Rückblicke 2010


Gehe zu: Sonntag 07.03.2010: Moskitos Essen - Neusser EV 3:1
Gehe zu: Freitag 05.03.2010: DEG II - Neusser EV 2:3 n.P.
Gehe zu: Sonntag 28.02.2010: Neusser EV - Lippe Hockey Hamm 2:5
Gehe zu: Samstag 27.02.2010: Königsborner JEC - Neusser EV 7:1
Gehe zu: Freitag 19.02.2010: Neusser EV - X?X Dinslaken Kobras 7:1
Gehe zu: Sonntag 14.02.2010: Neusser EV - Ratinger Aliens 3:5
Gehe zu: Freitag 12.02.2010: Rhein Neckar Stars - Neusser EV 7:3
Gehe zu: Freitag 05.02.2010: Neusser EV - Königsborner JEC 8:4
Gehe zu: Mittwoch 03.02.2010: EV Duisburg - Neusser EV 9:0
Gehe zu: Sonntag 31.01.2010: Neusser EV - Moskitos Essen 2:4
Gehe zu: Freitag 29.01.2010: Neusser EV - DEG II 2:6
Gehe zu: Freitag 22.01.2010: X?X Dinslaken Kobras - Neusser EV 4:6
Gehe zu: Sonntag 17.01.2010: Ratinger Ice Aliens - Neusser EV 7:1
Gehe zu: Freitag 15.01.2010: Neusser EV - Rhein Neckar Stars 14:1
Gehe zu: Sonntag 10.01.2010: Lippe Hockey Hamm - Neusser EV 9:3
Gehe zu: Freitag 08.01.2010: Neusser EV - EV Duisburg 4:3 n.P.
Rückblicke der Vorrunde

WZ-Live-Ticker

Moskitos Essen - Neusser EV 3:1 (0:1; 0:0; 3:0)

Zum Abschluss bewiesen die NEV-Cracks noch einmal Charakter. Obwohl die Partie eigentlich nur noch für die Gastgeber von Bedeutung war, lieferten die Neusser eine überragende kämpferische Vorstellung ab und schrammten nur knapp an einer dicken Überraschung vorbei.
Eigentlich war die Ausgangssituation vor der Partie klar. Für die Gastgeber ging es darum, mit einem Sieg die Endrunde für sich zu entscheiden und sich damit eine gute Ausgangssituation für die folgenden Play-offs zu sichern. Auf der anderen Seite war der NEV nach einer Saison mit Licht und (mehr) Schatten in der klaren Außenseiterrolle, doch die sollte den Fuchs-Schützlingen zum wiederholten Male liegen. Die Neusser gestalteten die Partie im ersten Abschnitt überraschend offen und verdienten sich die frühe Führung, die Sebastian Bongartz nach drei Minuten erzielt hatte. Der Neusser Stürmer hatte die minimale Lücke zwischen den Schienen von ESC-Torhüter Schmitt gefunden und das 0:1 markiert. Den Rückstand nahmen zumindest die Essener Zuschauer noch recht gelassen hin, die wohl nicht mit dem verbissenen Kampf gerechnet hatten, den der NEV in der Folgezeit liefern sollte. Mit einer geschlossenen, konzentrierten Mannschaftsleistung stellte man den Spitzenreiter vor große Probleme. Während der erneut überragende Carsten Solbach seine Vorderleute immer wieder antrieb, rückte eine Überraschung mit fortlaufender Spieldauer immer mehr in den Bereich des Möglichen. Obwohl man insbesondere in Unterzahl unter Druck stand, gelangen auch regelmäßig gefährliche Entlastungsangriffe, die durchaus zu weiteren Treffern hätten führen können. Nachdem die Essener im zweiten Drittel unter anderem zweimal am Pfosten scheiterten, vergab der NEV zwischen der 39. und der 45. Minute mehrere dicke Chancen, den Vorsprung auszubauen. In der entscheidenden Phase hatten die Gastgeber das Glück auf ihrer Seite, wobei aus Neusser Sicht Schiedsrichter Zsolt Heffler entscheidenden Anteil daran hatte, dass sich der Favorit in der Schlussphase doch noch durchsetzen sollte. Als Carsten Solbach seinen zuvor verlorenen Schläger aufsammeln wollte, erkannte David Inman die Situation schnell und setzte den Puck aus der neutralen Zone in das verwaiste Gehäuse (49.). Reklamationen über eine angebliche Abseitssituation blieben ebenso ohne Erfolg wie die wütenden Proteste nach einer weiteren umstrittenen Entscheidung, die den Gastgebern drei Minuten später eine 5:3-Überzahl bescherte. Nachdem Heffler bereits angezeigt hatte, dass ein aus dem Feld beförderter Puck abgefälscht worden war, schickte er anschließend doch noch Ronny Sassen auf die Strafbank. Zu allem Unglück wurde der Puck beim folgenden Essener Führungstreffer auch noch von einem Schlittschuh über die Linie befördert, wodurch Heffler erst recht zum Neusser Buhmann avancierte. Zwar bekam anschließend auch der NEV noch die Gelegenheit, in Überzahl eine erneute Wende herbei zu führen, Essens Finne Miettinen sorgte jedoch mit einem erfolgreichen Konter für die Entscheidung zugunsten der Hausherren. Auch wenn die Enttäuschung über die verpasste Rolle des Spielverderbers nach der Schlusssirene groß war, ernteten die Neusser für ihre engagierte Vorstellung nicht nur aus den eigenen Reihen Lob und Anerkennung.

1. Drittel: 0:1 (3:06) Bongartz (Kozhevnikov)
2. Drittel: Fehlanzeige
3. Drittel: 1:1 (48:39) Inman (Kohmann, Hendle); 2:1 (53:06, 5-4 ÜZ) Kohmann (Grein, Miettinen); 3:1 (56:35, 4-5 UZ) Miettinen (Petrozza)
Strafen: Essen 16 - Neuss 20 + 10 Sauer
Zuschauer: 758

DEG II - Neusser EV 2:3 n.P. (1:1; 1:0; 0:1; 0:1)

Nachdem der NEV bereits das Vorrunden-Gastspiel an der Brehmstraße für sich entscheiden konnte, überraschte er an seinem letzten Saison-Wochenende erneut. Gestützt auf einen überragenden Carsten Solbach setzten sich die Fuchs-Schützlinge nach Penaltyschießen durch.
Bereits in der Anfangsphase entwickelte sich ein schnelles und kampfbetontes Spiel, in dem die Gastgeber leichte Vorteile besaßen, während der NEV mit Kontern für Gefahr sorgte. Dass die Düsseldorfer direkt ihre erste Überzahl-Gelegenheit zur frühzeitigen Führung nutzen konnten, wirkte sich auf das Neusser Spiel nicht nachteilig aus. Die Quirinusstädter zeigten sich bei ihren Torchancen ideenreich und kamen nach acht Minuten zum verdienten Ausgleich, den Sven Ernst im Nachschuss markierte. Auch in der Folgezeit hatten beide Mannschaften gute Gelegenheiten, Zählbares sprang dabei jedoch nicht mehr heraus. Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild, der NEV kam nun nicht mehr so häufig vor des Gegners Tor, stattdessen stand Carsten Solbach vermehrt im Rampenlicht. Vor allem dem Neusser Torhüter war es zu verdanken, dass die Landeshauptstädter nur zu einem weiteren Treffer kamen, den Thorsten Gries zur "Halbzeit" erzielte. Der NEV kämpfte weiterhin aufopferungsvoll und konnte in der Endphase des zweiten Abschnitts auch wieder vermehrt für Entlastung der strapazierten Defensive sorgen. Diese wurde jedoch auch im letzten Drittel gefordert, da die Gastgeber verbissen um den Play-off-Einzug kämpften. Schiedsrichter Rademaker ließ beide Teams über die gesamte Spieldauer an der langen Leine, was trotz einiger Scharmützel nicht zu Eskalationen führte. Anders als in den letzten Wochen war nun endlich auch das Glück auf Neusser Seite, denn mitten in die Abwehrschlacht platzte ein Unterzahlkonter über Boris Fuchs, den Holger Schrills zum erneuten Ausgleich verwertete. Da Carsten Solbach sein Team auch in der Schlussphase schadlos hielt, stand nach 60 Minuten die Punkteteilung fest. Über die Vergabe des Zusatzpunktes musste also das Penaltyschießen entscheiden, in dem Carsten Solbach seine überragende Vorstellung mit drei parierten Versuchen krönte, während mit Boris Fuchs ein weiterer Routinier den überraschenden Erfolg perfekt machte. Die Enttäuschung auf Düsseldorfer Seite dürfte sich jedoch in Grenzen halten, da ihnen der eine Punkt aufgrund der gleichzeitigen Niederlagen der Konkurrenten aus Hamm und Ratingen zum Einzug in die Play-offs reichte.

