenij Kozhevnikov die Hoffnungen der Kobras auf eine Aufholjagd im Keim, als er bei einem Gegenzug den gegnerischen Torhüter souverän ausspielte und zum 0:3 einschob (42.). Schien die Partie damit bereits entschieden, so beseitigte Holger Schrills zwei Minuten später und auf kuriose Weise die letzten Zweifel am Neusser Sieg. Bei einem Unterzahlkonter überraschte er Dennis Rudolph, den er an der Bande stehend anschoss und von dem die Scheibe daraufhin ins Tor abprallte. Der Torjäger sollte sich auch für den Endstand verantwortlich zeichnen, als er nach einem Fuchs-Zuspiel den Puck mühelos ins halbleere Gehäuse versenkte (56.). Spannender wurde es auf der Gegenseite, wo sich für Dennis Uhlig die Frage stellte: Shut-out oder nicht? Nachdem der 19-Jährige zuvor zwei gute Möglichkeiten von Pierre Klein gekonnt entschärfte, sicherte er sich eine halbe Minute vor der Schlusssirene mit einer letzten Parade gegen Kobras-Routinier Jan-Anton Baron die weiße Weste. Die Vorlage zum dritten Treffer rundete den gelungenen Abend für den Neusser Schlussmann ab, der nach der Partie von den mitgereisten Fans ebenso gefeiert wurde, wie Geburtstagskind Karl Jasik, dem ein Geschenk in Form eines Torerfolgs diesmal jedoch verwehrt blieb.

1. Drittel: 0:1 (15:56) Bongartz (Hoffmann, Ernst)
2. Drittel: 0:2 (34:32) Ernst (Bongartz)
3. Drittel: 0:3 (41:37) Kozhevnikov (Sassen); 0:4 (43:55,4-5 UZ) H. Schrills (Uhlig); 0:5 (55:35) H. Schrills (B. Fuchs)
Strafen: Dinslaken 10 - Neuss 10 + 10 Bongartz
Zuschauer: 150

Neusser EV - EHC Neuwied 6:0 (2:0; 2:0; 2:0)

Dank eines souveränen Sieges über den EHC Neuwied klettert der NEV auf den fünften Tabellenplatz der Regionalliga NRW. Gegen den Aufsteiger zeigten die Neusser eine konzentrierte Leistung und hatten die Begegnung jederzeit im Griff.
Obwohl NEV-Trainer Andrej Fuchs auf die beruflich verhinderten Daniel Pering, Sebastian Bongartz und Sebastian Odenthal verzichten musste, agierte sein Team gegen den Aufsteiger von Anfang an spielbestimmend. Frühzeitig erarbeitete man sich mit schnellen Kombinationen gute Chancen, doch der starke Neuwieder Torhüter Siekmann hielt seinen Kasten lange Zeit sauber. Dennoch schien es nur eine Frage der Zeit, bis das Abwehrbollwerk der Gäste geknackt würde, zumal der Schlussmann bei Pfostenschüssen von Daniel Hatterscheid und Sven Sauer mit dem Glück im Bunde war. So lag es erneut am Neusser "Torschützen vom Dienst", Holger Schrills, den Bann zu brechen, was diesem nach knapp 16 Minuten nach guter Vorarbeit von Kai Oltmanns gelang. Als Kevin Brings nur eine Zeigerumdrehung später einen Abpraller zum 2:0 verwertete, war der standesgemäße und dem Spielverlauf entsprechende Vorsprung perfekt. Auch im zweiten Abschnitt dominierten die Gastgeber, die durch Karl Jasik auf 3:0 erhöhten (24.). Der Stürmer hatte nach einem Sauer-Schuss den Puck unhaltbar für den Neuwieder Torsteher abgefälscht. Obwohl die Neusser anschließend nicht mehr ganz so zielstrebig agierten, hatten sie die "Bären" mit einer konzentrierten Defensivleistung gut unter Kontrolle und ließen nur selten gefährliche Situationen zu. Als der schön frei gespielte Boris Fuchs die Scheibe nach 37 Minuten in den Winkel wuchtete, war schon relativ klar, dass die Quirinusstädter das unter dem Strich beidseitig sehr fair geführte Spiel nicht mehr aus der Hand geben würden. Nachdem im letzten Abschnitt auch Frederic Hellmann die Beschaffenheit des Neuwieder Torgestänges prüfte, legte der zuvor im Abschluss glücklose Daniel Hatterscheid sein Schusspech ab und erhöhte auf 5:0 (48.). Für den Endstand zeichnete sich dann erneut Karl Jasik verantwortlich, der aus kurzer Distanz seinen zweiten Treffer an diesem Abend markierte. Grund zum Feiern hatte aber nicht nur der Doppeltorschütze, sondern auch Torhüter Carsten Solbach, der seinen ersten Shut-out der Saison einfuhr. Zwar wurde der Neusser Schlussmann gegen die defensiv eingestellten Gäste relativ wenig gefordert, wenn dies aber der Fall war, machte er deren Chancen souverän zunichte.

1. Drittel: 1:0 (15:49, 5-4 ÜZ) H. Schrills (Oltmanns); 2:0 (16:56) Brings (Hofmann, Schlesiger)
2. Drittel: 3:0 (23:41) Jasik (Sauer, Oltmanns); 4:0 (36:49) B. Fuchs (Sauer, Oltmanns)
3. Drittel: 5:0 (47:50, 5-4 ÜZ) Hatterscheid (Sassen, Jasik); 6:0 (54:07) Jasik (Sassen, Kozhevnikov)
Strafen: Neuss 8 - Neuwied 10
Zuschauer: 218

EV Duisburg - Neusser EV 4:2 (2:1; 2:1; 0:0)

Klasse Leistung gegen eine starke Truppe aus Duisburg. Gut gekämpft, ein Bisschen Glück und einen stark haltenden Dennis Uhlig. Da haben wir uns richtig gut verkauft und gut aus der Affaire gezogen, mehr war da allerdings nicht drin. Holger hat da weiter gemacht, wo er am Freitag aufgehört hat und beide Neusser Treffer erzielt. Das zweite gar in Unterzahl, ein Konter genial in den Winkel gezimmert! Wow! Das macht Freude und nun heißt es am Freitag die Leistung zu bestätigen und gegen Neuwied Punkte einfahren...