1. Drittel: 1:0 (02:50, 5-4 ÜZ) Hrstka (Bromé); 1:1 (08:08) Ernst (Kozhevnikov)
2. Drittel: 2:1 (29:15) T. Gries (Verelst)
3. Drittel: 2:2 (49:22, 4-5 UZ) H. Schrills (B. Fuchs)
Penaltyschießen: 2:3 B. Fuchs
Zuschauer: 168

Neusser EV - Lippe Hockey Hamm 2:5 (2:2; 0:0; 0:3)

Das war zwar zeitweise nett anzusehen, aber wenn man seine Chancen nicht nutzt kommt so eine Scheiße da bei raus...

1. Drittel: 0:1 (1:35) Vanek (Svejda); 1:1 (4:38, 5-3 ÜZ) H. Schrills (Sauer, B. Fuchs); 2:1 (13:13) H. Schrills (B. Fuchs, Oltmanns); 2:2 (19:43, 5-4 ÜZ) Kracht (Svejda, Vanek)
2. Drittel: Fehlanzeige
3. Drittel: 2:3 (41:34) Vanek (Svejda, Kracht); 2:4 (51:44, 4-4) Svejda (Kracht); 2:5 (52:47, 5-4 ÜZ) Pietzko (Svejda, Kracht)
Strafen: Neuss 26 + 10 + Spieldauerdisziplinarstrafe Sassen + 10 H. Schrills - Hamm 22
Zuschauer: 102

Königsborner JEC - Neusser EV 7:1 (1:0; 2:0; 4:1)

Ein Ausflug nach dem Motto "Pleiten, Pech und Pannen" war das Auswärtsspiel in Unna. Gegen taktisch disziplinierte Gastgeber verlor der NEV nach gutem ersten Drittel völlig den Faden und ging mit 7:1 unter.
Vor der Partie zeigten sich die Verantwortlichen des NEV ob der guten personellen Lage noch optimistisch. Zwar hatten Holger Schrills, Boris Fuchs und Mike Höfgen unter der Woche grippebedingt mit dem Training ausgesetzt, für das Spiel stellten sie sich jedoch in den Dienst der Mannschaft, so dass man mit komplettem Kader beim Tabellennachbarn antreten konnte. Auch die ersten Eindrücke des Auftaktdrittels bestätigten die Hoffnung auf den zum Ziel gesetzten Auswärtssieg. Neuss war von Anfang an überlegen, erspielte sich eine Reihe guter Chancen, während die Gastgeber nur selten vor das Gehäuse von Dennis Uhlig kamen. Um so überraschender gingen die Königsborner in der 14. Minute durch ein Unterzahltor von Marlon Czernohous in Führung, der einen Abpraller verwertete. Will man den auch anschließend spielbestimmenden Neussern einen Vorwurf machen, so könnte man höchstens kritisieren, dass diese den letzten Biss beim Abschluss vermissen ließen, um den ersten Abschnitt erfolgreich beenden zu können. Anders sah es ab dem Mitteldrittel aus, in dem die Bulldogs besser ins Spiel kamen und weitaus effektiver agierten als der NEV. Während dieser weiterhin Fahrkarten schoss, wurden die sich nun deutlich häufenden Fehler im Defensivverhalten konsequent genutzt. Spätestens nach dem kollektiven Blackout beim dritten Gegentreffer war die Verunsicherung auf Neusser Seite deutlich spürbar. Mit einer lautstarken Ansprache während einer Auszeit versuchte Andrej Fuchs, seine Schützlinge wieder auf Kurs zu bringen, doch diese waren nun völlig von der Rolle. Mit guten Vorsätzen in die letzten zwanzig Minuten gestartet, setzte es bereits nach 14 Sekunden den vorentscheidenden Nackenschlag, als ein verunglückter Distanzschuss von Königsborns Nico Bitter doch noch seinen Weg ins Neusser Tor fand. Die Gastgeber nutzten die günstige Gelegenheit und legten gegen die indisponierten NEV-Cracks zügig zwei weitere Treffer nach, die für klare Verhältnisse sorgten. Auch wenn sich die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen anschließend immerhin noch um den Anschlusstreffer mühte, schien Jonas Langmann für seine gute Leistung mit einem Shut-out belohnt zu werden, der dem Förderlizenz-Torhüter aus Iserlohn jedoch 80 Sekunden vor der Schlusssirene verwehrt wurde. Bezeichnend, dass es ausgerechnet dem zuletzt für acht Spiele gesperrten Sebastian Bongartz vergönnt war, bei seiner Rückkehr den Ehrentreffer zu markieren. Die Freude darüber hielt sich aufgrund des frustrierenden Spielverlaufs jedoch in Grenzen.

1. Drittel: 1:0 (13:43, 4-5 UZ) Czernohous (Picklyk, Buchwitz)
2. Drittel: 2:0 (29:00, 5-4 ÜZ) Cillik (Furda, Picklyk); 3:0 (32:06, 4-5 UZ) Czernohous (Linke, Rangen)
3. Drittel: 4:0 (40:14) Bitter (Furda); 5:0 (41:57) Cillik (Czernohous, Picklyk); 6:0 (44:24) Schwerdtfeger (Bitter, Furda); 7:0 (56:54) Hüning (Vyskoc, A. Kuchnia); 7:1 (58:40) Bongartz
Strafen: Königsborn 12 - Neuss 10
Zuschauer: 107

Neusser EV - Dinslaken Kobras 7:1 (1:0; 3:1; 3:0)