Zogen sich die Neusser bereits gegen die Moskitos Essen achtbar aus der Affäre, so erreichten die Schützlinge von Trainer Andrej Fuchs auch gegen den zweiten Liga-Favoriten ein akzeptables Ergebnis. Während Holger Schrills erneut doppelt traf, zeichnete sich auf Seiten des EV Duisburg vor allem dessen Paradereihe für den 4:2-Sieg verantwortlich.
Obwohl Carsten Solbach wieder mit an Bord war, vertraute Trainer Andrej Fuchs gegen das letztjährige DEL-Team erneut auf Dennis Uhlig, da erstgenannter in dieser Woche nicht trainieren konnte. Erwartungsgemäß stand der Neusser Torhüter frühzeitig im Mittelpunkt, da die Gastgeber druckvoll begannen, sich an den konzentriert verteidigenden NEV-Cracks anfänglich jedoch die Zähne ausbissen. Die Quirinusstädter setzten auf Konter und wurden nach einem Lattentreffer von Evgenij Kozhevnikov (1.) in der siebten Minute durch den Führungstreffer belohnt, den Holger Schrills bei einem Zwei-auf-eins-Gegenzug erzielte. Lange konnten sich die Neusser jedoch nicht darüber freuen, denn nur zwei Zeigerumdrehungen später rutschte Dennis Uhlig ein Distanzschuss von Udo Schafranski durch die Schoner. Ärgerlich, dass die Neusser kurz vor dem Drittelende in der Vorwärtsbewegung den Puck verloren, was Duisburgs erste Sturmformation sieben Sekunden vor der Pausensirene mit dem 2:1 bestrafte. Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie zunächst etwas, ehe die Duisburger Paradereihe, die ohne ein Mitwirken des EVD wohl kaum in der Regionalliga auflaufen würde, zwei weitere Ausrufezeichen setzte. Der Finne Miika Jäske setzte nach einem gewonnenen Bully einen Abpraller in die Maschen (33.), ehe sein eingebürgerter Landsmann Kujala eine sehenswerte Überzahl-Kombination erfolgreich abschloss (39.). Den Schlusspunkt des zweiten Drittels setzte jedoch Holger Schrills, der seine derzeitige Top-Form bei einem Unterzahlkonter unter Beweis stellte, den der 23-Jährige mit einem Schuss unter die Latte zum 4:2 verwertete. Zu Beginn des Schlussabschnitts wog das Spiel zunächst hin und her, beide Seiten konnten ihre Möglichkeiten aber nicht in weitere Tore ummünzen. Die weiterhin aufopferungsvoll kämpfenden Neusser verließ jedoch so langsam die Kraft, so dass deren Schlussoffensive ausblieb. Statt dessen verhinderte der unter dem Strich sehr stark haltende Dennis Uhlig mit mehreren Glanzparaden eine höhere Niederlage, für die sich der NEV nicht schämen muss. Gegen das “Star-Ensemble” der Füchse war man zwar letztendlich erwartungsgemäß ohne Siegchance, zeigte aber erneut eine zufrieden stellende Leistung. Die Punkte müssen gegen andere Gegner geholt werden.

1. Drittel: 0:1 (6:49) H. Schrills 1:1; (8:32) Schafranski (Gerike, Breitkreuz); 2:1 (19:53) Fritzmeier (Kujala, Jäske)
2. Drittel: 3:1 (32:41) Jäske (Hrstka, Fritzmeier) 4:1 (38:15, 4-4) Kujala (Jäske, Fritzmeier) 4:2 (39:39, 4-5 UZ) H. Schrills (Oltmanns)
3. Drittel: Fehlanzeige
Strafen: Duisburg 8 - Neuss 12
Zuschauer: 1.400 (lach, das waren eher 1.900-2.000)

Neusser EV - EHC Troisdorf 15:1 (6:1; 5:0; 4:0)