Wie bereits die bisherigen drei Duelle gegen die Dinslakener Kobras endete auch das vierte mit einem NEV-Sieg. Sichergestellt wurde dieser vor allem durch die Neusser Top-Sturmreihe, die sich für alle sieben Treffer verantwortlich zeichnete.
Den besseren Auftakt hatten die Gäste, die bereits nach 56 Sekunden den Pfosten trafen. In der Folgezeit versuchten beide Mannschaften, über den Kampf ins Spiel zu finden, so dass sich eine intensive Partie entwickelte, die an Höhepunkten zunächst aber eher arm war. Der NEV erarbeitete sich leichte Vorteile und wurde in der letzten Minute des Auftaktdrittels mit dem Führungstreffer belohnt, den Routinier Boris Fuchs aus spitzem Winkel markierte. Auch im zweiten Abschnitt war es vor allem die Neusser Paradeformation, die für die offensiven Akzente sorgte. Fast von der Grundlinie traf Kai Oltmanns zum 2:0, ehe erneut Fuchs zur Stelle war und zur Halbzeit einen Abpraller verwertete. Nachdem Carsten Solbach kurz zuvor bei einem Schuss von Daniel Pleger glänzend reagiert hatte, war der NEV-Torhüter in der 31. Minute machtlos, als der gleiche Spieler gekonnt für Pierre Klein auflegte und dieser einen schnellen Konter souverän abschloss. Anschließend agierte die Neusser Defensive allerdings wieder konzentriert, so dass man nicht das Gefühl hatte, dass die Partie kippen könnte. Kai Oltmanns stellte mit seinem zweiten Torerfolg den alten Abstand wieder her, ehe Kobras-Keeper Dennis Rudolph eine Doppelchance von Karl Jasik vereitelte. Nachdem es mit einem ebenso beruhigenden wie verdienten 4:1-Zwischenstand in die zweite Pause gegangen war, dauerte es im letzten Drittel jedoch nur 72 Sekunden, bis Kai Oltmanns seinen Hattrick perfekt machte. Durch den dritten Treffer des 20-Jährigen war die Begegnung entschieden, der Torhunger der erfolgreichsten Neusser Sturmreihe aber noch nicht gestillt. Als die Gäste in der Schlussphase eine härtere Gangart einlegten, konnte auch der bis zu diesem Zeitpunkt als vierfacher Vorlagengeber aufgetretene Holger Schrills seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Zwei Überzahlspiele schloss der Top-Torjäger erfolgreich ab und sorgte damit für einen deutlichen Sieg, der allerdings letztendlich etwas zu hoch ausfiel. Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Benjamin Spazier, der im zweiten Drittel nach einem (fairen) Check mit Verdacht auf einen Armbruch ausschied. Dem Dinslakener Stürmer sei bei dieser Gelegenheit gute und baldige Genesung gewünscht!

1. Drittel: 1:0 (19:11) B. Fuchs (Sauer, Oltmanns)
2. Drittel: 2:0 (24:28) Oltmanns (B. Fuchs, H. Schrills); 3:0 (30:20) B. Fuchs (H. Schrills, Geisler); 3:1 (30:45) Klein (Pleger, Rudolph); 4:1 (33:14) Oltmanns (B. Fuchs, H. Schrills)
3. Drittel: 5:1 (41:12) Oltmanns (Jasik, H. Schrills); 6:1 (55:16, 5-4 ÜZ) H. Schrills (Kozhevnikov, B. Fuchs); 7:1 (57:47, 5-4 ÜZ) H. Schrills (Oltmanns, B. Fuchs)
Strafen: Neuss 6 - Dinslaken 10 +10 Holstein
Zuschauer: 118

Neusser EV - Ratinger Ice Aliens 3:5 (3:0; 0:4; 0:1)

Gegenüber dem Freitagsspiel zeigte sich der NEV im Derby deutlich verbessert. Ein schwaches Mitteldrittel sorgte jedoch dafür, dass man am Ende mit leeren Händen dastand.
Nachdem der NEV in Eppelheim auf zahlreiche Leistungsträger verzichten musste, stand Trainer Andrej Fuchs mit Ausnahme von Carsten Solbach und Sebastian Bongartz im Derby der gesamte Kader zur Verfügung. Die Auswirkungen waren bereits in der Anfangsphase zu spüren, denn die Neusser schienen sich für die freitägliche Niederlage rehabilitieren zu wollen und präsentierten sich in einer völlig anderen Verfassung. Als Mike Höfgen nach acht Minuten einen Schlagschuss aus vollem Lauf im Tor versenkte, war dies der verdiente Lohn der Neusser Mühen. Zwar kamen die Gäste in der Folgezeit besser ins Spiel und verzeichneten ebenfalls gute Torchancen, zwei tolle Spielzüge der Neusser Paradereihe ließen den Vorsprung jedoch bis zur Drittelpause auf 3:0 wachsen. Zunächst verwertete Boris Fuchs einen Querpass von Kai Oltmanns, kurz darauf setzte sich Holger Schrills trotz massiver Bedrängnis gegen einen Ratinger Verteidiger durch. Wie labil das Selbstvertrauen aber derzeit ist, wurde dann im zweiten Abschnitt deutlich. Ratingen erhöhte den Druck und schon wurde die Verunsicherung auf Neusser Seite spürbar. Nun glänzten die Gäste mit schnellen Kombinationen, die mit Direktabnahmen abgeschlossen wurden. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 69 Sekunden verkürzten die Aliens auf 3:2 und auch anschließend erinnerte vieles an das erste Drittel des letzten Aufeinandertreffens, als die Ratinger den NEV überrumpelten und von einer Verlegenheit in die nächste stürzten. Erst nachdem Philipp Louven den Ausgleich erzielt hatte, kamen die Fuchs-Schützlinge zu nennenswerten Entlastungsangriffen, doch kurz vor der zweiten Pausensirene war es erneut der Ex-Neusser, der die Aliens erstmals in Führung brachte. Im letzten Abschnitt zeigte sich der NEV wieder deutlich besser geordnet und spielte sich auch wieder sehr gute Möglichkeiten heraus, doch Aliens Torhüter Dennis Kohl ließ sich weder von Kai Oltmanns, noch von Evgenij Kozhevnikov bezwingen. Ratingens Trainer Jacobs brachte mit einer Auszeit Ruhe ins Spiel seiner Mannschaft, die dann nach 55 Minuten für die Vorentscheidung sorgte, als Danny Fischbach den ebenfalls guten Dennis Uhlig mit einem Distanzschuss überlistete. Zwar durften sich die Gastgeber in der Schlussphase noch einmal in Überzahl versuchen, ein Erfolg war ihnen allerdings nicht mehr vergönnt.

1. Drittel: 1:0 (8:32) Höfgen; 2:0 (16:44) B. Fuchs (H. Schrills, Oltmanns); 3:0 (19:28) H. Schrills (B. Fuchs, Oltmanns)
2. Drittel: 3:1 (25:36) Louven (Lingemann, Musga); 3:2 (26:45) Hanke (Oesterreich, Fischbach); 3:3 (35:31, 5-4 ÜZ) Louven (Neuber, Oesterreich); 3:4 (39:04) Louven (Wagner, Lingemann)
3. Drittel: 3:5 (55:19) Fischbach (Hanke)
Strafen: Neuss 6 - Ratingen 4 + 10 Linda
Zuschauer: 215

Rhein Neckar Stars - Neusser EV 7:3 (2:1; 2:1; 3:0)

Mit einer überraschenden Niederlage in Eppelheim verabschiedet sich der NEV aus dem Kreis der Play-off-Aspiranten. Der Ausfall wichtiger Spieler konnte nicht kompensiert werden, da gleich mehrere Akteure einen rabenschwarzen Tag erwischten.

Aufgrund von beruflichen Verpflichtungen und Krankheiten musste Trainer Andrej Fuchs auf Carsten Solbach, Dennis Uhlig, Lukas Hoffmann, Karl Jasik sowie Holger Schrills verzichten und die Reihen durcheinander würfeln. Die Folgen waren bereits im ersten Drittel unübersehbar, auch wenn Mike Höfgen den NEV in der dritten Minute in Führung brachte. Vieles erinnerte an das 14:1 im Hinspiel, nur dass beide Teams die Rollen tauschten. Im Zusammenspiel der Reihen haperte es gewaltig, viele Neusser Aktionen scheiterten bereits beim Spielaufbau. Auf der anderen Seite gingen die Gastgeber konzentriert zu Werke und erspielten sich bereits nach einigen Minuten Vorteile. Dass Marc Bruns die Rhein-Neckar Stars bis zur Pausensirene mit einem Doppelschlag in Front schießen konnte, war die logische Folge. Da anschließend auch der stark erkältete Christian Schlesiger aufgeben musste, wurden Sven Sauer und Ronny Sassen in den Sturm beordert, um in der Offensive mit drei Reihen agieren zu können. Zunächst einmal spielte sich das Geschehen jedoch im Neusser Verteidigungsdrittel ab, wo die Badener die Gunst der Stunde nutzten und ihren Vorsprung mit zwei Toren innerhalb von 74 Sekunden ausbauten. Trotz dieses Schocks zeigten sich die Neusser anschließend bemüht und übernahmen nach einer halben Stunde die Initiative, ließen im Abschluss jedoch Durchsetzungsvermögen und Torinstinkt vermissen. Dass Kevin Caroppo drei Sekunden vor dem Drittelende den Anschlusstreffer markierte, sorgte bei dem knappen Dutzend mitgereister Anhänger nicht lange für Hoffnung. So bissen sich die Quirinusstädter im letzten Abschnitt die Zähne am Abwehrbollwerk des Tabellenachten die Zähne aus, während dieser zum richtigen Zeitpunkt Effektivität bewies und von haarsträubenden Fehlern in der Neusser Defensive profitierte. Roman Gottschalk erhöhte nach 45 Minuten auf 5:2, zehn Zeigerumdrehungen später beendete Andreas Morlock in doppelter Überzahl die Druckphase des NEV, der durch Evgenij Kozhevnikovs Anschlusstreffer noch einmal ins Spiel zurück gefunden hatte (46.). Als nur 36 Sekunden später sogar der siebte Treffer fiel, war klar, dass sich die weite Reise an diesem Abend nicht lohnen würde. So blieb nur die Erkenntnis, dass bei dieser Partie so ziemlich alles schief gegangen ist, was schief gehen konnte.

1. Drittel: 0:1 (2:24) Höfgen (Hofmann, Ernst); 1:1 (15:26, 5-4 ÜZ) Bruns (Stadler, Lingenfelser); 2:1 (18:36) Bruns (Stadler, Lingenfelser)
2. Drittel: 3:1 (22:12) De Raaf (Erdmann); 4:1 (23:26) Stadler 4:2 (39:57, 5-4 ÜZ); Caroppo (Sauer, Oltmanns)
3. Drittel: 5:2 (45:29) Gottschalk (Essig, Partl); 5:3 (49:30) Kozhevnikov (Sassen); 6:3 (55:00, 5-3 ÜZ) Morlock (Walther); 7:3 (55:36, 5-4 ÜZ) Gottschalk (Partl, Essig)
Strafen: Rhein-Neckar Stars 10 - Neuss 12
Zuschauer: 100

Neusser EV - Königsborner JEC 8:4 (2:2; 4:0, 2:2)

Mit einem 8:4-Sieg über den Königsborner JEC wahrt der NEV seine Chance auf die Play-off-Teilnahme. Beim Duell der Verfolger glänzten die "alten Herren" auf beiden Seiten.
Nach zweiwöchiger Verletzungspause kehrte auf Neusser Seite Boris Fuchs zurück, was sich als ein entscheidender Faktor für den Spielausgang herausstellen sollte. Nach einem Spitzen-Solo von Ronny Sassen lieferte der 40-Jährige zum zweiten Treffer durch Kai Oltmanns zentimetergenau die Vorlage. Neuss kontrollierte in den ersten zehn Minuten klar die Begegnung und führte völlig verdient, doch ein ruhiger Abend sollte es noch nicht werden. Die Gäste fanden in der Folgezeit immer besser ins Spiel, und so war es nicht verwunderlich, dass Unnas Routiniers Cillik (43) und Furda (33) beide Neusser Strafzeiten des ersten Drittels zum Ausgleich nutzen konnten. Kurzweilig ging es auch in der Pause weiter, in der das Neusser Prinzenpaar samt Garde und Kinderprinzenpaar auf dem Eis begrüßt wurde, das dem NEV natürlich die Daumen drückte. Prinz Peter I. bekannte sich sogleich als Glücksbringer für die Neusser, da die Quirinusstädter bisher bei jedem seiner Besuche im Südpark das Eis als Sieger verlassen hätten. Dass die Serie auch gegen die Bulldogs halten würde, schien zu Beginn des zweiten Abschnitts jedoch noch nicht sicher, da die Gäste weiterhin gleichwertig waren, bei ihren Chancen jedoch die Präzision im Abschluss vermissen ließen. Die Entscheidung sollte innerhalb von dreieinhalb Minuten fallen, und erneut zeigte sich, wie wertvoll Boris Fuchs für das Spiel des NEV ist. Zum 3:2, das Sven Sauer erzielte, lieferte er ebenso die Vorarbeit wie zum 5:2, das Holger Schrills einen Doppelschlag ermöglichte. Da Karl Jasik beruflich verhindert war, wurde Ronny Sassen kurz darauf in den Sturm beordert, um weiterhin mit drei Reihen agieren zu können. Mike Höfgen war von einem Puck am Kinn getroffen worden, stellte sich aber in den Dienst der Mannschaft und kehrte im letzten Abschnitt aufs Eis zurück. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 6:2 für die Neusser, die trotz eines weiteren Furda-Treffers nicht mehr ernsthaft in Gefahr gerieten. Spätestens, nachdem Sven Sauer erneut vom guten Auge Fuchs' profitierte (57.), waren den Gastgebern die Punkte sicher. Kevin Brings und Igor Cillik sorgten in der Schlussphase noch beidseitig für Ergebniskosmetik. Nach bewältigtem Mammutprogramm kann der NEV nun ein wenig durchatmen, ehe am Karnevalswochenende wichtige Duelle bei den Rhein-Neckar Stars und zu Hause gegen Ratingen anstehen.

1. Drittel: 1:0 (6:46) Sassen; 2:0 (8:52) Oltmanns (B. Fuchs, H. Schrills); 2:1 (14:29, 5-4 ÜZ) Cillik (Furda, A. Kuchnia); 2:2 (17:01, 5-4 ÜZ) Furda (Bitter, Czernohous)
2. Drittel: 3:2 (29:56, 5-4 ÜZ) Sauer (B. Fuchs); 4:2 (32:24) H. Schrills (Kozhevnikov, Sassen); 5:2 (33:30) H. Schrills (Sauer, B. Fuchs); 6:2 (39:56, 5-4 ÜZ) Kozhevnikov (Schröder, Sassen)
3. Drittel: 6:3 (45:00) Furda (Linke, Hüning); 7:3 (56:26) Sauer (B. Fuchs, H. Schrills); 8:3 (56:58) Brings (Hofmann); 8:4 (57:42) Cillik (Furda, Bitter)
Strafen: Neuss 8 - Königsborn 6
Zuschauer: 109

EV Duisburg - Neusser EV 9:0 (2:0; 4:0, 3:0)