Was für ein geiles Spiel! Ein Holger Schrills der den Gegner mit siebten Treffern fast im Alleingang abgeschossen hat. Nein, die ganze Mannschaft hat ein tolles Spiel gemacht und den Gegner meist schon in der neutralen Zone gestoppt! Dann ein Tor schöner als das andere, wer das verpasst hat sollte sich mal gepflegt in den Hintern beißen!!
Bereits nach 57 Sekunden klingelte es im Kasten von Tim Kühlem. Holger zum Ersten... Der zweite Streich ließ nicht lange auf sich warten, nach 5 Minuten das 2:0 unserer Nummer 71. Eine Minute später durfte Neuzugang Sebastian Odenthal, als Stürmer eingesetzt, seinen ersten Treffer für seine neue Mannschaft bejubeln, ihm gelang in Überzahl das frühe 3:0. Keine zwei Zeigerumdrehungen später war es erneut Holger Schrills (4:0 Überzahl), der den Gegner früh zur Verzweifelung trieb! Das war zuviel für Kühlem, der seinen Kasten zugunsten von Nils Isselhorst räumte. Der zeigte im Laufe der Partie eine bessere Leistung als sein Vorgänger, war aber oft einfach chancenlos. So ging das Torschießen munter weiter, Boris Fuchs und erneut Holger Schrills trafen für Neuss, während Dennis Uhlig auch einmal hinter sich greifen mußte. Er vertrat den verhinderten Carsten Solbach prächtig und konnte ein paar richtig gefährliche Schüsse entschärfen, auch wenn es im Großen und Ganzen recht ruhig vor seinem Kasten war.
Im zweiten Spielabschnitt wieder nur der NEV! Einen genialen Pass von Fuchs schloß Kai Oltmanns mustergültig ab (23.), ehe Holger in der 27. in Überzahl die Führung auf 8:1ausbaute. Sassen sorgte in Überzahl für den neunten Treffer (33.) ehe ein Doppelschlag in der 35. Minute (Holger und Sebastian Bongartz) es zweistellig werden ließ.
Im Schlußdrittel traf zunächst Daniel Pering (43.), ehe erneut Kai Oltmanns (45.) eine schöne Kombination zum 13:1 abschloss. Jetzt wurden die Gäste noch einmal wach, allerdings fielen sie zunehmend durch eine unsaubere Spielweise auf denn durch Eishockey... Aber die Neusser ließen sich das nicht gefallen und so kamen auch die Gäste zu einigen Überzahlspielen, Diese nutzten die Neusser zu zwei Unterzahltreffern in Folge!! Erst war es Karl Jasik, der einen tollen Alleingang klasse abschloß, ehe es dem Spieler des Abends vergönnt war den Schlußpunkt zu setzen. Mit einem genialen Treffer unter die Latte, seinem neuten Scorerpunkt an diesem Abend, besiegelte er den 15:1-Sieg gegen eine völlig überforderte Mannschaft aus Triosdorf. Mit dieser Torflut hätte sicher keiner gerechnet, aber in der Endabrechnung spiegelt das Ergebnis den Spielverlauf wider!

Hut ab! Klasse, das hat richtig Spaß gemacht!!! Danke Jungs!

1. Drittel: 1:0 (0:57) H. Schrills (Sauer, B. Fuchs); 2:0 (4:57) H. Schrills (Oltmanns, B. Fuchs); 3:0 (5:49, 5-4 ÜZ) Odenthal (Hoffmann, Hatterscheid); 4:0 (7:27, 5-4 ÜZ) H. Schrills (B. Fuchs, Sauer); 5:0 (11:39) B. Fuchs (Oltmanns, H. Schrills); 5:1 (14:30) Warda (Czaika, K. Kühlem); 6:1 (19:39) H. Schrills (Oltmanns, Pering)
2. Drittel: 7:1 (22:04, 5-4 ÜZ) Oltmanns (H. Schrills, B. Fuchs); 8:1 (26:41, 5-4 ÜZ) H. Schrills (Hatterscheid, Pering); 9:1 (32:49, 5-4 ÜZ) Sassen (Jasik, Kozhevnikov); 10:1 (34:00) H. Schrills (Sauer); 11:1 (34:47) Bongartz (Hatterscheid, Odenthal)
3. Drittel: 12:1 (42:21, 5-4 ÜZ) Pering (B. Fuchs); 13:1 (44:17, 5-4 ÜZ) Oltmanns (Jasik, Sassen); 14:1 (47:26, 4-5 UZ) Jasik; 15:1 (53:54, 4-5 UZ) H. Schrills (B. Fuchs)
Strafen: Neuss 12 + 10 Brings - Troisdorf 22
Zuschauer: 180

Neusser EV - Königsborner JEC 3:2 (2:0; 1:2; 0:0)

Aua aua aua... Man war das übelst! Drei Punkte! Das war dann auch schon fast das ganze Positive an diesem “Eishockey”-Abend... Das erste Tor von Holger war absolut sehenswert, aber ansonsten war das nicht viel... Weder von unserer Seite noch von den Gästen. Und der Schiedsrichter... Nee, da fehlen mir die Superlativen so unterirdisch war das wieder einmal.