Beim vierten Duell mit dem EV Duisburg standen die Neusser erstmals auf verlorenem Posten. Die Füchse dominierten von Anfang an die Partie und revanchierten sich für die überraschende Niederlage im letzten Aufeinandertreffen.
Dass sich der NEV zur falschen Zeit am falschen Ort befinden würde, konnte man schon vor der Partie vermuten. Nachdem die Gastgeber das Hinspiel völlig überraschend gegen den NEV verloren hatten und am Sonntag ein schwacher Auftritt gegen die Rhein-Neckar Stars für Verärgerung gesorgt hatte, war klar, dass die Füchse unter erheblichem Druck stehen würden. Die Folge war ein energischer Start der Duisburger, so dass Andi Schrills, der diesmal anstelle von Carsten Solbach das Neusser Gehäuse hütete, sofort im Mittelpunkt stand. Nach 93 Sekunden lagen die Gastgeber bereits mit 2:0 in Führung, die der NEV-Defensive erst in der Folgezeit die Möglichkeit ließen, sich zu sortieren. Auch wenn der mit Top-Spielern gespickte EVD die Begegnung klar im Griff hatte, gelang es bis zur Drittelpause, weitere Gegentreffer zu vermeiden. Nach Wiederaufnahme dauerte es dann allerdings wieder nur eine Minute, bis es im Neusser Kasten klingelte, Nils Liesegang war zum zweiten Mal an diesem Abend erfolgreich. Ärgerlich, dass der NEV das Spiel anschließend offener gestalten konnte, dies aber nicht in Zählbares verwertet wurde. Mehrfach scheiterte man gut aufgelegtem EVD-Torhüter Christian Lüttges, der den überfälligen Anschlusstreffer verhinderte. Auf der anderen Seite sorgten die offensiven Bemühungen der Neusser allerdings auch dafür, dass die technisch versierten Stürmer der Gastgeber Freiräume erhielten, die sie konsequent nutzten. Nachdem die Partie bereits beim zweiten Ertönen der Pausensirene entschieden war, folgte zu Beginn des letzten Abschnitts die gewohnte kalte Dusche. Janne Kujala durfte alleine auf Schrills zufahren und zum 7:0 vollenden. Obwohl die Neusser weiterhin mit Kontern gefährlich blieben, verstärkten sie anschließend wieder ihre Defensivarbeit, um nicht mit einer zweistelligen Niederlage vom Eis zu gehen. Zumindest dieses Ziel wurde erreicht, auch wenn die letzte Chance zum Ehrentreffer in der Schlusssekunde vergeben wurde. Die Wedau-Städter wurden diesmal ihrer Rolle als haushoher Favorit gerecht und zeigten dabei sehenswerte Spielzüge, die teilweise auch erfolgreich abgeschlossen wurden. Die NEV-Cracks sollten die Partie schnell abhaken, denn schon am Freitag folgt die nächste Herausforderung, wenn der Königsborner JEC im Südpark antritt.

1. Drittel: 1:0 (1:05) Fritzmeier (Schöbel, Jäske); 2:0 (1:33) Liesegang (Gogulla, Mc Nevan)
2. Drittel: 3:0 (21:19) Liesegang (Mc Nevan, Schöbel); 4:0 (27:22) Kujala (Jäske, Engel); 5:0 (29:14) Fritzmeier (Jäske, Kujala); 6:0 (31:51) Hrstka (Jäske, Fritzmeier)
3. Drittel: 7:0 (40:41) Kujala (Hrstka, Jäske); 8:0 (43:45, 5-4 ÜZ) Jäske (Fritzmeier, Schöbel); 9:0 (58:55) Engel (Schöbel, Hirsch)
Strafen: Duisburg 8 + 10 Mc Nevan - Neuss 8 + 10 H. Schrills
Zuschauer: 957

Neusser EV - ESC Moskitos Essen 2:4 (1:2; 1:0; 0:2)

Der NEV ist immer für eine Überraschung gut. Zwei Tage nach dem schwachen Auftritt gegen Düsseldorf präsentierten die Neusser erneut ihr anderes Gesicht und hielten die Partie gegen den Spitzenreiter bis ins letzte Drittel offen. Zwar ging der Essener Sieg aufgrund der größeren Spielanteile und des Chancen-Übergewichts absolut in Ordnung, mit einer kollektiv guten Leistung zog sich Neuss jedoch achtbar aus der Affäre.
Dass die Essener Moskitos wohl kaum für die Rolle des Aufbaugegners taugen würden, dürfte schon vor dem Spiel klar gewesen sein. Vielleicht traf es sich jedoch ganz gut, dass der NEV nach den letzten Auftritten als klarer Außenseiter in die Partie gehen durfte. In der Anfangsphase entwickelte sich dann auch eine regelrechte Abwehrschlacht, da die hochkarätig besetzten Gäste direkt Vollgas gaben und frühzeitig klare Verhältnisse schaffen wollten. Christian Kohmann und Frank Petrozza sorgten für die frühe Führung des Spitzenreiters, von der sich die Neusser jedoch nicht entmutigen ließen. Ab der zehnten Minute präsentierten sie sich als nahezu gleichwertiger Gegner, der auch offensiv Akzente setzen konnte. Nach einem Pfostenschuss von Holger Schrills war es Kai Oltmanns vorbehalten, das erste Neusser “Lebenszeichen” abzugeben. Dass es für den Vizemeister der Regionalliga NRW kein Spaziergang würde, zeigte sich auch im zweiten Abschnitt, in dem die Neusser trotz des krankheitsbedingten Ausfalls von Sven Sauer konzentrierte Defensivarbeit leisteten. Die Schützlinge von Trainer Andrej Fuchs schienen verstanden zu haben, worum es geht und wurden für ihren großen kämpferischen Einsatz in der 28. Minute mit dem Ausgleich belohnt. Ob es ein Zeichen aufkommender Nervosität war, dass der haushohe Favorit in der Folgezeit zunehmend härter und disziplinloser agierte, wird sich nicht beantworten lassen, zumindest nahm die Strafzeitenquote deutlich zu. Ein übles Foul an Sebastian Geisler blieb, was die Kräfteverhältnisse auf dem Eis angeht, noch ohne Folgen, da Kapitän Ronny Sassen seinen Teamkollegen ebenso rustikal rächte. Nachdem die Moskitos bereits in der 45. Minute durch Christian Nieberle erneut in Führung gegangen waren, konnten die Quirinusstädter in der Schlussphase dann aber mehrfach in Überzahl agieren, das Glück des Tüchtigen war jedoch nicht auf ihrer Seite. Bezeichnend, dass anschließend auch noch bei einem Essener Konter die Scheibe von einem Neusser Schlittschuh über die eigene Torlinie gelenkt wurde, womit die Partie entschieden war (57.). Dennoch konnten nach der Schlusssirene beide Mannschaften erhobenen Hauptes das Eis verlassen.

1. Drittel: 0:1 (6:31, 3-3) Kohmann (Grein, Miettinen); 0:2 (9:34) Petrozza (Kohmann, Miettinen); 1:2 (17:39) Oltmanns (Schlesiger)
2. Drittel: 2:2 (27:40) Ernst (Jasik)
3. Drittel: 2:3 (44:32) Nieberle (Hendle, Kruminsch); 2:4 (56:03, 4-5 UZ) Kastner (Miettinen, Sondern)
Strafen: Neuss 8 + 5 + Spieldauer Sassen - Essen 26 + 5 + Spieldauer Mieszkowski + 10 Petrozza + 10 Schmitt
Zuschauer: 215

Neusser EV - DEG Metro Stars II 2:6 (1:2; 1:3; 0:1)

Auch im sechsten Spiel der Endrunde hielt die Neusser Serie: Auf einen Sieg folgt stets eine Niederlage. Gegen ersatzgeschwächte Düsseldorfer lieferte der NEV eine enttäuschende Vorstellung ab und unterlag mit 2:6.
Vor der Partie gab es auf Neusser Seite durchaus Grund zum Optimismus. Zwar fehlten Sebastian Bongartz und Boris Fuchs, noch deutlich härter traf es aber die Gäste, die auf zahlreiche Leistungsträger verzichten mussten und mit einer sehr jungen Mannschaft antraten. Dennoch hatten die Düsseldorfer in der wenig ansehnlichen Anfangsphase der Partie leichte Vorteile und gingen nicht unverdient durch Nils Dugain in Führung (6.). Der NEV fand nur langsam in die Partie, kam aber durch Christian Schlesigers schöne Einzelleistung nach zehn Minuten zum Ausgleich. Auch in der Folgezeit plätscherte die Partie auf eher mäßigem Niveau vor sich hin, durch ein Tor von Alexander Preibisch gingen die Landeshauptstädter mit einem knappen Vorsprung in die erste Pause. Aus dieser kehrten die Neusser vorzeitig zurück und schienen sich einiges vorgenommen zu haben. Umsetzen ließen sich die Planungen jedoch leider nicht, denn der NEV offenbarte offensiv wie defensiv einige Mängel, während die DEG nun zielstrebiger agierte. Kurios dabei das Geschehen in der 28. Spielminute, als innerhalb von nur 29 Sekunden gleich drei Tore fielen. Das 2:4 durch Düsseldorfs Marvin Moch sorgte dabei für einige Diskussionen, da es mit dem Schlittschuh erzielt worden war, Schiedsrichter Martin Prudlo hatte jedoch keine Kick-Bewegung gesehen und den Treffer deshalb anerkannt. Als Prudlo kurz darauf auch noch bei einem Foul an Christian Schlesiger einen möglichen Penalty verweigerte, zog er sich erneut den Zorn der Neusser zu. Obwohl sich die Entscheidungen sicher nicht positiv auf die Moral der Neusser auswirkten, waren sie dennoch nicht für den Ausgang der Partie Ausschlag gebend. Mit zu wenig Durchschlagskraft agierten die Gastgeber, die im Anschluss an das 2:5 durch Dustin Demuth selbst eine fünfminütige Überzahl ungenutzt verstreichen ließen. Auch wenn man zu Beginn des letzten Drittels noch einmal die Offensivbemühungen verstärkte, konnten die sicher stehenden Düsseldorfer nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis gebracht werden. Spätestens, als Robin Arnold eine Neusser Strafzeit zum sechsten Treffer nutzte, war die Partie zugunsten der Rot-Gelben entschieden (52.). Bleibt nur die Hoffnung, dass sich der NEV in den folgenden Partien gegen die Spitzenteams wieder seiner Stärken besinnt, denn sonst könnte es ein böses Erwachen geben.

1. Drittel: 0:1 (5:08) Dugain (Verelst, Dunkel); 1:1 (9:42) Schlesiger (Ernst, Kozhevnikov); 1:2 (16:01) Preibisch (Moch, Schümann)
2. Drittel: 1:3 (27:18) Werth (Pfennings); 2:3 (27:25) Oltmanns (H. Schrills, Jasik); 2:4 (27:47) Moch Preibisch, Hrstka); 2:5 (34:03) Demuth (Verelst, Hrstka)
3. Drittel: 2:6 (51:36, 5-4 ÜZ) Arnold (Werth)
Strafen: Neuss 10 + 10 Jasik - Düsseldorf 8 + 5 + Spieldauer Hrstka + 10 Schümann
Zuschauer: 203

X?X Dinslaken Kobras - Neusser EV 4:6 (0:2; 3:2; 1:2)

Auch das dritte Duell gegen die Dinslakener Kobras ging an den NEV. Sah es lange Zeit nach einem souveränen Neusser Sieg aus, so machten es die Fuchs-Schützlinge nach einer 4:0-Führung noch einmal spannend.
Obwohl mit Sebastian Bongartz (gesperrt), Boris Fuchs (verletzt) und Karl Jasik (erkrankt) gleich drei Stürmer ersetzt werden mussten, war das Neusser Team von Anfang an spielbestimmend. Während die Defensive einen äußerst stabilen Eindruck vermittelte, gelang es der Offensivabteilung größtenteils, den Puck im gegnerischen Drittel zu halten. Zwei der drei Überzahlspiele wurden erfolgreich beendet, so dass die Quirinusstädter mit einer absolut verdienten 2:0-Führung in die erste Pause gingen. Auch im zweiten Abschnitt bot sich anfänglich das gleiche Bild. Wurde Carsten Solbach recht wenig beschäftigt, musste auf der anderen Seite Dennis Rudolph zwei weitere Male den Puck aus dem Netz fischen (22./26.). Auch dass Dennis Holstein kurz darauf den Anschlusstreffer markierte, sorgte im Neusser Lager nicht für Unruhe, zumal man die Begegnung bis dahin völlig unter Kontrolle hatte. Dies sollte sich jedoch ändern. Das zuvor gewissenhafte Defensivspiel wurde auf einmal vernachlässigt, was die zuvor eher verhalten spielenden Gastgeber mit hoher Effizienz ausnutzten. Ein bis zu diesem Zeitpunkt nicht für möglich gehaltener Doppelschlag brachte Dinslaken zurück ins Spiel, das von nun an einen anderen, offenen Verlauf nehmen sollte. Nach einer Auszeit konnte zumindest der knappe Vorsprung in die zweite Pause gerettet werden, ehe NEV-Torjäger Holger Schrills der wichtige fünfte Treffer gelang. Eine Wende schien allerdings weiterhin möglich, weil Kobras-Verteidiger Dirk Schmitz mit einem wuchtigen Distanzschuss auf 4:5 verkürzte. Besaßen in der Folgezeit Dinslakens Pierre Klein und Lukas Nehring gar die Chance zum Ausgleich, so verpasste Sven Ernst zweimal die Gelegenheit zur vorzeitigen Entscheidung. Diese fiel erst nach 57 Minuten, als Christian Schlesiger auf Zuspiel von Ernst zum erlösenden 4:6 traf. Ein Aufgrund der deutlichen Überlegenheit in der ersten halben Stunde durchaus verdienter Neusser Sieg, um den man anschließend jedoch unnötigerweise bangen musste. Letzteres galt in der Schlussphase auch im Fall von Mike Höfgen, der nach einem harten Check noch auf die Mannschaftsbank zurück kehrte, dann aber das Bewusstsein verlor. Nach längerer Behandlung durch die anwesenden Sanitäter konnte der Stürmer dennoch mit der Mannschaft die Heimreise antreten.

1. Drittel: 0:1 (8:57, 5-4 ÜZ) Kozhevnikov (Höfgen); 0:2 (16:28, 5-4 ÜZ) H. Schrills (Oltmanns, Schlesiger)
2. Drittel: 0:3 (21:50) H. Schrills (Sauer, Kozhevnikov); 0:4 (25:50, 5-4 ÜZ) Kozhevnikov (Höfgen); 1:4 (27:05) Holstein (Bläsche, Rudolph); 2:4 (34:47) Nehring (Holstein, Bläsche); 3:4 (36:20, 5-4 ÜZ) D. Schmitz (Baron)
3. Drittel: 3:5 (41:32) H. Schrills (Oltmanns, Höfgen); 4:5 (46:27) D. Schmitz (Nehring); 4:6 (57:02, 5-4 ÜZ) Schlesiger (Ernst, Kozhevnikov)
Strafen: Dinslaken 14 + 10 Klein - Neuss 6 + 10 Kozhevnikov
Zuschauer: 110

Ratinger Ice Aliens - Neusser EV 7:1 (3:0; 4:1; 0:0)

Nur zwei Tage nach der Tor-Gala gegen die Rhein-Neckar Stars zeigte der NEV ein völlig anderes Gesicht. Beim Derby in Ratingen erwischten die Neusser einen rabenschwarzen Tag, zu allem Überfluss kassierte Sebastian Bongartz auch noch eine Matchstrafe.
Hatte der NEV am Freitag noch mit stürmischem Beginn seinen Gegnern den Schneid abgekauft, so hatten diesmal die Ratinger Aliens mit dem gleichen Mittel Erfolg. Sehr lauffreudig, engagiert und aggressiv präsentierten sich die Gastgeber gegen ein Neusser Team, das völlig überrumpelt schien. Die Fuchs-Schützlinge fanden kein Gegenmittel gegen die wie entfesselt aufspielenden Ratinger und scheiterten mit ihren Bemühungen oft schon beim Spielaufbau, den die Aliens frühzeitig störten. Folgerichtig spielte sich das Geschehen von Anfang an überwiegend vor dem Gehäuse von Carsten Solbach ab, der alle Hände voll zu tun hatte. Nachdem Philipp Louven schon in der zweiten Minute die Führung erzielt hatte, sorgte ein Doppelpack von Max Lingemann für eine verdiente 3:0-Führung nach dem ersten Abschnitt. Die 100 mitgereisten Anhänger hofften im zweiten Drittel vergeblich darauf, dass ihr Team das aus den Heimspielen bekannte Gesicht zeigen würde. André Oesterreich und erneut Max Lingemann erhöhten zügig auf 5:0, während beim NEV weiterhin fast nichts funktionierte. Bezeichnend war die 26. Spielminute, als Sebastian Bongartz den Puck an den Pfosten setzte und die Gastgeber den Konter mit ihrem sechsten Treffer abschlossen. Wenigstens gelang Christian Schlesiger in Unterzahl der Anschlusstreffer, dem die Außerirdischen jedoch prompt den siebten Streich folgen ließen. Angesichts des hohen Tempos, das die Gastgeber in der ersten halben Stunde gegangen waren, war durchaus zu erwarten, dass sie dieses nicht über die gesamte Spieldauer aufrecht erhalten würden. Profitieren konnten die NEV-Cracks aber nur insofern, dass sie das Geschehen nun etwas offener gestalteten, ohne den gewohnt sicheren Dennis Kohl im Ratinger Gehäuse häufig in Bedrängnis zu bringen. Doch es sollte noch schlimmer kommen, als die über weite Strecken nickelige Partie diesbezüglich in der 54. Minute ihren Tiefpunkt erreichte. Nach zwei an ihm begangenen Stockfouls suchte Sebastian Bongartz die Auseinandersetzung mit Danny Fischbach und stieß beim Gerangel einen Linienrichter von sich, woraufhin er mit einer Matchstrafe in die Kabine geschickt wurde - eine sehr harte Entscheidung, die aber durchaus im Ermessensspielraum von Schiedsrichter Merkel lag. Sie passte zu einem aus Neusser Sicht völlig verkorksten Abend.