Mit einem Arbeitssieg über den Königsborner JEC verbuchte der NEV die ersten Punkte der noch jungen Regionalliga-Saison. Gegen die kampfstarken Gäste bestimmten die Neusser zwar über weite Strecken das Spiel, verpassten aber durch eine zu hohe Fehlerquote und schwache Chancenverwertung eine frühere Entscheidung.

Dank der Verstärkung aus dem Juniorenkader standen Trainer Andrej Fuchs gegen die Gäste aus Unna vier komplette Reihen zur Verfügung, von denen allerdings nur drei eingesetzt wurden. Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte Partie mit zahlreichen Checks und Strafzeiten, so dass sich beide Teams abwechselnd in Über- und Unterzahlsituationen versuchen durften. Der NEV machte dabei den besseren Eindruck und ging nach einem abgeblockten Pering-Schuss, den Holger Schrills im Fallen verwertete, mit 1:0 in Führung. Nur zwei Minuten später war der Torjäger erneut zur Stelle, als er nach einer sehenswerten Unterzahl-Kombination mit Karl Jasik die Scheibe nur noch über die Linie drücken musste (17.). Es lief also alles plangemäß für den NEV, der auch im zweiten Abschnitt das bessere Team war, beim Abschluss aber nicht entschlossen genug agierte. Effektiver spielten die Gäste, die von der steigenden Neusser Fehlerquote profitierten und nach 28 Minuten durch Nikolas Bitter den Anschlusstreffer markierten. Zwar überraschte Evgenij Kozhevnikov Unnas ansonsten guten Torhüter Kuchnia mit einem Flachschuss zum 3:1, die Bulldogs gaben durch einen trockenen Schuss aus der Halbdistanz jedoch die prompte Antwort (32.). Während der NEV nach einem Stocktreffer ins Gesicht auf Karl Jasik verzichten musste, verflachte die Begegnung in der Folgezeit. Zwar ließen die Neusser ihren Gegner nur selten zu gefährlichen Aktionen kommen, auf der anderen Seite fehlte bei den eigenen Versuchen die Durchschlagskraft. Auch wenn man nicht das Gefühl hatte, das Spiel könnte kippen, sorgte der hauchdünne Vorsprung wiederum auch nicht dafür, dass Ordnung in die Spielzüge der NEV-Cracks kam. Im letzten Drittel versuchten sich diese erfolglos an der Vorentscheidung, wobei sich Jasiks Rückkehr zehn Minuten vor dem Ende belebend auf das verkrampft wirkende Offensivspiel auswirkte. Als Christian Schlesiger in der 56. Minute auf die Strafbank geschickt wurde, musste man kurzzeitig noch einmal um den Erfolg bangen, eine Mischung aus gutem Penalty-killing der Neusser und mangelnder Kreativität der Gäste sorgte jedoch dafür, dass die Gelegenheit zum Ausgleich ungenutzt verstrich. So blieb es beim knappen, aber verdienten Sieg des NEV, der damit die wichtigen ersten Punkte auf der Habenseite verbuchte.

1. Drittel: 1:0 (14:38, 5-4 ÜZ) H. Schrills (Pering, B. Fuchs); 2:0 (16:29, 4-5 UZ) H. Schrills (Jasik)
2. Drittel: 2:1 (28:41) Bitter (Kracht, Czernohous); 3:1 (30:20) Kozhevnikov (Brings); 3:2 (31:07) A. Kuchnia (Rangen)
Strafen: Neuss 18 - Königsborn 18
Zuschauer: 185

Ratinger Ice Aliens - Neusser EV 5:3 (0:1; 4:2; 1:0)

Auch bei der Auswärtspremiere zeigte der NEV eine zufrieden stellende Vorstellung. Gegen die Ratinger Ice Aliens befanden sich die Fuchs-Schützlinge Mitte des zweiten Drittels auf Punktekurs, agierten dann aber defensiv zu nachlässig. Die gezeigte Leistung stimmt dennoch zuversichtlich, nach Beseitigung des Trainingsrückstands die zum Ziel gesetzten Tabellenregionen anpeilen zu können. Beim Derby musste der NEV gleich auf vier Spieler verzichten. Während Holger Schrills aus beruflichen Gründen fehlte, mussten Daniel Pering und Niklas Hofmann krankheitsbedingt passen. Darüber hinaus hatte sich Andi Schrills im Training eine Verletzung des Innenbands zugezogen, die einen längerfristigen Ausfall befürchten lässt. Dennoch konnte Andrej Fuchs drei komplette Reihen und mit seinem Sohn Alexander einen zehnten Stürmer aufbieten. Gegen die Ratinger entwickelte sich von Anfang an ein schnelles und unterhaltsames Spiel ohne viele Unterbrechungen. Die Gastgeber erarbeiteten sich leichte spielerische Vorteile und hatten auch ein Chancen-Plus, der NEV konterte jedoch gefährlich. Es sah dennoch nach einem torlosen Auftaktdrittel aus, als Kai Oltmanns sechs Sekunden vor der Pausensirene in Unterzahl die Scheibe eroberte und einen Bilderbuch-Konter einleitete, den Sebastian Bongartz in der Schlusssekunde mit einem wuchtigen Distanzschuss erfolgreich abschloss. Es sollte noch besser kommen, als Sven Ernst nach Wiederaufnahme des Spiels einfach mal kurz hinter der blauen Linie abzog und die Scheibe im Ratinger Gehäuse landete. Zwar verkürzte Benjamin Hanke umgehend auf 1:2, Kevin Brings stellte nach einem Bongartz-Alleingang jedoch mit einem verwerteten Abpraller den alten Abstand wieder her (27.). Anstatt mit dem beruhigenden Vorsprung im Rücken das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, machten die Neusser in der Folgezeit den Fehler, den offenen Schlagabtausch fortzusetzen. Davon profitierten nun die Gastgeber, die innerhalb von zweieinhalb Minuten zum Ausgleich kamen und den daraus resultierenden Rückenwind zur erstmaligen Führung nutzten (Neuber, 37.). Beim Stand von 4:3 ging es erneut in die Kabinen, ehe beide Mannschaften im letzten Abschnitt defensiv wieder geordneter agierten. Das Spiel wog hin und her und sollte in der 52. Minute zugunsten der Außerirdischen entschieden werden. Nachdem er zuvor recht ausgeglichen gepfiffen hatte, schickte Schiedsrichter Schummers innerhalb von 29 Sekunden zwei Neusser mit zumindest zweifelhaften Strafen vom Eis, was die Gastgeber clever ausnutzten. Auch wenn der glückliche Sieg der Ratinger aufgrund der größeren Spielanteile in Ordnung ging, wusste die Neusser Mannschaft erneut zu überzeugen.

1. Drittel: 0:1 (19:59, 4-5 UZ) Bongartz (Sauer)
2. Drittel: 0:2 (23:05) Ernst (Hellmann, Kozhevnikov); 1:2 (25:32) Hanke (Bergstermann, Görge); 1:3 (26:36) Brings (Bongartz); 2:3 (26:56) Fischbach (Neuber); 3:3 (29:19) Haßelberg (Musga, Schmitz); 4:3 (36:58) Neuber (Fischbach)
3. Drittel: 5:3 (52:43, 5-3 ÜZ) Fischbach (Büermann, Neuber)
Strafen: Ratingen 10 - Neuss 16 + 10 Bongartz
Zuschauer: 683

Neusser EV - ESC Mokitos Essen 3:6 (0:2; 2:1; 1:3)

Also ich denke mit Rob Campbell und vor allem Hinten mit einem starken Joe Cappelano wäre mindestens ein Punkt sicher gewesen... Dennoch eine gute Leistung, wenn man bedenkt, daß unsere Truppe ja weiterhin viel weniger “Eis” hat, als die anderen Mannschaften!