1. Drittel: 1:0 (1:59) Louven (Bergstermann, Büermann); 2:0 (11:07) Lingemann (Neuber, Haßelberg); 3:0 (19:34, 5-4 ÜZ) Lingemann (Neuber, Haßelberg)
2. Drittel: 4:0 (23:56) Oesterreich (Hanke, Fischbach); 5:0 (24:26) Lingemann (Louven); 6:0 (25:45) Fischbach (Linda, Oesterreich); 6:1 (32:45, 3-4 UZ) Schlesiger (Bongartz); 7:1 (34:06, 5-4 ÜZ) Haßelberg (Lingemann)
3. Drittel: Fehlanzeige
Strafen: Ratingen 16 + 5 + Spieldauer Heise - Neuss 22 + Matchstrafe Bongartz
Zuschauer: 622

Neusser EV - Rhein Neckar Stars 14:1 (5:0; 7:0; 2:1)

Klarer kann man ein Spiel kaum bestreiten, Neuss war in allen Belangen eine Klasse besser. So konnten die leider nur spärlich erschienenen Zuschauer ein paar klasse raus gespielte Tore sehen, aber auch ein paar geniale Einzelaktionen. Nun muß am Sonntag in Ratingen nachgelegt werden, damit man sich oben in der Tabelle festsetzen kann.

Auch im zweiten Heimspiel der Endrunde betrieb der NEV beste Eigenwerbung. Gegen die Rhein-Neckar Stars brannten die Neusser ein Tor-Feuerwerk ab und glänzten mit tollen Spielzügen.
Zu Beginn der Partie deutete vieles auf ein interessantes Duell zweier annähernd gleichwertiger Kontrahenten hin. Obwohl die Gäste nur mit 13 Feldspielern angereist waren, taten die Neusser gut daran, ihren Gegner nicht zu unterschätzen, zumal der Großteil der Leistungsträger mit dabei war. Beide Mannschaften zeigten sich von Beginn an engagiert und angriffslustig, doch die Rhein-Neckar Stars agierten in der Rückwärtsbewegung zu langsam. Die bis in die Haarspitzen motivierten Neusser nutzten die günstige Gelegenheit zu schnell vorgetragenen Angriffen, die sie mit harten und präzisen Schüssen abschlossen. Nach nicht einmal fünf Minuten stand es bereits 3:0 für den NEV, der auch in der Folgezeit konzentriert zu Werke ging und das Spiel immer deutlicher dominierte. Nachdem der Vorsprung bis zur Pause auf 5:0 ausgebaut werden konnte, sollte der mittlere Abschnitt zu einem Leckerbissen in punkto Spielfreude werden. Die Mannschaft um den wieder genesenen Kapitän Ronny Sassen nahm Stars-Torhüter Dominik Wich unter Dauerbeschuss, der hielt, was zu halten war, aber gegen das Neusser Offensivspektakel chancenlos war. Immer wieder trugen die NEV-Cracks lehrbuchmäßige Spielzüge vor und schlossen diese mit sehenswerten Torerfolgen ab. Die Maßnahme des Trainers, die Reihen teilweise umzustellen, zahlte sich insofern aus, dass die drei Formationen fast gleichmäßig trafen. Während Stürmer Mike Höfgen seine ersten beiden Treffer für die Regionalliga-Truppe bejubeln durfte, feierte Andreas Schrills nach mehrmonatiger Verletzungspause zur Halbzeit sein Comeback. Nachdem die Badener zwischenzeitlich offensiv kaum noch in Erscheinung getreten waren, bäumten sie sich im letzten Drittel noch einmal auf und kamen nach 42 Minuten zum verdienten Ehrentreffer. Angesichts des überdeutlichen Vorsprungs hatten die Neusser mit Blick auf die folgende Sonntags-Partie den Fuß vom Gas genommen und verstärkt die jungen Spieler eingebunden. So ganz war der Torhunger aber dann doch noch nicht gestillt, und so legte man bis zur Schlusssirene noch zwei weitere Treffer nach. Einem unnachahmlichen Unterzahl-Solo von Karl Jasik folgte ein ebenso sehenswerter Schrills-Hammer unter die Latte zum 14:1-Endstand. Obwohl die Gäste früh resignierten, war es unter dem Strich ein faires und unterhaltsames Spiel.

1. Drittel: 1:0 (3:32) Oltmanns (H. Schrills, Sauer); 2:0 (4:31) Höfgen (Sassen); 3:0 (4:44) Kozhevnikov (Bongartz); 4:0 (8:00) Bongartz; 5:0 (19:06, 5-4 ÜZ) Kozhevnikov (Bongartz, Ernst)
2. Drittel: 6:0 (24:35) Bongartz (Kozhevnikov, Schröder); 7:0 (28:02) Bongartz (Kozhevnikov, Schröder); 8:0 (29:34) Jasik (Höfgen, Schlesiger); 9:0 (34:02) Höfgen (Schlesiger, Hellmann); 10:0 (36:40) H. Schrills (B. Fuchs, Oltmanns); 11:0 (39:30, 5-4 ÜZ) H. Schrills (B. Fuchs, Oltmanns); 12:0 (39:44) Jasik (Höfgen)
3. Drittel: 12:1 (42:02) Lingenfelser: 13:1 (55:42, 4-5 UZ) Jasik: 14:1 (59:18, 5-4 ÜZ) H. Schrills (Caroppo)
Strafen: Neuss 6 - Rhein Neckar Stars 12
Zuschauer: 186

Lippe Hockey Hamm - Neusser EV 9:3 (1:0; 2:0; 6:3)