Trotz der Auftaktniederlage kann man auf Neusser Seite mit dem Start in die Meisterschaft durchaus zufrieden sein. Gegen den haushohen Favoriten aus Essen zeigte der NEV eine überzeugende Vorstellung, die mit etwas mehr Glück durchaus auch durch Punkte hätte belohnt werden können. Nach 0:3-Rückstand und anschließender Aufholjagd setzten sich die effektiver agierenden Gäste jedoch aufgrund der individuellen Klasse ihrer Ausnahmespieler doch noch durch.
Pünktlich zum Meisterschaftsauftakt konnte Trainer Andrej Fuchs auf seinen kompletten Mannschaftskader zurückgreifen. Gegen einen der beiden Liga-Topfavoriten musste sein Team jedoch einen frühen Rückschlag verkraften, denn bereits nach zwei Minuten nutzten die Gäste eine doppelte Überzahl zum Führungstreffer durch David Inman. In der Folgezeit entwickelte sich ein schnelles und intensiv geführtes Spiel, das die Neusser - etwas überraschend - durchaus offen gestalten konnten. So ergab sich gleich mehrfach die Möglichkeit zum Ausgleich, den die NEV-Fans nach acht Minuten auch bejubelten, ehe das unter dem Strich schwache Schiedsrichtergespann Sven Ernsts Treffer nachträglich aberkannte. Um so ernüchternder, dass die Essener nach einem folgenden Pfostentreffer von Sebastian Bongartz ihren Vorsprung durch Marc Höveler ausbauen konnten, was nicht dem Spielverlauf entsprach (14.). Machte die schlechte Chancenverwertung dem NEV bis dahin zu schaffen, schien für die deutlich effektiver agierenden Moskitos im zweiten Abschnitt alles plangemäß zur verlaufen. Nach dem zweiten Tor durch Essens kanadischen Verteidiger Inman nahm die Partie allerdings nicht den erwarteten Verlauf. Der wie schon in der Vorbereitung mit einer starken Leistung überzeugende Karl Jasik markierte nach 36 Minuten den überfälligen Anschlusstreffer, ehe Boris Fuchs in der Schlussminute des Mitteldrittels seine Routine ausspielte und auf 2:3 verkürzte. Als Sebastian Bongartz nach schöner Vorarbeit von Jasik gar den Ausgleich markierte (46.), schien für die weiter stürmenden NEV-Cracks eine Überraschung möglich, doch die Ausnahmekönner in Reihen der Gäste konterten clever. Antti-Jussi Miettinen und David Inman rückten mit einem Doppelschlag die Verhältnisse gerade, ehe Frank Petrozza die letzten Neusser Hoffnungen zunichte machte (57.). Die Enttäuschung hielt sich nach dem Spiel dennoch in Grenzen, da der NEV eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt hatte und insbesondere kämpferisch vollauf zu überzeugen wusste. Dass man diesmal in den entscheidenden Situationen nicht das Glück auf seiner Seite hatte, sollte sich im weiteren Saisonverlauf ausgleichen, für den der mutige Auftritt gegen den hochkarätig besetzten Gegner optimistisch stimmt.

1. Drittel: 0:1 (2:08, 5-3 ÜZ) Inman (Kohmann, Grein); 0:2 (13:40) Höveler (Ackers, Miettinen)
2. Drittel: 0:3 (28:25, 5-4 ÜZ) Inman; 1:3 (36:24, 5-4 ÜZ) Jasik (Sassen); 2:3 (39:13, 5-4 ÜZ) B. Fuchs
3. Drittel: 3:3 (45:49, 5-4 ÜZ) Bongartz (Jasik, Kozhevnikov); 3:4 (49:58) Miettinen; 3:5 (51:00) Inman (Kruminsch, Miettinen); 3:6 (56:08) Petrozza (Kohmann)
Strafen: Neuss 16 - Essen 26 + 10 Schmitt
Zuschauer: 330


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