Heldentaten lassen sich nicht beliebig wiederholen. Zwei Tage nach dem Sieg über Duisburg wurden die Neusser Opfer des Kräfte raubenden Freitagsspiels und konnten nur ein Drittel lang mithalten.
Nach dem aufopferungsvollen Kampf, den die Fuchs-Schützlinge am Freitag geliefert hatten, stellte sich die Frage, ob die Kräfte für ein weiteres Duell mit einer Spitzenmannschaft reichen würden. Die Antwort sollte man beim Tabellendritten der Vorrunde im ersten Abschnitt noch nicht bekommen. Es mag am gegenseitigen Respekt gelegen haben, dass sich die abwechselnden Vorteile zunächst auf die Spielanteile beschränkten, gute Torchancen eher die Ausnahme bildeten. Dass dennoch ein Treffer fiel, lag an der bekannten Stärke der Gastgeber im Überzahlspiel, die direkt die erste Neusser Strafe zum Führungstreffer nutzten. Konnte er das Auftaktdrittel noch ausgeglichen gestalten, so wurde mit Beginn des zweiten Drittels deutlich, dass dies nicht der Abend des NEV werden sollte. Während Hamm das Tempo erhöhte, schien die Mannschaft um Ersatz-Kapitän Sven Sauer mit den Gedanken noch in der Kabine zu sein. Auch zwei weitere Überzahltreffer und einige deutliche Worte des arg im Stich gelassen Torhüters brachten nicht die erhoffte Wirkung. Zwar wurden gegen beide Teams zahlreiche umstrittene Strafzeiten verhängt, profitieren konnten davon jedoch nur die Gastgeber, die sieben ihrer am Ende neun Tore mit einem Mann mehr auf dem Eis erzielen sollten. Auf der anderen Seite durften sich die Neusser zwischenzeitlich acht Minuten lang in Überzahl versuchen, ohne dies ausnutzen zu können. So gelang es insgesamt viel zu selten, den sicheren LHH-Torhüter Stefan Kornewald ernsthaft zu prüfen. Und es kam noch schlimmer, denn nachdem die Young Stars gerade erst wieder komplett geworden waren, setzte es in der 44. Minute den entscheidenden Nackenschlag. Martin Köchling demoralisierte mit dem Treffer zum 4:0 die Neusser, bei denen anschließend alle Dämme brachen. Drei weitere Gegentore musste der bemitleidenswerte Carsten Solbach von den nun vor Spielfreude sprühenden Gastgebern noch hinnehmen, ehe er gegen Dennis Uhlig ausgetauscht wurde. Während sich die ab dem Mitteldrittel aufgekommene Hektik noch in dem einen oder anderen Scharmützel entlud, konnte wenigstens ein Debakel verhindert werden. Nach Sebastian Bongartz’ zwischenzeitlichem Treffer zum 5:1 sorgte Boris Fuchs in den Schlussminuten noch für etwas Ergebniskosmetik. Mehr war an diesem Abend für den NEV einfach nicht drin.

1. Drittel: 1:0 (11:00, 4-3 ÜZ) Jablonski (Svejda, Vanek)
2. Drittel: 2:0 (25:57, 5-4 ÜZ) Gose (Plate, Reinke); 3:0 (28:45, 5-4 ÜZ) Vanek (Reinke, Jablonski)
3. Drittel: 4:0 (43:22) Köchling (Gose); 5:0 (45:48, 5-4 ÜZ) Svejda (Gose); 5:1 (46:35) Bongartz (Jasik); 6:1 (48:53, 5-4 ÜZ) Vanek (Reinke, Jablonski); 7:1 (50:19) Kracht (Köchling); 8:1 (51:50, 5-4 ÜZ) Reinke (Vanek, Jablonski); 9:1 (54:39, 5-4 ÜZ) Svejda (Reinke, Jablonski); 9:2 (58:23, 5-3 ÜZ) B. Fuchs (Kozhevnikov, Bongartz); 9:3 (59:51, 5-3 ÜZ) B. Fuchs (Jasik)
Strafen: Hamm 34 + 5 + Spieldauer Pietzko + 10 Reinke + 10 Plate - Neuss 24
Zuschauer: 341

Neusser EV - EV Duisburg 4:3 n.P. (1:0; 1:3; 1:0; 1:0)

Hammer, Hammer, Hammer!

Geil, geil, geil!

Hammer geil, Hammer geil, Hammer geil!

Geiler Hammer von Jasik im ersten Drittel!

Hammer geiles Tor von Jasik im zweiten Drittel!

Einfach ein Hammer geiles feeling nach dem Treffer von Holger Schrills im letzten Drittel!

Tja, und was könnte geiler sein als so ein Hammer genial verwandelter Penalty von Holger??

Das war aller erste Sahne! Da konnten die hochgelobten und von Pape teuer bezahlten Jäske, Kujala, Fritzmeier, Liesegang, Hrstka und wie sie alle heißen am Ende nur staunen und brav dem Sieger gratulieren!

Toll Jungs, das habe ich euch nicht zugetraut, das gebe ich zu. Aber ich war da, habe euch lautstark unterstützt und hoffe sehr, alle die sich das Spiel “gespart” haben, sich nun in den Allerwertesten beißen und das nächste Mal brav dem NEV die Treue halten und die Mannschaft anfeuern!

Während der souveräne NRW-Meister in Bestbesetzung antreten konnte, musste NEV-Trainer Andrej Fuchs auf den erkrankten Ronny Sassen verzichten. Dessen Kapitänsamt übernahm Sven Sauer, während Junior Kevin Caroppo ins kalte Wasser geworfen und konsequent in der dritten Verteidigungsreihe eingesetzt wurde - mit Erfolg, wie sich später herausstellen sollte. Die Neusser starteten äußerst lauf- und einsatzfreudig in die Partie und versteckten sich keinesfalls. Als Karl Jasik nach zwei Minuten mit einem wuchtigen Distanzschuss zur Führung traf, feierten die Neusser Anhänger noch wenig ernsthaft den ersten Spitzenreiter der Endrunde, zu übermächtig schien der Gegner. Doch trotz gelegentlicher Fehler im Aufbauspiel gestaltete der NEV das Spiel auch in der Folgezeit offen und verzeichnete in der ersten Viertelstunde sogar ein leichtes Chancen-Übergewicht. Erst danach gelang es den hochkarätig besetzten Wedau-Städtern, sich Vorteile zu erspielen, die nach 24 Minuten durch eine sehenswerte Kombination ihrer Paradereihe zum Ausgleich kamen. Neuss blieb mit Entlastungsangriffen gefährlich und ging durch einen Geniestreich von Karl Jasik erneut in Führung, der vier Gegenspieler narrte und zum vielumjubelten 2:1 traf (31.). Anschließend schienen die Gäste die Partie in den Griff zu bekommen, die mit zwei verwerteten Abprallern das Ergebnis zu ihren Gunsten drehten. Daraus ergab sich jedoch nicht der vor dem Spiel erwartete Verlauf, weil Holger Schrills nach 44 Minuten für seine Hartnäckigkeit belohnt wurde und im zweiten Versuch das 3:3 markierte. Die Füchse verstärkten daraufhin noch einmal den Druck, doch gestützt auf den überragenden Carsten Solbach hielt die Neusser Defensive der Belagerung stand. Beim offenen Schlagabtausch in der Schlussphase hätte der NEV durchaus sogar noch den Siegtreffer erzielen können, doch auch die verdiente Punkteteilung nach 60 Minuten wurde von den Neusser Anhängern bereits wie ein Sieg gefeiert. Die Krönung sollte im anschließenden Penaltyschießen folgen, in dem Holger Schrills eiskalt verwandelte und Carsten Solbach glanzvoll alle Duisburger Versuche parierte. So endete ein toller Eishockey-Abend mit Neusser Jubel auf dem Eis und auf den Rängen und zwei nicht eingeplanten Punkten zum Auftakt der Regionalligen-Endrunde.

1. Drittel: 1:0 (2:07, 5-4 ÜZ) Jasik (Schröder)
2. Drittel: 1:1 (24:11) Jäske (Fritzmeier, Kujala); 2:1 (30:25) Jasik (Kozhevnikov, Schröder); 2:2 (31:59; 5-4 ÜZ) Panek (Müller, Liesegang); 2:3 (35:29) Jäske (Kujala, Fritzmeier)
3. Drittel: 3:3 (44:44) H. Schrills (Sauer, Geisler)
Penaltyschießen: Schrills
Strafen: Neuss 8 - Duisburg 6
Zuschauer: 386


Schreib mir !!!
Startseite